Wolf
Wölfe haben je nach Verbreitungsgebiet eine deutlich unterschiedliche Fellfärbung (sogar schwarz und weiss). In Europa ist das Wolfsfell grau bis bräunlich.
Der Wolf wird zwischen 100 und 160 cm lang und hat eine Schulterhöhe von 50 bis 100 cm. Der Europäische Wolf wiegt 28 bis 38 kg, während der nordamerikanische Wolf bis zu 80 kg schwer sein kann.
Wölfe sind soziale Tiere und leben in Rudeln mit starken Bindungen. Zum Wolfsrudel gehören neben den Eltern und ihren Welpen meist auch Nachkommen aus dem Vorjahr bis zu ihrer Geschlechtsreife. Jedes Rudel besitzt ein Revier. Der Wolf jagt bevorzugt Rehe, Wildschweine, Hirsche und Elche. Daneben stehen auch Kleinsäuger, Insekten, Vögel, Reptilien, Früchte und Aas auf seinem Speiseplan. Wölfe erbeuten auch Haustiere wie Schafe und Ziegen, wenn diese ungeschützt sind.
Wölfe sind soziale Tiere und leben in Rudeln mit starken Bindungen. Zum Wolfsrudel gehören neben den Eltern und ihren Welpen meist auch Nachkommen aus dem Vorjahr bis zu ihrer Geschlechtsreife. Jedes Rudel besitzt ein Revier. Der Wolf jagt bevorzugt Rehe, Wildschweine, Hirsche und Elche. Daneben stehen auch Kleinsäuger, Insekten, Vögel, Reptilien, Früchte und Aas auf seinem Speiseplan. Wölfe erbeuten auch Haustiere wie Schafe und Ziegen, wenn diese ungeschützt sind.
Der Wolf
-
Der Wolf
© SUTTTERWolf auf Streifzug.
-
Der Wolf
© Chris Martin Bahr / WWF-CanonWolf (Canis lupus)
-
Der Wolf
© Chris Martin Bahr / WWF-CanonWolf (Canis lupus)
-
Der Wolf
© WWF/Zimen E. Wolf -
Der Wolf
© Asegeir Helgestad / naturepl.comEuropäischer Wolf
-
Der Wolf
© WWF / KLEIN & HUBERTGrauwolf (Canis lupus) im Schnee. Vereinigte Staaten von Amerika.
-
Der Wolf
© WWF-Canon / Roger LeGUENWolf (Canis lupus). Wolf (Canis lupus) Wolf im Schnee, Nationalpark ...
-
Schweizer Wolfspolitik im Abseits
27.11.2012 Die Schweiz blitzt in Strassburg ab – eine Aufweichung des Wolfschutzes steht in Europa nicht zur Debatte. Der Antrag der Schweiz wurde klar abgelehnt. Mit dem heutigen Nein des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention bleibt der Wolf nach wie vor auch in der Schweiz streng geschützt. Die EU hatte sich dagegen ausgesprochen, obwohl in Ländern wie Frankreich viel mehr Wölfe leben. Allerdings hatte das Schweizer Parlament schon im Voraus beschlossen, dass der Bund in diesem Fall die Konvention aufkündigen soll. „Nach dem deutlichen Verdikt muss sich die Schweiz nun gut überlegen, ob sie tatsächlich wegen einem Dutzend Wölfen eine international bewährte Konvention aufkündigen will. Dieses Abkommen schützt seit über dreissig Jahren Hunderte von Pflanzen und Tieren in ganz Europa“, sagt Kurt Eichenberger, Grossraubtier-Experte beim WWF Schweiz.
Nachwuchs am Calanda
06.09.2012 Die seit längerem am Calanda beheimateten Wölfe haben Nachwuchs bekommen. Zwei unabhängige Beobachtungen bestätigten die Spekulationen um eine Wolfsfamilie in der Gegend. Experten schätzen, dass es sich um drei Welpen im Alter von drei Monaten handelt. Die Aufnahmen einer Fotofalle sind nun der erste gesicherte Nachweis eines Wolf-Familienrudels in der Schweiz seit der Rückkehr dieses Grossraubtieres.
