Herdenschutzhund im Münstertal (GR) / ©: WWF/Walter Vetterli

Herdenschutzprojekt

Der WWF setzt sich dafür ein, dass Wolf, Luchs und Bär langfristig in der Schweiz überleben können. Für ein friedliches Nebeneinander von Menschen und Grossraubtieren ist insbesondere der Schutz der in den Alpen sömmernden Schafe und Ziegen notwendig.
Über den eigentlichen Schutz des Viehs hinaus sorgen Behirtung und Schutz von Herden dafür, dass Wiesen und Weiden massvoll und zum richtigen Zeitpunkt genutzt werden. Ausserdem minimiert sich die Krankheits-Übertragung von Kleinvieh auf Wild und der Wald wird vom Verbiss durch Nutztiere geschützt.

Der WWF Schweiz ist seit 2001 mit verschiedenen Projekten aktiv, bei denen es mittlerweile vor allem um die qualitative Verbesserung und die Akzeptanz des Herdenschutzes geht. Seit 2009 bietet das Freiwilligenprogramm Hirtenhilfe eine konkrete Unterstützung auf der Alp an. Seit 2010 ist zudem die Winterpension und Ausleihstation für Herdenschutzhunde in der Zentralschweiz eröffnet.

Der WWF setzt sich für die Vermeidung von Konflikten zwischen Touristen, Einheimischen und Herdenschutzhunden ein. Gemeinsam mit der Nationalen Koordinationsstelle für Herdenschutz hat der WWF eine Website entwickelt, auf der Wanderer und Biker die aktuell geschützten Alpen finden – dies erleichtert die Tourenplanung. Auch finden sich dort Verhaltenstipps zu Herdenschutzhunden.

Projektbilanz

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  • Für ein friedliches Nebeneinander
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  • Das im Bündner Calandamassiv beheimatete Wolfspaar hat bereits zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen. Die insgesamt neun Jungtiere der Jahrgänge 2012 und 2013 bestätigen die erfolgreiche Arbeit des WWF zum konfliktfreien Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf.

     

  • ZIEL 2013-2016

    Dank geeigneter Information und konflikt-mindernder Massnahmen befürworten eine Mehrheit von Landwirten und Jägern im Alpenraum die Präsenz von Grossraubtieren.
    • Anzahl ungerechtfertigter Abschüsse von Grossraubtieren.

    ZIELE 2012/2013

    1. Das Projekt „Hirtenhilfen“  wird zukünftig selbständig und mit  abnehmendem Engagement des WWF Schweiz weitergeführt.
    2. Keine ungerechtfertigten Abschüsse von Grossraubtieren.
    3. Der WWF legt ein Konzept zur Ausbreitung des Luchs im Tessin vor.
    Indikatoren:
    • Höhe des Ressourceneinsatzes des WWF
    • Anzahl der unrechtmässigen Abschüsse 
    • Ein von Partnern unterstütztes Luchs-Konzept liegt vor

  • ZIELE 2013-2016

     

    Akzeptanz in der Schweiz 

    Die Akzeptanz der Grossraubtiere in der Schweiz ist noch nicht ausreichend, wie der Abschuss des Bären M13 gezeigt hat. Es zeigt sich jedoch, dass dort wo intensiv an der Vermeidung von Konflikten zwischen Mensch und Tier gearbeitet wird, der Schutzstatus der Tiere (z.B. die Wölfe am Calanda) gewährleistet werden kann.
         

    ZIELE 2012/2013

     

    Schutzstatus

    Nach der erfolgreichen Initiierung des WWF-Projekts Hirtenhilfe wurden in den letzten vier Jahren 1000 Einsatztage geleistet, 67 Ausbildungen abgeschlossen und auf 50 Schweizer Alpen wurden Hirten unterstützt. Anfangs 2013 konnte das erfolgreiche Projekt an die VösA (Vereinigung für ökologische und sichere Alpbewirtschaf-tung) übergeben werden.
         
     

    Ungerechtfertigte Abschüsse

    Das Ziel, dass keine der schützenswerten Tiere ungerechtfertigt abgeschossen werden sollen, wurde durch den Abschuss des Bären M13 nicht erreicht.
         
     

    Ausbreitung des Luchses

    Das Projekt wurde vorerst zurückgestellt. Es wird abgeklärt, ob das Projekt zukünftig im Rahmen einer gesamtalpinen Vision bearbeitet wird.

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