Politisches Engagement / ©: Bildungszentrum WWF / WWF-Switzerland

Politisches Engagement

Die Schweiz ist eine alte Demokratie, die sich immer wieder erneuern muss. Umweltthemen stellen dabei im 21. Jahrhundert eine grosse Herausforderung für die Eidgenossenschaft dar. Der WWF engagiert sich deshalb auch politisch für die Zukunft der Schweiz und der Erde.
Die Politik setzt häufig gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen, welche die Umwelt direkt beeinflussen. Diese will der WWF aktiv mitgestalten. Der WWF engagiert sich politisch auf verschiedenen Ebenen:
  • Der WWF verfolgt die politischen Geschäfte, sowohl auf Gemeinde- und Kantonsebene, als auch auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Der WWF informiert sich über aktuelle Debatten und nimmt Stellung dazu.
  • Der WWF verfügt bei Umweltthemen über fundiertes Fachwissen und versorgt Politikerinnen und Politiker mit Informationen und Hintergründen.
  • Um das Wissen zu verbreiten und Kräfte zu bündeln, bildet der WWF auch Netzwerke und Koalitionen.
  • Den Bürgerinnen und Bürger bietet der WWF ebenfalls Hintergrundwissen zu politischen Themen an, gibt Abstimmungsempfehlungen ab und stellt Wahlinformationen zusammen.
  • Der WWF bringt gemeinsam mit Partner auch neue Themen und Vorstösse hervor, etwa in Form einer Volksinitiative.

Themen des WWF

Die folgenden Schwerpunkte zeigen exemplarisch, für was sich der WWF politisch engagiert. Zu den Sessionen gibt der WWF zusammen mit seinen Partnern dem Stände- und Nationalrat stets Empfehlungen ab. Diesen finden Sie im Bereich «Weiterführende Informationen».

Werden Sie jetzt aktiv

Revision des Umweltschutzgesetzes (Grüne Wirtschaft)

Die Art und Weise wie in der Schweiz heute gewirtschaftet und konsumiert wird, führt zu einer Übernutzung der natürlichen Ressourcen. Um die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen zu erhalten und die Rohstoffversorgung unserer Wirtschaft auch in Zukunft zu sicher, müssen wir schonender und effizienter mit unseren Ressourcen umgehen. Es ist deshalb an der Zeit, dass die Wirtschaft umweltverträglicher wird.

Um dies zu erreichen, engagiert sich der WWF für eine Senkung der Umweltbelastung von Produktion und Konsum und für geschlossene Stoffkreisläufe. Die geplante Revision des Umweltschutzgesetzes geht diese Probleme an und wird deshalb vom WWF unterstützt. >>weiterlesen
Aktuell: Die Revision des Umweltschutzgesetzes ist der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrats zur Volksinitiative für eine grüne Wirtschaft. Dabei werden, gemeinsam mit den relevanten Branchen, Lösungen für mehr Nachhaltigkeit von Produktion und Konsum gesucht. Kernelement der Vorlage sind die erprobten und erfolgreichen freiwilligen Branchenvereinbarungen. Im Herbst 2014 berät die Kommission für Umwelt Raumplanung und Energie (UREK) des Ständerates über die Revision des Umweltschutzgesetzes. Danach kommt die Vorlage voraussichtlich im Winter ins Plenum des Ständerrats. Der WWF hofft, dass die Vorlage im parlamentarischen Prozess nicht verwässert wird und einige Verbesserungen vorgenommen werden.
Gebäudesanierung und Installation Solaranlage / ©: Marcel Ruchti / Holzimpuls / WWF-Switzerland
Grüne Wirtschaft
© Marcel Ruchti / Holzimpuls / WWF-Switzerland

Klima- & Energiepolitik

Die Klimaerwärmung bedroht unsere Umwelt. Doch die Schweiz bleibt passiv. Die unterschriebenen Klimaschutzziele wird unser Land so verpassen. Der WWF setzt sich auf allen Stufen für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik ein – sowohl national als auch international. >>weiterlesen
Aktuell: Im Anschluss an das Vernehmlassungsverfahren wurde vom Bundesrat ein erstes Massnahmenpakte zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 ausgearbeitet. Hierfür hat der Bundesrat Anfang September 2013 einen Revisionsentwurf des Energiegesetzes dem Parlament zur Beratung überwiesen. Der Nationalrat wird voraussichtlich im Dezember 2014 über die Vorlage befinden.
 / ©: Wim van Passel / WWF-Canon
Beim Klimaschutz dürfen wir nicht mehr zögern.
© Wim van Passel / WWF-Canon

Landwirtschaftspolitik

Der WWF setzt sich für eine produktive und umweltfreundliche Schweizer Landwirtschaft ein, welche die natürlichen Werte und eine vielfältige Landschaft fördert und den Einsatz umweltschädlicher Hilfsmittel minimiert. >> weiterlesen

Aktuell: In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt. Deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Lebensräume sind bedrohlich. Ende November 2013 legten die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife und WWF dem Bundesrat eine Anleitung zur Pestizidreduktion vor und fordern ihn zur Ausarbeitung und Umsetzung eines griffigen nationalen Pestizidreduktionsplans auf. Die Quintessenz daraus: Der Bund muss Reduktionsziele festlegen, besonders gesundheits- und umweltgefährdende Pestizide verbieten und den Einsatz von alternativen Pflanzenschutzmethoden vorantreiben.
 / ©: flickr.com
Die Schweiz braucht eine umweltfreundliche Landwirtschaftspolitik.
© flickr.com

Biodiversitätspolitik

Täglich wird in der Schweiz eine Fläche von zehn Fussballfeldern zubetoniert: Natürliche Lebensräume müssen Strassen und Überbauungen weichen. In der Schweiz sind heute nur knapp 10 Prozent der Landesfläche geschützt. Das ist zu wenig, findet der WWF.>>weiterlesen
Aktuell: Unter dem Deckmantel der Energiewende versucht die Parlamentarischen Initiative „Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission und ihre Aufgabe als Gutachterin“
(Ständerat Eder) die Schutzgebiete zu schwächen. Nicht nur soll
das Schutzniveau massiv gesenkt werden, sondern auch dessen
Durchsetzung erschwert werden. Statt mehr Erneuerbare Energie
gäbe es mehr Einkaufszentren, Hafenanlagen, Überbauungen, etc.
Solche wunderschönen Trockenwiesen können Dank Ihrem Einsatz erhalten bleiben / ©: Yannick Andrea / WWF
Die Alpen gehören zu den artenreichsten Regionen der Welt.
© Yannick Andrea / WWF

Gewässerschutz

Keine Lebensräume sind in der Schweiz so stark beeinträchtigt wie die entlang von Flüssen und Bächen. Der WWF hat sich deshalb für das revidierte Gewässerschutzgesetz stark gemacht. >>weiterlesen
Aktuell: Obwohl das Gewässerschutzgesetz erst kürzlich verabschiedet wurde, wird es bereits wieder angegriffen. So soll der wichtige Gewässerraum bei Fliessgewässern (keine Pestizide, Düngung, Verbauung) nicht wie versprochen festgelegt werden. Ein erster Angriff wurde glücklicherweise vom Ständerat grossmehrheitlich abgelehnt.
Smaragdgebiet Doubs - St. Ursanne (Jura) / ©: Kurt Eichenberger
Smaragdgebiet Doubs - St. Ursanne (Jura)
© Kurt Eichenberger

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Zitat zum Sonntag: ʺMan kann nicht jeden Tag etwas Grosses tun, aber gewiss immer etwas Gutes.ʺ (Sprichwort)
vor 14 Stunden @WWF_Schweiz

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