/ ©: James Morgan  / WWF International

Palmöl

Ertragreich, vielseitig und preiswert – Palmöl ist aus der heutigen Industrie nicht mehr wegzudenken. Doch die Natur bezahlt einen hohen Preis.
Es wird in Lebensmitteln wie Margarine, Süssigkeiten oder Fertigspeisen verwendet und eignet sich zur Herstellung von Agrotreibstoffen. Chemisch verändert taucht es aber auch in Waschmitteln, Seifen oder Kosmetika auf. Indonesien ist inzwischen zum grössten Palmölproduzenten der Welt gewachsen. Zusammen mit Malaysia produziert Indonesien über 80 Prozent der Weltproduktion. Und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen.

Anbauschlacht in den Tropenländern

Der Boom hat einen Grund: Die Ölpalme ist eine sehr ertragsreiche Pflanze. Sie ist mehrjährig und die Ernte das ganze Jahr möglich, da sie in den Tropen wächst. Auf derselben Fläche kann mit Ölpalmen viel mehr Öl produziert werden als mit anderen Ölpflanzen. Für Öl aus Raps beispielsweise benötigt man im Schnitt eine mehr als doppelt so grosse Fläche, laut FAO.

Diese Eigenschaften machen Palmölplantagen lukrativ. Neue Plantagen entstehen nicht nur in den grössten Anbauländern Indonesien und Malaysia, sondern inzwischen auch in anderen Tropenländern wie Papua Neu Guinea, Kolumbien, Nigeria und der Elfenbeinküste. All diese Länder wollen vom Palmöl-Boom profitieren. Das hat drastische Folgen für Mensch und Natur.

Den Palmöl-Plantagen fallen meist wertvolle Tropenwälder zum Opfer, zahlreiche Arten verlieren so ihre Lebensgrundlage. Durch die Brandrodung und die Trockenlegung von Sumpfwäldern werden zusätzlich grosse Mengen an Treibhausgasen wie Kohlendioxid freigesetzt und versprühte Chemikalien verseuchen den Boden. Wo neue Plantagen entstehen, entzünden sich zudem oft Konflikte um die Landnutzungsrechte.

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Der Palmöl-Check

Wie hat sich der Markt für nachhaltiges Palmöl nach den Kriterien des RSPO entwickelt? Das wollte der WWF wissen und befragte im Rahmen eines internationalen Ratings 43 Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Erfreulich: 60 Prozent der befragten Unternehmen nutzen RSPO-zertifiziertes Palmöl. Aber: Noch immer ist der Anteil jener Firmen zu hoch, welche Palmöl-Zertifikate dem physisch zertifizierten Palmöl vorziehen. Das muss sich ändern. Lesen Sie hier, wie die Firmen im Rating abschliessen:

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