Water lilies (Nymphaea); Hunan Province, China
The culture of Lotus flowers is common in the ... / ©: © Michel Gunther / WWF-Canon

China

Das mit über 1,3 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Erde hat eine rasant wachsende Wirtschaft - Ziel des WWF ist eine nachhaltige Entwicklung.
Als relativ ressourcenarmes Land hängt Chinas wirtschaftliche Entwicklung stark von Rohstoffimporten ab. Sowohl der landeseigene Bedarf als auch die starke Nachfrage auf chinesische Exportgüter führen zu einem hohen Verbrauch.

Beispiel Holz: Aktuell importiert China rund 30 Millionen Tonnen Holz jährlich und steht damit weltweit auf Platz zwei der holzimportierenden Länder – aber etwa 70 Prozent des importierten Holzes wird beispielsweise in Form von Möbeln, Sperrholz oder Parket wieder exportiert. Der immense Holzbedarf Chinas führt zu einem grossen Druck auf Wälder anderer Länder.

Im Bereich der CO2-Emissionen liegt China weltweit auf dem ersten Platz. Mehr als 30 der weltweit 50 schmutzigsten Städte liegen im Reich der Mitte. Seit die negativen Umweltauswirkungen offensichtlich sind, ist das Thema Umweltschutz Teil der politischen Agenda: Die heutigen Wachstumsraten – geprägt vom Export von Billigprodukten, von massiven Rohmaterialimporten und dem Einsatz billiger Arbeitskräfte – stellen  längerfristig keine Überlebensstrategie dar.

Nachhaltigkeit lohnt sich

Der Handel mit nachhaltigen Produtken bietet interessante Exportchancen für Chinas Wirtschaft: So hat sich das Land zum führenden Hersteller im Bereich erneuerbare Energieerzeugung entwickelt. China ist heute beispielsweise der grösste Produzent von Photovoltaik-Produkten.


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Panda in China / ©: Chris Hails / WWF-Canon
Mehr Wald für den Panda, weniger CO2-Ausstoss
© Chris Hails / WWF-Canon

WWF-Projekt in Südchina

In der südchinesischen Provinz Sichuan betreibt der WWF unterstützt von Coop ein CO2-Kompensationsprojekt. Lesen Sie hier mehr dazu.

WWF und China – Gemeinsam ans Ziel

WWF-Ausbildungskurs für lokale Dorfbewohner in Qinling, China. / ©: WWF China
WWF-Ausbildungskurs für lokale Dorfbewohner in Qinling, China.
© WWF China
Umweltschutzarbeit in China ist nicht einfach. So sind beispielsweise das Sammeln von Spendengeldern oder die Mitgliederwerbung wegen politischen Restriktionen nicht erlaubt. Deshalb unterstützt der WWF Schweiz die Arbeit vor Ort.

In der Initiative «China for a global SHIFT» fördert der WWF gemeinsam mit Partnern in Schlüsselsektoren wie der Energie- und Finanzwirtschaft sowie im Ressourcenmanagement eine nachhaltige Entwicklung. Beispielsweise entwerfen chinesische Banken gemeinsam mit dem WWF Standards zur Kreditvergabe, die ökologische Kriterien berücksichtigen und die nachhaltige Ressourcennutzung fördern.

Im Rahmen verschiedener Feldprojekte engagiert sich der WWF auch für den Schutz wichtiger Lebensräume und Arten, so auch des bedrohten Grossen Pandas, Symboltier des Artenschutzes und des WWF. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist Umweltbildung.

Leistungsausweis

  • In zwei Madagassischen Schutzgebieten (Vondrozo und Midongy) konnte mit neuen Monitoring-Methoden ein Anstieg des Vorkommens von Flaggschiff-Arten (Lemuren und seltene Vogelarten) um 50% im Vergleich zu 2008 nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse sind auf der einen Seite zurück zu führen auf die verbesserte Monitoring-Methode, bei der die lokale Bevölkerung mit einfachen Logbüchern Begehungen der Schutzgebiete durchführt. Auf der anderen Seite sind auch die Bedrohungen für die Tiere in diesen Schutzgebieten massiv reduziert worden.
  • Management-Qualität der Schutzgebiete erhöhen

    Bis 2016 macht Madagaskar grosse Fortschritte bei der Entwicklung effektiv gemanagter Schutzgebiete. Diese Gebiete werden im Einklang mit der lokalen Kultur gemanagt und tragen zu verbesserten Lebensbedingungen für die Bevölkerung und reduziertem Stress für die Ökosysteme bei.
     

    Schutz wichtiger Tier- und Pflanzenarten

    Bis 2016 werden Initiativen gestartet und wissenschaftlich fundierte Massnahmen getroffen, um den Schutz wichtiger Madagassischer Tier- und Pflanzenarten zu gewährleisten.

    Nachhaltiger Fischfang

    Bis 2016 bestehen lokale, nationale und regionale Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Management von Korallenfischen, Shrimps und Thunfisch.

    Nachhaltige Energiegewinnung

    Bis 2016 wird die Gewinnung von Energie aus nachhaltigen Quellen politisch und finanziell in einer Weise unterstützt, dass sie einen Beitrag an den Schutz der Wälder und an einen kleinen Madagassischen Fussabdruck leistet.
  • Management-Qualität der Schutzgebiete erhöhen

    positiv
      Der WWF Madagascar verhandelt zur Zeit einen strengeren gesetzlichen Status der Madagassischen Schutzgebiete. Die Aussichten sind gut, dass die rechtliche Verankerung verbessert werden kann. Ausserdem konnten in sechs Schutzgebieten Partnerschaften mit lokalen Organisationen etabliert werden, die zum Schutz des Ökosystems und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung einen wichtigen Beitrag leisten.

    Schutz wichtiger Tier- und Pflanzenarten

    positiv
      Das regionale Netzwerk zum Schutz der Meeresschildkröte arbeitet noch nicht effizient genug. Eine strengere Strafverfolgung des illegalen Handels mit Strahlenschildkröten wurde von den Madagassischen Behörden zugesagt, muss sich aber in der Praxis noch bewähren. Einige stark bedrohte Pflanzenarten konnten auf Listen der CITES-Kommission aufgenommen werden, für andere Arten dauert der Prozess noch an und kann erst im Sommer 2013 abgeschlossen werden.

    Nachhaltiger Fischfang

    positiv
      Erste Beispiele zeigen, dass die Umstellung der Fischer auf nachhaltige Fangpraktiken erfolgreich ist: es werden gezielter die Fische gefangen, die sich auch gut verkaufen lassen, so dass das Einkommen der Fischer bei weniger Beifang steigt.

    Nachhaltige Energiegewinnung

    positiv
      Die Gewinnung von Feuerholz ist nach wie vor problematisch: die Aufforstung mit schnell wachsendem Brennholz gelingt zur Zeit nicht. Die Erfolgsrate liegt bei nur 40%. Auch die Umstellung der Bevölkerung auf effiziente Brennholzkocher oder Solarkocher geht nur langsam voran.

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