Ein Steinbock in den Schweizer Alpen
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28. Dezember 2018

1. Vermeiden Sie Foodwaste

Pro Person werden in der Schweiz im Schnitt jedes Jahr 117 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Dies entspricht einem Wert von 500 bis 1000 Franken. Foodwaste ist nicht nur moralisch bedenklich, sondern auch eine Verschwendung von wichtigen Ressourcen wie Ackerland, Wasser und Energie. Kaufen Sie also nur die Lebensmittel, die Sie auch wirklich brauchen. Weitere Tipps gegen Foodwaste finden Sie hier.

Gemüse-und Früchtearrengement in Holzkiste

2. Geniessen Sie umweltfreundlich

Ein Kilo Rindfleisch braucht 70mal mehr Land als ein Kilo Gemüse. Die Entscheidung zwischen tierischen oder pflanzlichen Lebensmitteln hat also Auswirkungen auf unsere Umwelt. Sie müssen nicht gleich Vegetarier oder Veganer werden, verzichten Sie aber ab und zu bewusst auf Fleisch und Milchprodukte. Essen Sie zum Beispiel einen Tag pro Woche fleischlos und bevorzugen Sie Bioprodukte. Die WWF-Ratgeber-App unterstützt Sie mit einer grossen Sammlung an vegetarischen und veganen Rezepten.

WWF-Ratgeber-App herunterladen

Nahaufnahme einer Kuh

3. Befreien Sie Ihren Alltag von unnötigen Verpackungen

Weniger Müll produzieren ist gar nicht so schwer: Wir haben Ihnen Tipps und Produktvorschläge zusammengestellt, um Ihren Alltag plastikfrei zu gestalten. Probieren Sie es aus und befreien Sie Ihr Leben von unnötigen Verpackungen.

Hülsenfrüchte im Zero Waste Laden Bare Ware, Winterthur

4. Leben Sie leicht

Überlegen Sie sich vor jeder neuen Anschaffung, ob Sie wirklich nötig ist. Bevorzugen Sie Produkte von langlebiger Qualität und nutzen Sie Elektroprodukte so lang wie möglich. Halten Sie sich dabei an die Richtlinien der Verbraucherpyramide

  1. Benützen, was man bereits besitzt
  2. Ausleihen
  3. Tauschen
  4. Secondhand kaufen
  5. Selbst machen
  6. Neu kaufen – am besten nachhaltig, bio und fair
Die "Buyerarchy of Needs" von Sarah Lazarovic

5. Stimmen und wählen Sie für die Umwelt

Nutzen Sie Ihre Stimme und wählen Sie im Sinne der Umwelt. Gerade in kleineren Gemeinden reichen oft schon wenige Stimmen, um etwas zu bewirken. Nehmen Sie politischen Einfluss auf die Ausgaben von Gemeinden und Kanton. So können Sie mithelfen, die Umweltbelastungen von Verkehrsnetzausbau, Gesundheitswesen und Verwaltungen zu reduzieren.

Finden Sie heraus, welche Politiker sich für die Umwelt einsetzen – hier gehts zum Umweltrating

Bundeshaus Bern

6. Berechnen Sie Ihren persönlichen Fussabdruck

Ermitteln Sie Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck und lassen Sie sich von individuellen Tipps inspirieren. Damit können Sie Ihr Leben bewusst nachhaltiger gestalten – für sich, für unseren Planeten und für unsere nachfolgenden Generationen.

Berechnen Sie Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck

Fussabdruck

7. Machen Sie Ferien in der Nähe

Matterhorn statt Machu Picchu: Probieren Sie mal für ein Jahr ohne Fliegen auszukommen. Mit einem Flug von der Schweiz nach Neuseeland und zurück verursachen Sie eine gleich hohe Klimabelastung wie ein durchschnittlicher Schweizer in acht Monaten Alltagsleben. Machen Sie kleine, aber genussvolle Sprünge und machen Sie Ferien in der Nähe.

