Wanderalbatros
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Reisender der Lüfte
Wissenschaftlicher Name:
Diomedea exulans
Lebensraum:
Südliche Halbkugel: Wanderalbatrosse verbringen den grössten Teil ihres Lebens über dem Meer. Brutstätten im Südpolarmeer auf abgelegenen Inseln. Z.B. Macquarie-Insel, Crozet-Inseln und Kerguelen Inseln, Prince-Edward-Inseln und in Südgeorgien.
Gefährdungsstatus:
IUCN: gefährdet
CITES: Anhang II
Bestandsgrösse:
27 600 (Schätzung), Trend abnehmend
Mit seinem Körpergewicht von bis zu 12 kg, der Flügelspannweite von durchschnittlich 3.2 m und einer Länge von etwas 1.25 m gehört der Wanderalbatros zu den grössten flugfähigen Vögeln weltweit. Seine Flüge sind legendär: Auf der Suche nach Nahrung umrunden die Albatrosse monatelang den Erdball. Über 80 Prozent seines ganzen Lebens verbringt der Wanderalbatros über dem Meer. Seine Flugtechnik ist äusserst energiesparend: Er gleitet wie ein Segelflieger mit dem Wind. Das spart Muskelkraft.
Albatrosse finden ihre Beute hauptsächlich mit Hilfe ihres Geruchsinns, was für Vögel eher ungewöhnlich ist. Ihre bevorzugte Beute sind Tintenfische, Fische und Krill. Wanderalbatrosse sind auch bekannte Begleiter von Schiffen, wenn diese ihren Fischabfall über Bord werfen.
Albatrosse brüten an ihrem Geburtsort. Brutpaare der Wanderalbatrosse bleiben sich ein Leben lang treu. Geeignete Brutplätze sind meistens kleine Inseln mit grasbewachsenen Hängen. Felsige Küsten sind wegen der Start- und Landeschwierigkeiten eher ungeeignet. Wanderalbatrosse sind zwar hervorragende Flieger, doch brauchen sie einen langen Anlauf, bis sie abheben können. Auch die Landung ist immer ein gefährliches Unterfangen, bei dem gelegentlich Tiere verunfallen.
Das Weibchen legt ein einziges Ei, danach dauert es 80 Tage bis ein Junges schlüpft. Während dieser Zeit wechseln sich die Eltern beim Brüten ab. Ist das Albatrosküken einmal geschlüpft, so bleibt es für die nächsten 11 Monate im Nest. Während dieser Zeit versorgen es beide Elternteile vor allem mit Fischöl. Albatrosse können bis zu 60 Jahre alt werden. -
Beifang: Gefahr für die Albatrosse
Von den 22 von der IUCN anerkannten Albatros-Arten sind 17 gefährdet, 3 davon vom Aussterben bedroht. Die Zahl der Albatrosse hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen und die kleinen Geburtenzahlen können diesen Verlust nicht mehr auffangen. Früher wurden Albatrosse wegen ihren Federn und Knochen sowie zu Nahrungszwecken gejagt.
Heute stellt die wohl grösste Bedrohung für die Bestände der Albatrosse der Beifang dar, verursacht durch die Langleinenfischerei. Bei der Langleinenfischerei wird eine bis 130 km lange Hauptleine mit Tausenden von Ködern an Nebenleinen ins Meer gelassen. Als Köder werden Fischabfälle, Makrelen oder auch Tintenfische verwendet. Während des Setzens schwimmt die Leine mit den Ködern an der Wasseroberfläche und zieht damit Seevögel an. Diese schlucken den Köder, verhaken sich und ertrinken beim Absinken der Leine. Laut Experten sterben jedes Jahr mehr als 100 000 Albatrosse durch den Langleinenfischfang.
Eine weitere Bedrohung sind die vom Menschen eingeschleppten Kleinsäuger auf den Brutinseln. Ratten und Mäuse fressen die Albatroseier, verwilderte Katzen fressen Albatrosküken und Kaninchen zerstören ganze Brutgebiete mit ihren Bauten.
Zudem verenden immer mehr Meeresvögel wegen der dramatischen Zunahme von Plastikabfällen im Meer. Für die Vögel ist es unmöglich, irrtümlich aufgenommenes Plastik zu verdauen. Sie sterben an den Folgen von Vergiftungen. Zudem füttern Albatros-Eltern ihre Jungen vermehrt mit Plastik. Dieser Irrtum führt unweigerlich zum Tod des Kükens. -
Schutzgebiete für die ausdauernden Flieger
Der WWF setzt sich in den entsprechenden Gebieten insbesondere für schonende Fischereimethoden und Schutzgebiete ein. Als Teil der neuseeländischen «Southern Seabird Solutions» engagiert sich der WWF beispielsweise gemeinsam mit Vertretern der Fischereiindustrie und der Regierung gegen den Beifang.
Daneben fördert der WWF durch intensive Verhandlungen mit den Regierungen die Errichtung von Meerschutzgebieten. Mit 180 000 km2 wurde nach jahrelangen Verhandlungen mit der südafrikanischen Regierung beispielsweise das weltweit viertgrösste Meerschutzgebiet eingerichtet. In diesem Gebiet leben fünf Albatros-Arten. Ferner hilft der WWF auch, die Brutinseln der Albatrosse von Schädlingen wie Ratten, Kaninchen und Mäusen zu befreien.
Wanderalbatross
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Wanderalbatross
© Heiner KubnyWanderalbatros, Diomedea exulans.
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Wanderalbatross
© Fritz Pölking / WWFWandering albatross (Diomedea exulans) Diomedea exulans Wandering ...
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Wanderalbatross
© Peter DIAMOND / WWF-CanadaPelagische Langleine.
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© Gilbert van Ryckevorsel / WWF - CanadaLangleinenfischerei auf Kabeljau, Canada



























Verschmutzung der Meere