WWF Schweiz sagt Nein zum NAF

12 Januar 2017
Der WWF Schweiz lehnt die Schaffung eines Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF) ab und empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, an der Abstimmung vom 12. Februar ein Nein in die Urne zu legen.

Mit dem NAF werden milliardenschwere Investitionen in den Strassenbau fliessen. Ökologischere und zukunftsträchtige Formen der Strassenfinanzierung wie z.B. Mobility Pricing verhindert der NAF. Der Schweiz droht mit der Schaffung dieses Fonds eine Strassenbauoffensive wie in den 1960er Jahren. Der NAF zerstört die Umwelt, ohne die Verkehrsprobleme zu lösen.
Mehr Strassen führen zu mehr Autoverkehr und dieser belastet die Umwelt. Es entstehen dadurch zusätzliche externe Kosten, die bereits heute jährlich rund 6.5 Milliarden Schweizer Franken ausmachen. Der NAF bietet zudem Elektroautofahrer stärker zur Kasse als herkömmliche Autofahrer.

Der WWF ist überzeugt, dass Nationalstrassen und der Agglomerationsverkehr ohne Verfassungsänderung und nach dem Verursacherprinzip finanziert werden sollten, und nicht durch noch mehr öffentliche Gelder. Die bestehende Infrastruktur gilt es besser zu nutzen. Der NAF ist für den WWF ein unnötiger Raubzug auf die Bundeskasse.
 
Kontakt:
 
Myriam Stucki, Kommunikationsbeauftragte Klima & Energie, +41 76 552 18 28, myriam.stucki@wwf.ch

 
Verkehr
© WWF-Canon / Michel GUNTHER

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