Matterhorn oberhalb von Zermatt

8. Steigen Sie um

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz zählt zu den besten der Welt: Er ist schnell, zuverlässig, bequem und klimafreundlich. Nutzen Sie das gute Angebot für Ihren Arbeitsweg und für die Freizeit. Kurze Strecken im Alltag können Sie gut auch mit dem Velo oder zu Fuss zurücklegen. So fördern Sie Ihre Fitness und verbessern gleichzeitig Ihren CO2-Fussabdruck.

Eine Frau liest die Produktinformation auf Reinigungsmitteln

9. Schalten Sie mal ab

Ihr Stromverbrauch lässt sich ganz einfach reduzieren: Schalten Sie Geräte und Beleuchtung aus, wenn Sie diese nicht brauchen. Lassen Sie Ihre Wasch- und Geschirrspülmaschine nur komplett gefüllt laufen. Trocknen Sie Ihre Wäsche an der Luft statt im Trockner und reduzieren Sie die Anzahl Elektrogeräte in Ihrem Haushalt. Ziehen Sie auch mal den Stecker von Geräten, die nicht in Betrieb sind. Stellen Sie ausserdem sicher, dass Sie ökologischem Strom beziehen, denn jeder kann das Stromprodukt wechseln, egal ob Mieter oder Eigentümer. Normalerweise wird der Strom jeder einzelnen Wohnung separat abgerechnet und läuft über einen eigenen Stromzähler. Sie können also selbst bestimmen, welche Stromqualität Sie konsumieren möchten.

Auf myNewEnergy Ökostromangebote vergleichen und wechseln

Windräder eines Windparks

10. Legen Sie Ihr Geld ökologisch sinnvoll an

Finanzentscheidungen sind ein wichtiger Hebel, wenn es um die Umwelteinwirkungen der Wirtschaft geht. Jeder Franken, den wir der Bank zum Sparen, Anlegen oder Vorsorgen anvertrauen, wirkt sich auf Umwelt und Gesellschaft aus. Dasselbe gilt auch für Bankkredite. So können die Banken das Ersparte der Bankkunden zum Beispiel für Investitionen in Kohlekraftwerke verwenden. Damit schädigt das Geld das Klima und zerstört die Natur. Der WWF Schweiz hat die 15 grössten Schweizer Retailbanken unter die Lupe genommen und analysiert, wie nachhaltig die Banken ihr Geld anlegen und Kredite vergeben. Finden Sie heraus, wie nachhaltig Ihre Bank arbeitet und welche Alternativen es gibt.

WWF-Rating der Retailbanken ansehen

Gestapelte Münzen

Und jetzt?

Geniessen Sie das Gefühl, etwas für unsere Erde getan zu haben – am besten bei einem Spaziergang draussen. Vielleicht nehmen Sie ja Ihre Freunde oder Familie mit und begeistern diese für die Schönheit unserer Natur? Denn zum Schluss noch dies: Teilen Sie Ihre Begeisterung für den Umweltschutz, indem Sie Ihren Freunden von Ihren neuen Vorsätzen erzählen oder diesen Artikel via E-Mail oder auf Social Media teilen.

Was Sie sonst noch tun können

Bonobo-Mutter küsst ihr Baby

Mitgliedschaft

Als WWF-Mitglied sind Sie Teil unseres grossen Netzwerks: Über 5 Millionen Menschen rund um den Globus unterstützen unsere Projekte.

Freiwillige der Sektion WWF St. Gallen helfen am Brändliberg, St. Gallen, Schweiz

Freiwilligenarbeit

Setzen Sie sich aktiv für unsere Natur und Umwelt ein und wählen Sie aus verschiedenen Freiwilligen-Einsätzen aus.

Minimalistische Einrichtung, pinker Raum und grüner Stuhl

Weniger ist mehr

Weshalb macht es glücklich, weniger zu besitzen? Was heisst eigentlich Suffizienz? Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren!