14. Januar 2026 — Medienmitteilung

Gemeinsam Verantwortung übernehmen: WWF startet das Climate & Nature Collective

Was wäre, wenn Unternehmen nicht nur ihre eigenen Emissionen senken, sondern ganze Regionen widerstandsfähiger machen könnten? Das neue Climate & Nature Collective macht genau das möglich und denkt Klima, Natur und Menschen zusammen. Coop ist als erste Partnerin bei der Lancierung dabei. 

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Lake Naivasha

Lake Navaisha

•    Ganzheitlicher Ansatz: Das Collective verbindet Klimaschutz, Biodiversität und soziale Aspekte in Projekten, die ganze Regionen und empfindliche Ökosysteme stärken.
•    Gemeinsame Finanzierung statt Einzelaktionen: Der WWF bündelt die Beiträge mehrerer Partner, um dort Wirkung zu erzielen, wo Klima, Natur und Menschen gleichzeitig profitieren.
•    Transparenz & Wirkung: Ein robustes Monitoring- und Reportingsystem ermöglicht die transparente Kommunikation tatsächlicher Erfolge, Unsicherheiten und Herausforderungen.

Das Konzept
Das Climate & Nature Collective ist ein neues Angebot des WWF für Unternehmen, die über die eigene Wertschöpfungskette hinaus Verantwortung übernehmen wollen. Viele Firmen möchten neben der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen einen weitergehenden und wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Genau hier setzt das Collective an: Es ermöglicht Unternehmen, gemeinsam Projekte zu finanzieren, die Klima, Natur und Menschen stärken – und das in Regionen, die ökologisch besonders wertvoll sind.

Zitate
Thomas Vellacott, CEO, WWF Schweiz
«Die grossen Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel und Naturverlust – sind oft eng miteinander verbunden und treffen häufig diejenigen am stärksten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Entsprechend braucht es auch im Bereich Klimafinanzierung Lösungen, die diese Probleme gesamthaft angehen.»

Lene Petersen, Verantwortliche Klimastrategien für Unternehmen, WWF Schweiz
«Uns geht es nicht nur darum zu verstehen, was empfindliche Ökosysteme bedroht, sondern auch, was das für die Menschen und ihre Einkommensquellen bedeutet. Dieses Gesamtbild ist entscheidend: Nur so können wir Massnahmen entwickeln, die Klima, Natur und Menschen langfristig nützen.»

Marc Muntwyler, Leiter Nachhaltigkeit und Wirtschaftspolitik von Coop 
«Mit dem Climate & Nature Collective unterstützen wir wichtige und ökologisch wertvolle Regionen und stärken die lokalen Gemeinschaften. Das kommt auch der Stabilität unserer Produktionsgebiete zugute.»

Warum dieser Ansatz?
Im Bereich Klimafinanzierung braucht es Lösungen, die Klimawandel, Naturverlust und die Situation der davon betroffenen Menschen gesamthaft angehen. Weil Einzelmassnahmen oftmals zu kurz greifen, verfolgen die Projekte des Collective einen sogenannten «Landscape Approach»: Statt isolierte Massnahmen umzusetzen, betrachtet der WWF ganze Regionen und entwickelt gemeinsam mit relevanten Stakeholdern Lösungen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbinden.

Das Beispiel Naivasha
Das Gebiet um den Naivasha-See in Kenia ist eine solche Region. Der See ist ein ökologischer Schatz und zugleich Einkommensquelle für viele Menschen. Doch Rodungen der umliegenden Wälder bedrohen das fragile ökologische Gleichgewicht – es kommt zu Überflutungen, die die Menschen vor Ort treffen, und Sedimenteinträgen, die den See verschmutzen.

Das Collective setzt hier auf Wiederaufforstung, Wasserschutz und Einkommensförderung für lokale Gemeinschaften. Über 1'200 Kleinbauern wurden in Vorphasen des Collectives bereits einbezogen und erhielten durch nachhaltige Landnutzung sowie die Aufzucht und das Pflanzen von Bäumen ein zusätzliches Einkommen. So entstehen Vorteile für Natur und Menschen – und die Region wird widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen.

Die Projekte werden von den Fachleuten vor Ort konzipiert und mit den lokalen Gemeinschaften umgesetzt. Der WWF ist schon seit vielen Jahren in diesem Gebiet aktiv. Durch die engen Beziehungen zur lokalen Bevölkerung können ihre Bedürfnisse sehr genau erfasst und im Projekt berücksichtigt werden. Weil sie selbst von diesen Massnahmen profitieren, sind die Menschen vor Ort motiviert, die Massnahmen eigenständig voranzutreiben und weiterzuentwickeln. Damit wird eine langfristige Wirkung sichergestellt.

Neben Kenia sind auch Projekte in wertvollen ökologischen Gebieten in Kolumbien, Vietnam und Ecuador Teil des Collectives. Diese haben je nach regionalen Gegebenheiten Wiederaufforstung, Waldschutz, nachhaltige Landnutzung sowie Mangrovenschutz im Fokus.

Weitere Infos: 
Bilder
Webseite www.wwf.ch/climatenaturecollective
Whitepaper 

Kontakt: Lydia Ebersbach, Mediensprecherin, WWF Schweiz, lydia.ebersbach@wwf.ch, 0774350541