Herdenschutzhund im Münstertal (GR) / ©: WWF/Walter Vetterli

Herdenschutzprojekt

In den Schweizer Alpen sömmern jährlich 250 000 Schafe und etwa 20 000 Ziegen. Für ein friedliches Nebeneinander von Menschen und Grossraubtieren ist ihr Schutz wichtig.
Über den eigentlichen Schutz des Viehs hinaus sorgen Behirtung und Schutz von Herden dafür, dass Wiesen und Weiden massvoll und zum richtigen Zeitpunkt genutzt werden. Ausserdem minimiert sich die Krankheits-Übertragung von Kleinvieh auf Wild und der Wald wird vom Verbiss durch Nutztiere geschützt.

Der WWF Schweiz ist seit 2001 mit verschiedenen Projekten aktiv, bei denen es mittlerweile vor allem um die qualitative Verbesserung und die Akzeptanz des Herdenschutzes geht. Seit 2009 bietet das Freiwilligenprogramm Hirtenhilfe eine konkrete Unterstützung auf der Alp an. Seit 2010 ist zudem die Winterpension und Ausleihstation für Herdenschutzhunde in der Zentralschweiz eröffnet.

Der WWF setzt sich für die Vermeidung von Konflikten zwischen Touristen, Einheimischen und Herdenschutzhunden ein. Gemeinsam mit der Nationalen Koordinationsstelle für Herdenschutz hat der WWF eine Website entwickelt, auf der Wanderer und Biker die aktuell geschützten Alpen finden – dies erleichtert die Tourenplanung. Auch finden sich dort Verhaltenstipps zu Herdenschutzhunden.

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