/ ©: Erling Svensen / WWF-Canon

Lachs Comeback

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Lachs in zahlreichen Flüssen des Schweizer Mittellandes verbreitet. 1915 wurden allein im Kanton Aargau noch mehr als 1000 Lachse gefangen. Der Bau von Kraftwerken an Hochrhein und Aare verhinderte die Rückkehr der Lachse in die angestammten Laichgebiete. Seit den 1950er Jahren ist der Lachs in der Schweiz ausgestorben. Die Sandoz-Katastrophe 1986 hat zu einem internationalen Plan zum Schutz des Rheins geführt, erarbeitet durch die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR). Die Wasserqualität konnte in der Zwischenzeit erheblich verbessert werden. Etliche Wanderhindernisse wurden dank Fischtreppen durchgängig.

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Bald wieder Lachse in der Schweiz? / ©: Michel Roggo

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Werden Sie aktiv: Der WWF lanciert gemeinsam mit andern Umweltverbänden einen internationaler Appell mit dem Ziel, den Rhein für den Lachs wieder durchgängig zu machen. Die Petition richtet sich vor allem an die Umweltminister von Frankreich. Bis 2020 sollen die acht Kraftwerke der französischen Électricité de France zwischen Strassburg und Basel für den Lachs passierbar gemacht werden – damit dem Wanderfisch bei seiner Rückkehr vom Atlantik in die Alpenflüsse nichts mehr im Wege steht.

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  • Nachhaltige Wasserkraft unabdingbar

    Langdistanz-Wanderfische wie der Lachs leiden besonders unter Querbauten, der Begradigung und Verbauung der Fliessgewässer. Haupthindernisse für eine erfolgreiche Rückkehr und den Aufbau einer selbsterhaltenden Lachs-Population in der Schweiz sind die nicht nachhaltige Nutzung der Wasserkraft, der eingeschränkte Geschiebetrieb und mangelnde Laichplätze.

    Dank Bund, Kantonen und Verbänden erste Erfolge

    Zufällig durch Schiffschleusen, aber nicht ganz unerwartet hat der in Basel im Oktober 2008 gefangene Lachs seinen Weg zurück in die Schweiz gefunden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land und Aargau haben in den letzten Jahren zusammen mit Fischereiverbänden grosse Anstrengungen unternommen, um den Lachs in der Schweiz wieder anzusiedeln und seinen Lebensraum aufzuwerten. Das BAFU koordiniert das Lachs-Besatzprogramm in den Kantonen Basel und Aargau. Die Kantone sorgen dafür, dass bestehende Wanderhindernisse fischgängig werden und haben erste Gewässerabschnitte bereits revitalisiert. Dies mit Erfolg: 2012 wurden in der Fischtreppe bei Rheinfelden zwei Lachse gefangen.

  • Lachs in Frankreich gestoppt

    Der Lachs ist eine zugkräftige Leitart gesunder Flüsse. Dank internationalen Anstrengungen ist die Wiederansiedlung des Lachses im Einzugsgebietes des Rheins in Deutschland geglückt. Heute verhindern noch wenige Wehre französicher Kraftwerke (EdF) im Oberrhein die Rückkehr des Lachses in die Schweiz. Sie müssen in absehbarer Zeit fischgängig gemacht werden. Damit steht der Weg in die Schweiz bald offen. Der WWF will zusammen mit Partnern den Lachsen den Weg in die Aare und deren Zuflüsse ermöglichen.

    Die Vision: Der Lachs kehrt in die Schweiz zurück. Im Rhein, in der Aare und geeigneten Zuflüssen schwimmen junge natürlich geborene Lachse. Die Rückkehr der Lachse begeistert die Schweiz und löst weitere Revitalisierungsprogramme aus.
  • Meilensteine des Lachs-Comeback

    Grundlagen: Der WWF hat Grundlagen und Geschichten zur historischen Verbreitung zusammen getragen und eine umfassende Studie zum Potential für die Rückkehr des Lachs in Rhein, Aare und deren wichtigsten Zuflüssen erstellt. Eine detaillierte Beurteilung der Wanderhindernisse ist in Arbeit.

    Aktionsplan: Die Studien bilden die Grundlage für den Aktionsplan Lachs COMEBACK. Gemeinsam mit den wichtigsten Partnern (BAFU, Kantonale Behörden, Forschung, Kraftwerksbetreiber, Verbände und Sponsoren) soll ein Massnahmenplan entwickelt werden, der die einzelnen Realisierungsschritte aufzeigt und die Prioritäten festlegt. Der Aktionsplan soll von allen wichtigen Partnern getragen werden.

    Umsetzen, umsetzen, umsetzen: Prioritäre Teilprojekte werden koordiniert umgesetzt. Der WWF initiiert gemeinsam mit Partnern Projekte und begleitet deren Umsetzung mit Öffentlichkeitsarbeit. Nebst eigentlichen Revitalisierungsprojekten wird ein besonderes Augenmerk auf den Fischabstieg bei Kraftwerken gelegt.  Zudem betreibt der WWF Fundraising für ausgewählte Projekte, um möglichst viele Flusskilometer «lachstauglich» zu machen.
  • Artikel über den Lachs in der Schweiz


  • Der Lachs: Ein Fisch kehrt zurück

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