Vientiane, Lao People's Democratic Republic
Fishing at dusk on the Mekong river. Vientiane, Laos / ©: © Michèle Dépraz / WWF-Canon

Mekong-Region

Die reiche Artenvielfalt in einem der grossen Fluss-Systeme der Welt ist bedroht. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung der Region soll einhergehen mit einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Im Mekong-Fluss leben die grössten Süsswasserfische Südostasiens – darunter der bis zu drei Meter lange Mekong-Riesenwels. Doch geplante Staudämme könnten schon bald die Wanderungen der Fische zu ihren Laichplätzen blockieren und damit ihr Überleben bedrohen.

Das können Sie tun

Leistungsausweis

 
  • Der WWF konnte die Entscheidungen der Premierminister von Vietnam und Kambodscha zum Xayaburi Staudamm mit Argumenten gegen dessen Bau beeinflussen. Die Premierminister baten um weitere Studien, bevor sie eine endgültige Entscheidung zum Xayaburi Staudamm treffen. Dank den bisherigen Informationen hat Vietnam ausserdem für den Bau aller wichtigen Staudämme um eine Verschiebung um 10 Jahre gebeten. Der WWF führt seine Bemühungen fort, um das Xayaburi und andere Wasserkraftprojekte komplett zu stoppen. So hat der WWF beispielsweise eine Petition gegen den Don Sahong Staudamm gestartet und bereits 250'000 Unterschriften gesammelt.
     
  • Nachhaltige Produktion und wirtschaftliche Entwicklung

    Durch die integrierte Planung und Umsetzung von Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung sollen die intakten Landschaften in der Region geschützt und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Klimaveränderungen sichergestellt werden.
     

    Nutzung nachhaltiger Wasserkraft

    Durch die Entwicklung nachhaltiger Wasserkraft sollen sowohl die Ökosysteme des Mekong und seiner Hauptzuflüsse erhalten, als auch Flüsse in anderen Fokusgebieten geschützt werden.

    Schutz bedrohter Arten

    Verschärfte Strafverfolgungen und intensiveres Schutzgebiet-Management sollen den Erhalt bedrohter Arten und Landschaften sicherstellen.
  • Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Produktion

    positiv  

    Dank der Erfolge im vergangen Jahr wurde das strategische Ziel für 2015, eine stetige Zunahme von FSC zertifizierten Wäldern, bereits erreicht. Der WWF hat daher die Ziele für 2014 angepasst – und auch diese bei weitem übertroffen. Der Zuwachs an FSC-Rattanwäldern in Laos von 11,4 auf 334 km2 ist der bisher bedeutendste in dieser Region in der Geschichte des WWF.
    Die Strategie des Global Forest and Trade Network in der Mekong Region, sich noch stärker für die Waldentwicklungspolitik und die Lobbyarbeit einzusetzen und ein positives Umfeld für eine nachhaltige Waldwirtschaft in Laos zu schaffen, war damit erfolgreich.
     

    positiv   Das Ziel 24'000 m3 Holzprodukten und 175 t Nichtholzprodukten nach FSC-Standards zu produzieren wird als ernst bewertet. Die Ursache für die nicht befriedigende Zielerreichung ist ein Moratorium für Abholzung, das die Produktion in den zertifizierten staatlichen Wäldern von Laos zum Stillstand brachte. Ausserdem erschweren die Marktbedingungen das Erreichen der ambitionierten Produktions- und Verkaufsziele für Rattan aus Laos zusätzlich. Trotzdem wurden 87 t FSC-zertifizierte Rattankörbe an Coop Schweiz geliefert. Es ist daher notwendig, die politischen Bedingungen und Marktbedingungen zu verbessern.
     
    positiv   2013 wurde das strategische Ziel  der ASC-Zertifizierung sowie eine gesteigerte Pangasius-Produktion erreicht. Daher wurde das Ziel für 2014 auf die Exportmengen von ASC-zertifiziertem Pangasius in Vietnam erweitert. Dieses neue Ziel wurde 2014 ebenfalls erreicht. So sollte der Druck auf die Wasserökosysteme nachhaltig reduziert werden können.
     
    positiv   Über 1'100 Hektare Shrimp-Farmen erfüllen heute die FAP/WWF Richtlinien. Das Produktionsziel für 2015 wurde somit bereits übertroffen. Die erfolgreiche Förderung und Zusammenarbeit führte dazu, dass der WWF Vietnam 2015 mit 30 verschiedenen Produzentengruppen zusammenarbeiten wird.
     

