Köcherbäume im südlichen Teil Namibias
Namibia

44 Prozent stehen unter Naturschutz

Namibia – 44 Prozent stehen unter Naturschutz

Naturschutz mit Vorbildfunktion

Namibia nahm als erstes afrikanisches Land den Schutz der Umwelt in seine Verfassung auf und setzte sich dafür ein, dass die ländliche Bevölkerung vom Reichtum der Natur profitiert. Der WWF engagiert sich für das einmalige Wüstengebiet und unterstützt die Regierung und die Bevölkerung dabei, Lebensräume zu verbinden und die Arten zu schützen.

Die Landschaften in Namibia sind spektakulär: Schier endlose Wüstengebiete, wildes Atlantikufer, dichte Wälder, riesige Savannen und üppige Auenlandschaften machen den Zauber des Landes im südlichen Afrika aus. In diesen abwechslungsreichen Landschaften sind Elefanten, Antilopen, Geparden, Zebras und Löwen zuhause. Zusammen mit gemeinnützigen Organisationen, mit der Bevölkerung und dem namibischen Staat macht sich der WWF dafür stark, dass die grosse Vielfalt im artenreichsten Trockengebiet der Erde erhalten bleibt. Mit Erfolg, denn 44 Prozent der Gesamtlandesfläche stehen heute unter Schutz oder nachhaltigem Management.

Elefanten, Löwen, Büffel und Flusspferde als Nachbarn zu haben, ist für die Dorfbewohner in den ländlichen Gebieten Namibias Freud und Leid zugleich. Elefanten können in einer Nacht eine ganze Ernte auffressen oder das Feld zertrampeln. Raubkatzen können Nutztiere reissen. Dies erschwert das Leben der Dorfbewohner. Deshalb setzt sich der WWF für eine verbesserte Lebensgrundlage der Bevölkerung ein. Alternative Einkommensmöglichkeiten halten die Bevölkerung von der Wilderei ab, Einkünfte aus dem Tourismus fliessen direkt den Gemeinden zu.

Gebiet

Der Name Namibia ist von der Wüste Namib abgeleitet, die sich entlang der ganzen Küste Namibias ausdehnt.

Lebensraum

Wälder, Savannen, Auenlandschaften und Wüstengebiete

Grösse

824'116 km2 (rund 18-mal so gross wie die Schweiz)

Tierwelt

Viele verschiedene Säugetiergruppen wie Antilopen, Elefanten, Nashörner, Büffel, Giraffen, Zebras, Grossraubkatzen, der Vogel Strauss und viele weitere Vogelarten sowie zahlreiche Schlangen- und Echsenarten.

Mensch-Tier-Konflikte und Klimawandel

Die Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung, die Entschärfung von Mensch-Tier-Konflikten und die Anpassung an die globale Klimaerwärmung sind grosse Herausforderungen in Namibia.

Wirtschaftliche Entwicklung

Namibias wichtigste Wirtschaftsbereiche sind Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt damit direkt von den natürlichen Ressourcen des Landes ab. Nutztiere und Wildtiere stehen in direkter Konkurrenz zu begrenzten Ressourcen wie beispielsweise Wasser.

Wilderei

2016 töteten Wilderer in Namibia 101 Elefanten und 61 Nashörner wegen ihrer Stosszähne und Hörner. Trotz dem seit 1989 geltenden Verbot für Elfenbeinhandel sind Wilderer damit die grösste Gefahr für Afrikanische Elefanten.

Mensch-Tier-Konflikte

Elefanten, Zebras, Löwen, Büffel und Flusspferde als Nachbarn zu haben, ist für die Dorfbewohner in den ländlichen Gebieten Namibias Freud und Leid zugleich. Elefanten können in einer Nacht eine ganze Ernte auffressen oder das Feld zertrampeln. Raubkatzen reissen Nutztiere und erschweren damit das Leben der Dorfbewohner.

Klimawandel

Die globale Klimaerwärmung führt zu steigenden Temperaturen und unregelmässigen Niederschlägen. In ohnehin schon trockenen Regionen wie Namibia hat dies bereits heute Konsequenzen. Die landwirtschaftliche Produktion wird erschwert, und die Produktivität verringert sich.

Erfolgsrezept Gemeinde-Hegegebiete

Mit dem gemeindebasierten Naturschutz gestalten die Menschen ihre Region aktiv mit. Die Initiative ist sehr erfolgreich und weltweit ein Paradebeispiel für kommunalen Naturschutz.

Die selbstverwalteten Hegegebiete sind ein sehr erfolgreiches Modell, das eine nachhaltige Ressourcennutzung fördert. Die ländliche Bevölkerung lernt, Nationalparks und Wildtiere als Chance für Erwerbseinkommen und Entwicklung zu sehen. Der WWF fördert dieses Modell und unterstützt die Menschen vor Ort bei der Gebietsverwaltung und der Reduktion der Mensch-Tier-Konflikte. Je mehr verschiedene Tierarten in einer Region leben, umso spannender wird sie für Touristen. Dies wiederum schafft Arbeitsmöglichkeiten und eine gewisse Unabhängigkeit von dem kargen Landwirtschaftseinkommen. Die Menschen erkennen, wie wertvoll die Wildtiere für sie sein können.

Zur Stärkung des überregionalen Naturschutzes arbeitet der WWF mit der Regierung und anderen Institutionen zusammen. Ziel ist es, die Schutzgebiete teilweise auch grenzübergreifend auszubauen und über ökologische Korridore zu verbinden. Als Folge entsteht aktuell die Kavango-Zambesi Transfrontier Conservation Area (KaZa), das grösste grenzübergreifende Schutzgebiet der Erde. In den fünf Ländern Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe wird ein Netz aus Nationalparks, anderen Schutzgebieten und Wildkorridoren geknüpft.

KaZa-Schutzgebietsfläche

Das KaZa-Schutzgebiet hat eine Fläche von 520'000 km2, was fast der Grösse Frankreichs entspricht. Es gilt als die grösste grenzübergreifende Schutzfläche der Welt.

Projekte für Namibia

Seit 22 Jahren unterstützt der WWF in Namibia den gemeindebasierten Naturschutz. Der WWF engagiert sich aber auch mit anderen Projekten für den Schutz dieses eindrücklichen Landes.

Wildlife Crime Initiative - Kampf gegen ein Millionengeschäft

Die Wildlife Crime Initiative bekämpft Wilderei entlang der gesamten Handelskette. Das Ziel: Wilderei, illegaler Handel und der Konsum ausgewählter Tierarten sind bis 2024 halbiert.

Weitere Infos

Was Sie tun können

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