Grey whale, Mexico
Grey whale (Eschrichtius robustus), San Ignacio Lagoon, Baja California, Mexico

 / ©: naturepl.com /Mark Carwardine / WWF

Wal

Wale entwickelten sich vor mehr als 30 Millionen Jahren. Sie sind warmblütige Säugetiere, die ihre Jungen unter Wasser gebären und mit Milch säugen.
Als Säugetiere atmen sie mit Lungen und müssen deshalb in regelmässigen Abständen zum Atmen an die Wasseroberfläche. Die zusammengepresste Atemluft wird durch ein Blasloch ausgestossen. Man unterscheidet zwischen Bartenwalen und Zahnwalen.

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    Wissenschaftlicher Name
    Cetaceae (Waltiere)
    Bartenwale: Mysticeti, 4 Familien mit 15 Arten:
    Eschrichtiidae (Grauwale, 1 Art), Balaenopteridae (Furchenwale , 9 Arten), Balaenidae (Glattwale, 4 Arten) und Neobalaenidae (Zwergglattwale, 1 Art).
    Zahnwale: Odontoceti, 10 Familien mit über 70 Arten, darunter Physeter macrocephalus (Pottwal), Flussdelfine, Delfinartige, Schnabelwalartige und Pottwalartige.

    Lebensraum
    Wale: Sämtliche Ozeane, Küstengewässer;
    Flussdelfine: Flüsse, je nach Art teils auch in Küstengewässern und in salzhaltigen Seen

    Bestandsgrösse
    Je nach Art: weniger als 150 (zum Beispiel Nordwestpazifischer Grauwal und Atlantischer Nordkaper) bis zu mehreren 100 000 (zum Beispiel Pottwal)

    Gefährdungsstatus
    IUCN: je nach Art: von «potentiell gefährdet» bis «vom Aussterben bedroht»
    CITES: die meisten Arten Anhang I, einige Arten Anhang II

    Bartenwale

    Die Bartenwale besitzen keine Zähne. Sie haben ihren Namen von den Barten. Diese reusenartigen Hornkämme im Maul dienen der Nahrungsaufnahme. Die Barten können bis zu 4 m lang werden. An der Innenseite der Barten befinden sich ausgefranste Säume, die die Nahrung aus dem Wasser filtern. Bartenwale ernähren sich hauptsächlich von Zooplankton (unter anderem Kleinkrebse wie Krill). Eine Besonderheit der Bartenwale sind ihre langen Wanderungen durch die Ozeane. Im Sommer halten sich die Wale in kalten, nährstoffreichen Gebieten auf. Zur Paarung, zur Geburt und Aufzucht der Jungen ziehen sie im Herbst in wärmere Regionen. Manche Arten legen dafür bis zu 20 000 km zurück.

    Am beeindruckendsten ist wohl der Blauwal, der bis zu 33 m lang und 120 t schwer werden kann. Er ist damit das grösste Tier, das je auf der Erde gelebt hat. Er ist grösser als 25 Elefanten zusammen und nur schon seine Zunge allein wiegt 2,7 t. Der kleinste Bartenwal ist der Zwergwal, der immerhin noch eine Länge von 8 m erreicht.

    Zahnwale

    Wie ihr Name sagt, besitzen Zahnwale Zähne. Alle Delfine gehören zu den Zahnwalen. Die Grössenunterschiede bei den Zahnwalen sind enorm: Während der Hector-Delfin 1,5 m gross wird, kann ein männlicher Pottwal bis zu 18 m lang werden. Zahnwale ernähren sich hauptsächlich von Fischen.
  • Fangverbot wird übergangen

    Viele Walarten, vor allem Grosswale (dazu zählen alle Bartenwale sowie der Pottwal) und Flussdelfine, sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Vielen Grosswalen wurde die in den vergangenen zwei Jahrhunderten intensiv betriebene Waljagd zum Verhängnis. Als langlebige Säugetiere mit langsamen Fortpflanzungszyklen brauchen die Bestände mehrere Jahrzehnte zur Erholung. Seit 1986 gilt deshalb ein weltweites Fangverbot für Grosswale, an das sich aber leider nicht alle halten.