    Nutzung nachhaltiger Wasserkraft

    positiv   Das Sammeln von wissenschaftlichen Informationen wird weitergeführt und die Informationen werden verbreitet, in der Hoffnung Interessenvertretern Argumente gegen den Staudammbau zu liefern. Dieses Jahr wurden unter anderem die Premierministern von Vietnam und Kambodscha mit diesen Informationen beeinflusst. Es wurde um weitere Studien, bevor sie eine Entscheidung zum Xayaburi Staudamm treffen, gebeten. Dank den bisherigen Informationen hat Vietnam ausserdem bei allen wichtigen Staudämme um eine Verschiebung um 10 Jahre gebeten. Nichtsdestotrotz führt der WWF seine Bemühungen fort, um das Xayaburi und andere Wasserkraftprojekte zu stoppen. So hat der WWF beispielsweise eine Petition gegen den Don Sahong Staudamm gestartet und bereits 250'000 Unterschriften gesammelt.
     
    positiv   Durch die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln zur Sedimentation in 2013 und vier zusätzlichen Artikel dieses Jahr (siehe oben) wurden ersten Wissenslücken geschlossen und Informationen verbreitet. Dieses Jahr wurden in einer Studie unter der Verwendung neuster Technologien wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über die unglaubliche Artenvielfalt der Fische des Mekong Flusses gewonnen. Die detaillierten Informationen zur Fischartenvielfalt an mehreren entscheidenden Standorten werden deren Schutz in Zukunft verbessern. Die Erkenntnisse sind zudem ein wichtiges Werkzeug für die zukünftige Überwachung und ermöglichen die Einflussnahme auf politische Entscheidungen in der Zukunft.
     

    Schutz bedrohter Arten

    positiv  

    Das Ziel eines stabilen Bestands von Irawadi-Flussdelphine wurde dieses Jahr erreicht. Dennoch, ist das langfristige Überleben der Population aufgrund des geringen Bestands noch nicht gesichert und wird durch verschiedene Faktoren, z.B. Wasserkraft oder mangelnde Strafverfolgung gefährdet. Das langfristige Ziel, dass 2015 keine Delphine durch Stellnetze getötet werden, wird nur schwer zu erreichen sein und ist weiterhin ein Grund zur Sorge.
    Die Patrouillen sollen neu von der Fischereibehörde geleitet und organisiert werden. Hierdurch erhofft sich der WWF eine Stärkung der Strafverfolgung. Zunächst müssen jedoch die kürzlich entdeckten Probleme gelöst werden.
     

    positiv   Das Ziel, offizielle und grenzübergreifende Naturschutzvereinbarungen zwischen den betroffenen Regierungen zu erwirken, stellte sich als zu ehrgeizig heraus und scheint ausserhalb des Einflussbereichs des WWF zu liegen. Dennoch wird der WWF weiterhin versuchen, Vereinbarungen zwischen den Ländern zu erreichen. Vereinzelte Fortschritte in ausgewählten Gebieten wurden grösstenteils durch die Koordination des WWF und weniger durch die Übernahme von Verantwortung durch Regierungen erreicht. Eine politische Beteiligung auf hoher Ebene ist jedoch unabdingbar für das Funktionieren  grenzübergreifender Vereinbarungen. Nichtsdestotrotz wurden seit Beginn eines durch den WWF lancierten Pojektes in Vietnam im Rahmen von 25'004 Patrouille-Tagen insgesamt 43'015 Fallen und 724 illegale Lager zerstört.
     
    positiv   Fünf neue Informantennetzwerke wurden geschaffen und werden in Zukunft hoffentlich für mehr Verhaftungen sorgen. Eine neue Version des Spatial Monitoring and Reporting Tool sollte zukünftig eine besseren Überblick und Berichterstattung zu den Verhaftungen ermöglichen und damit die Effektivität der Informanten-Netzwerke verbessern. Auch wenn für 2014 keine Daten vorhanden sind, sind die Anfang 2015 gesammelten Daten bereits vielversprechend.
    Eine Sicherstellung der Verhaftungen und der Strafvollziehung ist entscheidend und derzeit eine der grössten Herausforderungen in diesem Bereich.

Mekong-Riesenwels / ©: WWF
Mekong-Riesenwels
© WWF
Der WWF fordert ein Bau-Moratorium für Staudämme im unteren Mekong. Neue Dämme dürfen erst dann entstehen, wenn klar ist, wie diese sich auf das ökologische Gleichgewicht in der Region auswirken. Von einem Moratorium profitieren nicht nur die Fische, sondern auch die 320 Millionen Menschen entlang des Flusses. Denn Landwirtschaft und Fischerei hängen von einer gesunden und fruchtbaren Flusslandschaft ab.

Der WWF fördert zusammen mit der lokalen Bevölkerung, der Wirtschaft und den Regierungen eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und schützt so wertvolle, natürliche Lebensräume. Folgende Projekte sind beispielhaft für unsere Anstrengungen:
Bedroht: Der Flussdelfin im Mekong (englisch)
 / ©: R. Petocz/WWF-Canon

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Umwelt- und sozialverträgliche Waldnutzung dank FSC-Zertifzierung und Verwendung von Nichtholzwaldprodukten in Vietnam und Laos.
Arbeiterin webt Matte aus Rattan, Kalimantan, Indonesien / ©: Edward Parker

Rattan-Programm

Rattan ist eine wichtige Einnahmequelle. Die konventionelle Produktion gefährdet aber die Bestände und damit auch den Lebensunterhalt der lokalen Bauern.

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