/ ©: James Frankham / WWF-Canon

Atlantikwald

Der Atlantikwald zog sich einst als grosses grünes Band entlang der brasilianischen Küste und bis ins Landesinnere nach Paraguay und Argentinien. Heute sind grosse Waldflächen gerodet, stattdessen sind landwirtschaftliche Produktionsflächen entstanden – allen voran für Soja.
Das Verschwinden des Waldes bedeutet das Aus für unzählige Tier- und Pflanzenarten. So kommen zum Beispiel 90 Prozent aller Amphibienarten und 50 Prozent aller Pflanzenarten des Atlantikwaldes nirgends sonst auf der Erde vor.

Stellvertretend für die reiche Tier- und Pflanzenvielfalt der Region dient der Jaguar als Indikator: wenn die Grosskatze keine ausreichend guten Lebensbedingungen mehr vorfindet, ist das ökologische Gleichgewicht insgesamt gefährdet. Von der ursprünglichen Ausdehnung des Atlantikwaldes (etwa 30 mal so gross wie die Schweiz) sind heute nur noch etwas über 7 Prozent übrig geblieben. Das Gebiet beherbergt einen der grössten Süsswasserspeicher der Welt (den Guarani-Grundwasserhorizont), war einst Grundlage für vielfältige indianische Kulturen und ernährt eine Vielzahl von Kleinbauern. Dieser Reichtum ist gefährdet, wenn wir die Zerstörung der verbleibenden Waldflächen nicht aufhalten.

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Paraguay

In Paraguay zeigt sich das Ausmass der Zerstörung besonders deutlich: seit Beginn der 1970er Jahre sind hier in einigen Regionen bis zu 90 Prozent des Waldes zerstört worden. Der Wald wird abgeholzt und abgebrannt, um Platz für Sojafelder, Industriebetriebe, neue Siedlungen und Strassen zu machen. Auf Drängen des WWF hat die Regierung Paraguays daher Ende 2004 ein Abholzungsmoratorium erlassen und dieses inzwischen bereits zum dritten Mal bis Ende 2018 verlängert.
 / ©: James Frankham / WWF-Canon

Argentinien

In der Provinz Misiones im Nordosten Argentiniens ist der ursprüngliche Atlantikwald heute zwar noch zur Hälfte erhalten. Die steigende Nachfrage nach Holz für die Papierherstellung und die Rinderzucht bedroht jedoch auch hier den Lebensraum des Jaguars. Der argentinische Partner des WWF, die Stiftung Vida Silvestre, setzt sich daher in diesem Gebiet intensiv für den Erhalt der noch vorhandenen Waldflächen und deren Vernetzung, für nachhaltige Wirtschaftsweisen und den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ein – und dies mit Erfolg.

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