02. April 2022 — Medienmitteilung

Lausanne auf Platz eins beim WWF-Klimawettbewerb

Sieben Schweizer Städte haben an der weltweiten «One Planet City Challenge» (OPCC) des WWF teilgenommen. Der WWF hat ihre Klimastrategien und die Massnahmen unter die Lupe genommen. Lausanne, Zürich und Basel ziehen nun in das internationale Finale.

©
Stadt
  • Lausanne, Basel, Zürich, Delémont, St. Gallen, Thun, Bern: Zum ersten Mal haben sieben Schweizer Städte von global 280 an der OPCC teilgenommen. Lausanne obsiegt innerhalb der Schweiz, beispielsweise durch bemerkenswerte Baumpflanzaktionen oder dem Ziel, bis 2030 im Verkehr kein CO2 mehr auszustossen. Lausanne, Zürich und Basel, die drei Erstplatzierten, müssen sich im Mai mit den anderen internationalen Finalistinnen messen.
  • Die Städte rapportierten detailliert zu diesen sieben Bereichen: Ziel für die CO2-Reduktion; Ziel für die Anpassungen an die Klimaerhitzung; Massnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstosses; Massnahmen zur Anpassung an der Klimaerhitzung; Transparenz der Berichterstattung; Evaluation der Klimarisiken; politischer Auftrag.

  • Der WWF lobt die Teilnahme, welche die Transparenz im Klimaschutz fördert. Städte sollen voneinander lernen, bewährte Praktiken übernehmen. Zudem sind diese Resultate eine wichtige Momentaufnahme, um herauszufinden, in welchen Kategorien es noch mehr Effort von den Städten braucht. Und wo der Bund aufgefordert ist.

Patrick Hofstetter, Klimaschutzexperte beim WWF Schweiz

«In Bundesbern ist die Klimapolitik ins Stocken geraten. Angesichts dieser Untätigkeit ist es umso wichtiger, dass Städte Verantwortung und eine Führungsrolle übernehmen. Die Anstrengungen dieser Städte zeigen, dass Klimaschutz vor allem dezidierten politischen Willen braucht.»

«Mehr als 8 von 10 Personen leben in der Schweiz in städtischen Gebieten. Steigende Temperaturen, Hitzestress, Lebensmittelknappheit werden bald ihren Alltag prägen. Zum Schutz ihrer Bevölkerung müssen die Städte alles unternehmen, um die Emissionen rasch auf null zu senken.»

«Wir haben Klimanotstand. Diese Städte machen, was angesichts der Gefahren wie Hitzestress und Stürme absolut notwendig ist. Sie sind in der Schweiz Vorbilder – es sollte aber das neue «Normal» sein.»

Abschauen lohnt sich

Andere Städte sind animiert, sich von den erfolgreichen Wettbewerbern inspirieren zu lassen.

So zeichnet sich Lausanne aus durch ihre Massnahmen zur Anpassung an die Klimaerhitzung, die Stadt plant bis 2040 genug Bäume zu pflanzen, dass sich die Blattfläche verdoppelt. Die Bäume werden hierfür auch weniger beschnitten. Die Stadt Basel geht bei der Reduktion der CO2-Emissionen mit gutem Beispiel voran. Seit dem revidierten Energiegesetz im Jahr 2017 werden fossile Heizungen fast ausschliesslich mit erneuerbaren Alternativen ersetzt. Die Stadt Zürich investiert über 1,5 Milliarden Franken in den Ausbau klimafreundlicher städtischer Fernwärmenetze. Mit verschiedenen Innovationsaktivitäten, zum Beispiel dem Climathon unterstützt sie auch die Entwicklung von neuen Businessideen fürs Klima.
 

Kontakt:

Patrick Hofstetter, Klimaschutzexperte beim WWF Schweiz, patrick.hofstetter@wwf.ch, 076 305 67 37

Weitere Informationen