-
Der soziale Jäger
Wissenschaftlicher Name: Canis lupus
Lebensraum
Unterschiedlichste klimaunabhängige Lebensräume: von der baumlosen Tundra über Wälder bis zu Steppen und Wüstengebiete, sumpfige Niederungen und Hochgebirge in Kanada, Alaska, Nordamerika, Asien und Europa
Bestandsgrösse
Weltweit: weniger als 200000 Tiere; Europa ausser Russland: zwischen 10 000 und 20 000 Individuen Schweiz: etwa 17 Individuen, (Stand 2012)
Trend: stabil
Gefährdungsstatus
IUCN: nicht gefährdet
CITES: Anhang I (Populationen in Bhutan, Indien, Nepal, Pakistan), Anhang II (alle anderen Populationen)
Berner Konvention: Anhang II (streng geschützt) -
In Westeuropa wurde er ausgerottet
Ursprünglich war der Wolf unter den Landsäugern der Neuzeit das Tier mit der grössten weltweiten Verbreitung. Er bevölkerte die gesamte nördliche Halbkugel nördlich des 15. Breitengrades. Die Konkurrenz zwischen Mensch und Wolf um Beutetiere und Lebensraum hat die Ausrottung des Wolfes in weiten Gebieten Nordamerikas und Eurasiens bewirkt. Während der Wolf im Osten und Süden Europas überlebt hat, wurde er in Westeuropa im 19. Jahrhundert ausgerottet. Aus dem schweizerischen Mittelland ist der Wolf bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts verschwunden. Am nördlichen Alpenrand konnte er sich bis gegen 1830 halten und südlich der Alpen und im Jura bis 1871. Einzelne Wölfe unbekannter Herkunft sind auch im vergangenen Jahrhundert in der Schweiz erlegt worden.
Anfangs der Siebziger Jahre schätzten Experten den Wolfsbestand in Italien auf etwa 100 Tiere. Dank gesetzlichem Schutz ab 1976, dem Verbot von Giftködern, der Zunahme der Beutetiere und gezielter Informationsarbeit hat der Wolf sein Verbreitungsareal in Italien seither verdoppelt und seinen Bestand vervierfacht. 1985 wurden Wölfe erstmals in der Gegend von Genua beobachtet. 1992 erfolgte der erste offizielle Nachweis von Wölfen in den französischen Alpes Maritimes. In den französischen Alpen etablierte sich seit den 1990er Jahren eine Population von geschätzte 150-200 Tieren. Diese Entwicklung führte dazu, dass Wölfe seit 1995 von Süden her in die Schweiz einwanderten. Trotz der hohen Mobilität der Wölfe kann der Verlust und die Zerstückelung ihres Lebensraumes ihre genetische Vielfalt und den Aufbau einer Population negativ beeinflussen. Wölfe fallen auch immer wieder dem Verkehr zum Opfer.
Seine Rückkehr erfordert Toleranz
Die grösste Gefahr ist aber auch heute noch die Bejagung durch den Menschen, obwohl der Wolf in der Schweiz und in vielen Ländern Europas streng geschützt ist. Die Rückkehr der Wölfe führt zu Konflikten mit den Interessen des Menschen. Das Zusammenleben mit dem Grossraubtier Wolf erfordert Toleranz und den Willen, sich anzupassen. Dies betrifft vor allem die derzeitige Form der Schafhaltung, bei der die Tiere – im Gegensatz zu Jahrhunderte alten Traditionen – ohne Schutz auf den Alpen weiden. Ungeschützte Haustiere sind für den Wolf geradezu eine Einladung, da sie leichter zu erbeuten sind als Wildtiere. Für den Menschen bedeuten Wölfe keine Gefahr. Sie sind scheue Tiere und meiden Menschen und Gefahren. -
Information und Herdenschutz
Seit der ersten Einwanderung von Wölfe in der Schweiz engagiert sich der WWF für ein konfliktfreies Zusammenleben zwischen Menschen und Wolf. So setzt sich der WWF in seinem Herdenschutzprojekt für präventive Schutzmassnahmen ein. Für den Schutz von Nutztieren helfen Elektrozäune, Herdenschutzhunde oder Herdenschutzesel. Heute nutzen viele Schaf- und Ziegenhalter die Erfahrungen und Erkenntnisse des WWF. Momentan geht es darum, den z.B. lokal im Kanton Graubünden betriebenen Herdenschutz auf den gesamten Alpenraum auszudehnen.
Herdenschutzmassnahmen stossen bei einigen Tierhaltern aufgrund des grösseren Betreuungsaufwands auf Widerstand. Um die Hirten zu unterstützen, bildet der WWF jährlich freiwillige Hirten-Hilfen aus, die im Sommer einen zweiwöchigen Einsatz leisten.
Mit Tipps für Wanderer und Biker hilft der WWF ausserdem, Konflikte zu vermeiden.
Nur mit internationaler Kooperation kann sich der Wolf im ganzen Alpenbogen langfristig etablieren. Deshalb entwickelt das WWF Alpenprogramm eine länderübergreifende Strategie zum Schutz der Wolfbestände. Auch auf der politischen Ebene setzt sich der WWF für einen besseren Schutz des Wolfes und für die Herdenschutz ein.




























Grossraubtiere in der Schweiz
«200 Wölfe bis 2020 prognostiziert» (10 vor 10)