    Walfang ist aber nicht der einzige Grund, wieso viele Walarten ums Überleben kämpfen. Neue Bedrohungen sind hinzu gekommen: Eine der heute grössten Bedrohungen für kleinere Wale ist der Beifang: Jedes Jahr verenden schätzungsweise 300 000 Wale in Schleppnetzen und anderen Fanggeräten der industriellen Fischerei. Auch der Klimawandel beeinflusst die Überlebenschancen der Wale. Er stört einerseits ihre Wanderung und Fortpflanzung, andererseits ihre Nahrungsgrundlage, weil das Futterplankton sehr empfindlich auf Wärmeunterschiede reagiert - je wärmer das Gewässer, desto weniger Plankton ist vorhanden.

    Weitere Gefahren sind: Meeresverschmutzung durch giftige Substanzen (unter anderem Schädigung des Immunsystems und der Fortpflanzungsfähigkeit), Öl- und Gasförderung in ihren Nahrungsgründen, zunehmende Lärmbelastung sowie Zusammenstösse mit Schiffen.
  • Walfang nur unter strengen Kontrollen

    Seit seiner Gründung setzt sich der WWF weltweit dafür ein, die Bedrohungen der Wale zu verringern. Das langfristige Ziel ist, dass sich alle Walbestände in allen Weltmeeren von der übermässigen Waljagd erholen. Der WWF fordert, dass Walfang nur unter der strengen Kontrolle der Internationalen Walfangkommission IWC und nur für den Eigenbedarf (zum Beispiel der Inuits in Kanada und Grönland) erlaubt sein soll, und dass sich auch die Walfangnationen Island, Norwegen und Japan wirklich daran halten.

    Darüber hinaus unterstützt der WWF die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Wale und andere Arten und arbeitet an nationalen und internationalen Konventionen und Vereinbarungen zum besseren Schutz der Wale mit. Weiter setzt sich der WWF dafür ein, den Beifang in der modernen Fischerei zu reduzieren, Schiffskollisionen zu vermeiden, Wale vor Umweltgiften zu schützen, den Lärm in den Ozeanen (verursacht durch Schiffe, Abbau von Bodenschätzen und militärische Aktivitäten) zu reduzieren, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wale so gering wie möglich zu halten und die Lebensweise der Wale weiter zu erforschen.

    Der WWF unterstützt auch nachhaltiges und kontrolliertes «Whale watching». Diese sanfte «Nutzung» der Wale ist wirtschaftlich gesehen viel einträglicher als der kommerzielle Walfang.

    Die Internationale Walfangkommission IWC

    Die internationale Walfangkommission regelt den kommerziellen Walfang. Sie bestimmt beispielsweise Fangquoten oder Walschutzgebiete. Seit 1986 gilt ein Fangverbot für Grosswale (Moratorium). Dennoch gehen Japan, Island und Norwegen weiterhin auf Walfang. In der IWC sind rund 88 Staaten vertreten, darunter auch die Schweiz.
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    Das Beobachten von Walen (Whale-Watching) wird weltweit immer beliebter. Jährlich begeben sich über neun Millionen Menschen auf geführten Touren auf die Suche nach Walen. In rund 90 Ländern kann man über 500 Orten aus an Walbeobachtungs-Fahrten teilnehmen. Für die Touristikbranche ist Whale-Watching eine bedeutende Einnahmequelle geworden. Auch in Ländern mit grosser Walfangtradition wie Norwegen oder Japan setzt sich die Erkenntnis durch, dass lebende Wale mehr wert sind als tote.

    Wer sich auf eine Walbeobachtungstour begibt, soll sich vorher über die verschiedenen Reiseveranstalter informieren. Die Wale sollen in ihrem Lebensraum nicht gestört werden. Scheuen Sie sich nicht, Veranstalter darauf hinzuweisen, dass die Boote nicht zu nahe an die Wale heranfahren sollen. Noch gibt es keine international verbindliche Richtlinien für Whale- Watching. Aber in Nordamerika beispielsweise haben die Veranstalter gemeinsame Richtlinien erarbeitet. Achten Sie darauf, dass die Touren von ausgebildeten Fachpersonen begleitet werden.

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