Wilderei: Das blutige Geschäft

12 Dezember 2012
Gemäss einem neuen WWF-Report ist die Wilderei heute mit einem geschätzten Umsatz von 19 Milliarden US Dollar der viertgrösste illegale Markt. Und er wächst nach wie vor rasant. Die Wilderei bedroht nicht nur viele Tierarten, sondern auch die Stabilität und Sicherheit verschiedener afrikanischer Staaten.

Die Wilderei auf Elefanten und Nashörner hat in den vergangenen fünf Jahren bedrohlich zugenommen. Das zeigt ein neuer WWF-Report. Nach dem Drogenhandel, der Geldfälschung und dem Menschenhandel ist der Artenhandel inzwischen der viertgrösste illegale Markt. Er beträgt schätzungsweise 19 Milliarden Dollar pro Jahr. Der dramatische Anstieg der Wilderei bedroht die Stabilität und Sicherheit einiger zentralafrikanischer Staaten. Es droht ein von der Weltöffentlichkeit weitgehend verborgener Konflikt weit über die Wilderei hinaus.

Nach aktuellem Stand sind seit Anfang 2012 weit über 10 000 Elefanten aus den Wäldern und Savannen Afrikas verschwunden und allein im südlichen Afrika wurden im ablaufenden Jahr pro Tag rund zwei Nashörner erlegt. Zum Vergleich: 2007 war es gerade einmal ein gewildertes Nashorn pro Monat. Verantwortlich für die rasant steigende Nachfrage nach Elfenbein und Nashorn sind die Abnehmerländer in Ost- und Südostasien. Doch Wilderei ist inzwischen längst kein reines Artenschutzproblem mehr. «International gut vernetzte Syndikate kontrollieren den illegalen Handel. Gewinne werden auch für die Finanzierung ziviler Konflikte verwendet», warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

«Sicher geglaubte Naturschutzerfolge der vergangenen Jahrzehnte sind in Gefahr und könnten innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht zu werden,» so Homes. Der WWF fordert deshalb von den Regierungen, dass sie Wilderei-Verbrechen entsprechend hart bestrafen und Justizvollzugsorgane die Gesetze besser durchsetzen. Ergänzend dazu muss auch in den Zielländern das Bewusstsein geschärft werden, damit ein Umdenken stattfindet.

Kontakt:
Corina Gyssler, Kommunikationsbeauftragte WWF Schweiz, 044 297 22 54, corina.gyssler@wwf.ch
Wilderei, Elefanten, Gabon
Verhafteter Elefanten-Wilderer in Gabon
© WWF-Canon / James Morgan

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