African savanna elephant (Loxodonta africana africana); Amboseli National Park, Kenya
Loxodonta ... / ©: Martin Harvey / WWF-Canon

Elefant

Die Familie der Elefanten umfasst zwei Gattungen: den afrikanischen und den asiatischen Elefant.
  • Afrikanischer Elefant


    Wissenschaftlicher Name
    Loxodonta africana mit 2 Arten: Loxodonta a. africana (Savannenelefant) und Loxodonta a.cyclotis (Waldelefant)

    Lebensraum
    Savannenelefanten leben in den Trockenwäldern und der Savanne südlich der Sahara vorwiegend in Süd- und Ostafrika. Waldelefanten bewohnen vor allem die tropischen und subtropischen Regenwälder Zentral- und Westafrikas.

    Bestandsgrösse
    zw. 470 000 und 690 000, Trend: zunehmend

    Gefährdungsstatus
    IUCN: gefährdet
    CITES: Anhang I (alle Populationen ausser denen aus Anhang II) und Anhang II (Populationen in Botswana, Namibia, Simbabwe und Südafrika)

    Asiatischer Elefant

    Wissenschaftlicher Name
    Elephas maximus

    Lebensraum
    Tropische und subtropische Regenwälder und Laubwälder und Dornbuschland in Süd-, Südost- und Ostasien
    Bestandsgrösse: zwischen 25 600 und 32 750, Trend: abnehmend

    Gefährdungsstatus
    IUCN: stark gefährdet
    CITES: Anhang I
    Afrikanische Elefanten, Namibia.

    Elefanten: Graue Riesen
    Der Elefant ist das grösste landlebende Säugetier. Ursprünglich bewohnten Verwandte der heutigen Elefanten alle Kontinente ausser Australien und der Antarktis. Heute findet man sie nur noch in Asien und Afrika. Elefanten können mehr als sechs Tonnen wiegen und bis zu 300 Kilogramm Nahrung und 80 Liter Wasser zu sich nehmen. Für ihre Schulterhöhe von bis zu 3,3 Metern sind Elefanten aber mit bis zu 38 km/h erstaunlich schnell.

    Afrikanische Elefanten sind grösser als ihre Verwandten in Asien. Ausserdem besitzen beim Asiatischen Elefanten nur die Bullen Stosszähne. Elefantenkühe und ihre Nachkommen bilden enge Familiengruppen mit bis zu 10 Tieren und einer Leitkuh an der Spitze. Manchmal schliessen sie sich zu Clans von bis zu 70 Individuen zusammen. Waldelefanten leben in kleineren Familiengruppen. Elefanten ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Zweigen, aber auch von Gras, Baumrinde und Früchten.

    Waldelefanten sind wichtig für den Regenwald
    Der Waldelefant spielt eine sehr wichtige Rolle für die Regenwälder. Über die Nahrung gelangen verschiedenste Pflanzensamen in seinen Magen, die er bei seinen Wanderungen über weite Strecken transportiert. Die Samen werden erst keimfähig, nachdem sie den Verdauungstrakt des Elefanten durchlaufen haben und er sie ausgeschieden hat. So tragen die Dickhäuter zur Verbreitung ihrer eigenen Nahrungspflanzen bei.
  • Wilderei und Elfenbeinhandel

    Auf beiden Kontinenten hat sich die Lage der Dickhäuter in den letzten Jahrzehnten verschlechtert. Ursache dafür war besonders die Jagd nach dem wertvollen Elfenbein. Elfenbein ist begehrt für kunstvolle Schnitzereien, Skulpturen, Schmuck, Einlegearbeiten und Gebrauchsgegenstände wie Essstäbchen, Bürsten oder japanische Unterschriftenstempel. Der überbordende Handel mit Elfenbein wurde vielen Elefanten zum Verhängnis, vor allem in Afrika.

    1989 wurde im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES der internationale Handel mit Elfenbein verboten. Doch der Handel läuft lokal und illegal auch international weiter. Besonders gross ist die Nachfrage nach Elfenbein in ostasiatischen Ländern wie China oder Japan. Noch immer werden deshalb Elefanten wegen ihren Stosszähnen getötet. Auch ihr Fleisch und ihre Haut werden verkauft. Die Wilderei wegen der Stosszähne ist heute für die afrikanischen Elefanten ein Problem. Dennoch hat das Verlangen nach dem „weissen Gold“ auch auf asiatische Populationen einen ernsthaften Einfluss: Wenn kräftige Bullen mit Stosszähnen vor ihrer ersten Paarung getötet werden, sind ihre Gene für immer verloren.

    Der Verlust seines Lebensraumes wird für die Elefanten ebenfalls zunehmend zum Problem. Die wachsende Bevölkerung sowie die Ausbreitung der Land- und Plantagenwirtschaft bringen die Elefanten in Bedrängnis. Sie dringen auf ihren Wanderungen in Dörfer und Felder ein, wo sie manchmal ganze Jahresernten zerstören. Dies führt unweigerlich zu Konflikten zwischen den Dickhäutern und Menschen. Diese Konflikte führen manchmal zu Toten – auf beiden Seiten.

    Ein weiteres Problem ist die Domestizierung der wild lebenden Elefanten, insbesondere in Asien.
  • Lösungsansätze für die Elefanten

    Seit seiner Gründung setzt sich der WWF für den Schutz der Elefanten ein. Bei den Aktivitäten für Elefanten handelt es sich unter anderem um die Unterstützung und Unterhaltung von Schutzgebieten, Schutzgebiets-Management, Ausbildung von Wildhütern und Anti-Wilderer-Einheiten, Zählung und Überwachung von Elefantenbeständen oder Verminderung von Mensch-Tier-Konflikten. So entwickelt und testet der WWF zusammen mit der betroffenen Bevölkerung Lösungen zur Vermeidung solcher Konflikte. Zum Beispiel durch die Errichtung von mit Chili-Öl getränkten Grenzzäunen oder mittels Chili-Stinkbomben. Solche Massnahmen sind billig und wurden bereits sehr erfolgreich angewendet.

    Mit Hilfe von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, kämpft der WWF auch gegen den illegalen Handel mit Elfenbein und anderen Elefantenprodukten. Dabei werden beispielsweise die lokalen Elfenbeinmärkte untersucht und die Regierungen bei der Umsetzung des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES unterstützt.

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