Letzte Chance für die Maui-Delfine

24 August 2012
Der WWF fordert die neuseeländische Regierung in einer Petition auf, die Schutzmassnahmen für den Maui-Delfin zu intensivieren. Nur noch 55 Tiere des kleinsten Delfins leben vor der Küste von Neuseeland. Auch die Schweizer Bevölkerung kann die Petition unterschreiben.

Nur noch 55 Maui-Delfine, der kleinste und seltenste Delfin der Welt, leben in den Küstengewässern der Südinsel Neuseelands. Sie stehen kurz vor der Ausrottung. Die Ursachen für den Rückgang sind die feinmaschigen Kiemennetze, die die Fischer seit den 70er Jahren benutzen. Die Delfine können diese feinen Netze nicht erkennen, verwickeln sich in den Maschen und ertrinken jämmerlich.

Obwohl die neuseeländische Regierung seit 2008 Massnahmen zur Rettung der Delfinart ergriff, ist das Netzfischen noch immer nicht überall verboten. Und die Massnahmen der neuseeländischen Regierung sind leider ungenügend, um die seltenen Tiere vor der Ausrottung zu bewahren. Auch stören der Abbau von Eisenerz und die Suche nach Erdöl und Erdgas das Echolot der Delfine; darunter leidet die Kommunikation der Tiere untereinander, und sie können ihre Beute nicht mehr finden.

Meeresbiologen sind sich einig, dass die Art gerettet werden kann, wenn strengere Massnahmen ergriffen werden. Deshalb startet der WWF heute eine weltweite Aktion und fordert die Regierung des Inselstaats zu einem totalen Verbot von Kiemennetzen in den Delfin-Gewässern auf. Der Bergbau muss zudem in diesen Gebieten verboten und ein geschützter Meereskorridor für die Tiere eingerichtet werden. „Wenn die neuseeländische Regierung nicht sofort handelt, verliert die Welt wieder eine wertvolle Säugetierart“, warnt WWF-Sprecher Stefan Inderbitzin. Der WWF ruft deshalb die Schweizer Bevölkerung dazu auf, die Petition auf www.worldwildlife.org/SaveMauiDolphin noch heute zu unterschreiben.

Box:
Die Maui-Delfine, eine Unterart der Hektor-Delfine, haben eine abgerundete Rückenflosse, rundliche Körper und schwarze Markierungen. In den 1970er Jahren gab es noch etwa 1‘500 Maui-Delfine. Heute ist die Zahl der Tiere auf nur noch 55 Exemplare geschrumpft.


Weitere Informationen:
Stefan Inderbitzin, Kommunikationsbeauftragter WWF Schweiz, stefan.inderbitzin@wwf.ch, 044 297 22 24
Maui Dolphin
Maui Dolphin
© Richard Robinson, www.depth.co.nz

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