Herdenschutzhunde / ©: Michel Gunther / WWF-Canon

Hirtenhilfe

Seit 2009 bildet der WWF Schweiz freiwillige Hirtenhilfen aus. Ziel ist es, Hirten zu unterstützen, deren Vieh durch Grossraubtiere geschädigt werden könnte. 2013 führte die Vereinigung für ökologische und sichere Alpbewirtschaftung (VösA) dieses Pionierprojekt im Auftrag des WWF durch und ist seit 2014 vollständig verantwortlich für das Projekt.
Das Ziel des Projekts bleibt dasselbe: Die Akzeptanz gegenüber Grossraubtieren in den betroffenen Regionen soll über konkrete Hilfeleistung verbessert werden. Hirten-Hilfen bieten Entlastung, wo es wegen Grossraubtieren oft bedeutenden Mehraufwand gibt und leisten damit einen solidarischen Beitrag an die Betroffenen.

Effizienter Herdenschutz nötig

Die Wiederbesiedlung der Schweiz durch Luchs, Wolf und Bär hat für die landwirtschaftlich tätige Bevölkerung problematische Auswirkungen: Vor allem Schafe und Ziegen im Sömmerungsgebiet sind in unmittelbarer Gefahr. Ein effizienter Herdenschutz vermindert die Zahl der Angriffe und Risse durch Grossraubtiere deutlich. Zudem bringt die traditionelle Behirtung Vorteile für die ökologische Qualität von Weiden und Bergwäldern. Herdenschutzmassnahmen sind unter Tierhaltern jedoch nicht überall beliebt, da sie mit grösserem Arbeitsaufwand, mit Konflikten und mit höheren Kosten verbunden sind.

Kontakt

Das können Sie tun

Herdenschutz: Hilfe gefragt

Nach einem Einführungskurs auf der Alp leisten die Freiwilligen konkrete Einsätze auf Schaf- und Ziegenalpen und unterstützen dabei den Hirt oder den Schafhalter. Ihre Rolle ist es, auf der Alp bei der täglichen Arbeit zu helfen und die Umsetzung der Herdenschutzmassnahmen zu erleichtern. Dies bedeutet je nach Alp, Schafe oder Ziegen mit oder ohne Herdenschutzhunden zu hüten, Touristen in sensiblen Gebieten auf Herdenschutzhunde aufmerksam zu machen und über Herdenschutz aufzuklären oder beim aufwändigen Zäunen zu helfen.

Ein unvergessliches Erlebnis

Sternenhimmel in den Bergen, lange Wanderungen in grossartiger Landschaft - die Einsatzleistenden erleben sowohl die Schönheiten wie auch die Schwierigkeiten des Hirtenlebens. Als Hirten-Hilfe zu arbeiten, bedeutet etwas Nützliches zu tun und mitzuhelfen, eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Ganz bestimmt erleben Sie dabei eine unvergessliche Zeit!

Erfolgreiches Projekt

Ziel jedes WWF-Projekts ist die Überführung in eine unabhängige Trägerschaft. Warum? Der WWF handelt vorausschauend und initiiert Umwelt-Projekte oft in einem schwierigen Umfeld. Damit neue Projekte in Angriff genommen werden können, müssen erfolgreiche Projekte in die Unabhängigkeit entlassen werden. Nicht immer wird dafür ein passender Partner gefunden. Beim Projekt „Freiwillige Hirtenhilfen“ ist dies aber gelungen. Bruno Zähner, Präsident und Geschäftsleiter der VösA (Verein für ökologische und sicher Alpbewirtschaftung) ist selbst professioneller Schafhalter und Alpmeister. Er garantiert mit seinem Team, dass die Hirten-Hilfen in Zukunft noch praxisnäher ausgebildet und eingesetzt werden.

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vor 3 Stunden @WWF_Schweiz

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