Die Familie der Elefanten umfasst zwei Gattungen: den afrikanischen und den asiatischen Elefant.
Elefant
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Afrikanischer Elefant
Wissenschaftlicher Name
Loxodonta africana mit 2 Arten: Loxodonta a. africana (Savannenelefant) und Loxodonta a.cyclotis (Waldelefant)
Lebensraum
Savannenelefanten leben in den Trockenwäldern und der Savanne südlich der Sahara vorwiegend in Süd- und Ostafrika. Waldelefanten bewohnen vor allem die tropischen und subtropischen Regenwälder Zentral- und Westafrikas.
Bestandsgrösse
zw. 470 000 und 690 000, Trend: zunehmend
Gefährdungsstatus
IUCN: gefährdet
CITES: Anhang I (alle Populationen ausser denen aus Anhang II) und Anhang II (Populationen in Botswana, Namibia, Simbabwe und Südafrika)
Asiatischer Elefant
Wissenschaftlicher Name
Elephas maximus
Lebensraum
Tropische und subtropische Regenwälder und Laubwälder und Dornbuschland in Süd-, Südost- und Ostasien
Bestandsgrösse: zwischen 25 600 und 32 750, Trend: abnehmend
Gefährdungsstatus
IUCN: stark gefährdet
CITES: Anhang I
Afrikanische Elefanten, Namibia.
Elefanten: Graue Riesen
Der Elefant ist das grösste landlebende Säugetier. Ursprünglich bewohnten Verwandte der heutigen Elefanten alle Kontinente ausser Australien und der Antarktis. Heute findet man sie nur noch in Asien und Afrika. Elefanten können mehr als sechs Tonnen wiegen und bis zu 300 Kilogramm Nahrung und 80 Liter Wasser zu sich nehmen. Für ihre Schulterhöhe von bis zu 3,3 Metern sind Elefanten aber mit bis zu 38 km/h erstaunlich schnell.
Afrikanische Elefanten sind grösser als ihre Verwandten in Asien. Ausserdem besitzen beim Asiatischen Elefanten nur die Bullen Stosszähne. Elefantenkühe und ihre Nachkommen bilden enge Familiengruppen mit bis zu 10 Tieren und einer Leitkuh an der Spitze. Manchmal schliessen sie sich zu Clans von bis zu 70 Individuen zusammen. Waldelefanten leben in kleineren Familiengruppen. Elefanten ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Zweigen, aber auch von Gras, Baumrinde und Früchten.
Waldelefanten sind wichtig für den Regenwald
Der Waldelefant spielt eine sehr wichtige Rolle für die Regenwälder. Über die Nahrung gelangen verschiedenste Pflanzensamen in seinen Magen, die er bei seinen Wanderungen über weite Strecken transportiert. Die Samen werden erst keimfähig, nachdem sie den Verdauungstrakt des Elefanten durchlaufen haben und er sie ausgeschieden hat. So tragen die Dickhäuter zur Verbreitung ihrer eigenen Nahrungspflanzen bei. -
Wilderei und Elfenbeinhandel
Auf beiden Kontinenten hat sich die Lage der Dickhäuter in den letzten Jahrzehnten verschlechtert. Ursache dafür war besonders die Jagd nach dem wertvollen Elfenbein. Elfenbein ist begehrt für kunstvolle Schnitzereien, Skulpturen, Schmuck, Einlegearbeiten und Gebrauchsgegenstände wie Essstäbchen, Bürsten oder japanische Unterschriftenstempel. Der überbordende Handel mit Elfenbein wurde vielen Elefanten zum Verhängnis, vor allem in Afrika.
1989 wurde im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES der internationale Handel mit Elfenbein verboten. Doch der Handel läuft lokal und illegal auch international weiter. Besonders gross ist die Nachfrage nach Elfenbein in ostasiatischen Ländern wie China oder Japan. Noch immer werden deshalb Elefanten wegen ihren Stosszähnen getötet. Auch ihr Fleisch und ihre Haut werden verkauft. Die Wilderei wegen der Stosszähne ist heute für die afrikanischen Elefanten ein Problem. Dennoch hat das Verlangen nach dem „weissen Gold“ auch auf asiatische Populationen einen ernsthaften Einfluss: Wenn kräftige Bullen mit Stosszähnen vor ihrer ersten Paarung getötet werden, sind ihre Gene für immer verloren.
Der Verlust seines Lebensraumes wird für die Elefanten ebenfalls zunehmend zum Problem. Die wachsende Bevölkerung sowie die Ausbreitung der Land- und Plantagenwirtschaft bringen die Elefanten in Bedrängnis. Sie dringen auf ihren Wanderungen in Dörfer und Felder ein, wo sie manchmal ganze Jahresernten zerstören. Dies führt unweigerlich zu Konflikten zwischen den Dickhäutern und Menschen. Diese Konflikte führen manchmal zu Toten – auf beiden Seiten.
Ein weiteres Problem ist die Domestizierung der wild lebenden Elefanten, insbesondere in Asien. -
Lösungsansätze für die Elefanten
Seit seiner Gründung setzt sich der WWF für den Schutz der Elefanten ein. Bei den Aktivitäten für Elefanten handelt es sich unter anderem um die Unterstützung und Unterhaltung von Schutzgebieten, Schutzgebiets-Management, Ausbildung von Wildhütern und Anti-Wilderer-Einheiten, Zählung und Überwachung von Elefantenbeständen oder Verminderung von Mensch-Tier-Konflikten. So entwickelt und testet der WWF zusammen mit der betroffenen Bevölkerung Lösungen zur Vermeidung solcher Konflikte. Zum Beispiel durch die Errichtung von mit Chili-Öl getränkten Grenzzäunen oder mittels Chili-Stinkbomben. Solche Massnahmen sind billig und wurden bereits sehr erfolgreich angewendet.
Mit Hilfe von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, kämpft der WWF auch gegen den illegalen Handel mit Elfenbein und anderen Elefantenprodukten. Dabei werden beispielsweise die lokalen Elfenbeinmärkte untersucht und die Regierungen bei der Umsetzung des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES unterstützt.
Elefanten
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Elefanten
© Martin Harvey / WWF-CanonAfrikanische Elefanten wurden vor wenigen Jahren beinahe ...
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© Martin Harvey/WWF-CanonWaldelefanten 108551
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© WWF-Germany Volker KessSumatra-Elefant von Tesso Nilo, Indonesien.
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© photocase.com © pinkysheepElefant
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© Martin Harvey / WWF-CanonAfrikanische Elefanten (Loxodonta africana)
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© WWF-Canon/ Martin HarveyAfrikanischer Elefant
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© WWF-Canon/ Martin HarveyElefanten
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© WWF-Canon / Martin HARVEYAfrikanischer Elefant (Loxodonta africana), Botswana. Junger Bulle ...



























Artenschutz: CITES und TRAFFIC
SF-Beitrag zu WWF-Projekt