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Unechte Karettschildkröte gefangen in einem Fischernetz

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Plastik im Meer: Eine tödliche Gefahr für Tiere – und was wirklich hilft 

Das Mittelmeer ist eines der stärksten mit Plastik belasteten Gewässer der Welt. Dieser Überblick zeigt, wie Plastik über Flüsse ins Mittelmeer und andere Meere gelangt, warum es sich dort über Jahrzehnte anreichert und wie es für Meerestiere zur Gefahr wird. Du erfährst ausserdem, weshalb Aufräumen allein nicht reicht und welche Massnahmen besonders wirksam sind, damit Plastik gar nicht erst im Meer landet. 

1) Das Meer ist Endpunkt unseres Plastikkonsums

Plastik entsteht meist an Land – auch weit entfernt vom Meer. Über Flüsse, Abwasser und Wind gelangt es schrittweise ins Meer – auch von der Schweiz beispielsweise über die Rhone ins Mittelmeer.

Das Mittelmeer ist ein nahezu abgeschlossenes Meer. Plastik, das hier ankommt, wird durch Strömungen verteilt, bleibt lange im System und reichert sich an – oft über Jahrzehnte. Das Mittelmeer gehört zu den am stärksten mit Plastik belasteten Gewässern der Erde. 

2) Tiere im Meer können Plastik nicht von Nahrung unterscheiden

Viele Meerestiere orientieren sich bei der Nahrungssuche an Form, Farbe oder Geruch. Plastik kann diese Reize täuschen.

Schildkröten, Fische, Seevögel und andere Arten fressen Plastik oder verheddern sich darin. Die Folgen reichen von milden bis schweren Verletzungen bis zu langfristiger Schwächung oder gar dem qualvollen Tod

3) Mikroplastik wirkt im Meer leise, aber dauerhaft

Im Meer zerfällt Plastik besonders schnell: Sonne, Salz und Bewegung lassen grosse Teile schnell zu Mikroplastik werden.

Diese winzigen Partikel verteilen sich im Wasser, lagern sich am Meeresboden ab und gelangen in die Nahrungskette. Einmal im Meer, bleiben sie dort kaum kontrollierbar. 

4) Küstenabschnitte am Mittelmeer sind besonders betroffen

Küsten sind Lebensraum und Kinderstube vieler Meerestiere im Mittelmeer. Doch Küstenregionen sind auch oft stark betroffen von Plastikverschmutzung aufgrund von menschlichen Aktivitäten. Neben der hohen Bevölkerungsdichte kommen vor allem in den Sommermonaten Millionen von Tourist:innen hinzu, die im Urlaub zusätzlichen Abfall an den stark betroffenen Küsten produzieren. Tiere kommen hier häufiger mit Plastik in Kontakt. 

5) Aufräumen hilft – reicht aber nicht aus

Strand‑Clean‑ups sind wichtig. Sie verhindern, dass grössere Plastikteile weiter ins Meer gelangen, und schaffen Bewusstsein, den Plastikkonsum zu reduzieren.

Doch Mikroplastik lässt sich kaum wieder entfernen. Was bereits im Meer ist, bleibt – deshalb muss das Problem früher angegangen werden. 

6) Entscheidend ist, dass Müll gar nicht erst im Meer landet

Der grösste Hebel liegt an Land: weniger Einwegplastik, langlebigere Produkte und funktionierende Sammel‑ und Recyclingsysteme.

Wer den Plastikeintrag reduziert, schützt das Meer direkt, bevor Abfälle zu Mikroplastik werden und sich im Meer verteilen. 

7) Genau hier setzt der WWF im Mittelmeerraum an

Der WWF arbeitet im Mittelmeerraum mit Städten, Politik und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, Plastik an der Quelle zu vermeiden. Gleichzeitig machen wir uns übergeordnet für nationale und auch globale Lösungen für das Plastikproblem stark.  

So schützt der WWF eines der artenreichsten Meere der Welt langfristig – für Tiere, Lebensräume und die Menschen rund ums Mittelmeer. 

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Korallen in Fiji

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