Holzwirtschaft in Kamerun

Engagement für eine nachhaltige Waldwirtschaft

Wälder bedeuten Leben: Leben für uns Menschen und Leben für Tausende Tiere und Pflanzen. Die Wälder sind aber auch eine wirtschaftlich bedeutende Ressource. Umso wichtiger ist es, ihre Nutzung schonend zu gestalten. Der WWF arbeitet daran, die Waldnutzung und Holzproduktion weltweit so zu gestalten, dass die Zerstörung gestoppt wird.

Zerstörung mit Folgen

Die drei Hauptursachen für die Waldzerstörung sind die immer grössere Ausbreitung von Landwirtschaft und Infrastruktur wie Strassen sowie die Holznutzung. Die Zerstörung der Wälder hat weitereichende Folgen. Sie trägt massiv zum Klimawandel bei. Die Rodung der Tropenwälder macht circa 15 Prozent des weltweiten, vom Menschen verursachten Ausstosses von Treibhausgasen aus. Die rapide voranschreitende Zerstörung der Wälder ist auch eine der grössten Bedrohungen für die weltweite Artenvielfalt. 86 Prozent der gefährdeten Säugetier- und Vogelarten sind dadurch in ihrem Überleben bedroht. Auch die Menschen leiden unter dem Waldverlust: Indigene Völker verlieren ihre Lebensgrundlage. Und mit der Abholzung nimmt auch das Risiko für Überschwemmungen und Erdrutsche zu.

Illegal abgeholzter Wald in Indonesien

Vielerorts, wie hier in Indonesien, werden grosse Waldflächen illegal gerodet, etwa um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen

Holz: ein begehrter Rohstoff

«Der Schutz der Wälder braucht Anstrengungen in der Bewirtschaftung, Gesetzgebung, in der Produktion, entlang den Lieferketten wie auch beim Konsum von Holz- und Papierprodukten

Der WWF rechnet mit einer Verdreifachung des Bedarfs an Holz aus Wäldern und Plantagen bis 2050, um die Bedürfnisse der Menschheit zu decken. Dieser steigende Bedarf kann zu einer nachhaltigen Nutzung der Wälder führen – oder die Wälder zerstören. Untersuchungen des WWF zeigen, dass mehr Holz produziert werden kann, ohne einen Beitrag an die Walddegradation und Zerstörung zu leisten. Wie aber kann der steigende Bedarf an Holz nachhaltig gedeckt werden?

Der WWF fordert verschiedene Massnahmen, eine der wichtigsten ist die Expansion von gut bewirtschafteten Wäldern. Das ist nur möglich auf der Basis von fortschrittlichen Forstgesetzen und deren Umsetzung, von strikten Handelsgesetzen und transparenten Lieferketten von Holzprodukten. Freiwillige, glaubwürdige Forstzertifizierungen nach den Kriterien des FSC müssen sich weiter durchsetzen und ausweiten, vor allem in den Tropen, wo die Bedrohung der Wälder am grössten ist. Baumplantagen bergen Risiken, denn je nachdem wo und wie sie angelegt werden, können für Mensch und Natur schädlich sein. Deshalb verlangt der WWF, dass Baumplantagen auf degradierten Flächen angelegt und die Rechte und Existenz der lokalen Bevölkerung respektiert werden.

Trotz solcher Massnahmen: Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Die Entwicklungs- und Schwellenländer müssen ihre Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne einer globalen Gerechtigkeit wahrnehmen können, ohne dass weiterhin Wälder und andere wertvolle Ökosysteme verloren gehen. Für die entwickelten Länder bedeutet das in jedem Fall, dass sie ihren übermässigen Konsum einschränken und die vorhandenen natürlichen Ressourcen effizienter nutzen müssen. Beispiele dafür sind das Recycling von Papier und Holz, aber auch eine Reduktion des Fleischkonsums. Denn für die Produktion von Fleisch wird eine weit grössere Fläche benötigt als für die Produktion anderer Nahrungsmittel – oft auf Kosten von Tropenwäldern, die für die Viehzucht abgeholzt werden.

Weisshandgibbon im südostasiatischen Dschungel

Der WWF setzt sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein und schützt damit Lebensräume bedrohter Arten wie den Gibbon

Regionale Projekte stärken

Der WWF setzt auf regionale Projekte und Programme in Ländern, wo besonders grosse und für die Artenvielfalt wichtige Wälder bedroht sind. Er unterstützt diese Initiativen finanziell, indem er zum Beispiel die Entlöhnung der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen übernimmt. Weiter werden die Projekte mit technischem Know-How und mit Ausrüstung unterstützt. Und die Mitarbeitenden werden thematisch geschult, etwa in den Bereichen Waldbewirtschaftung, Supply Chain Management oder in der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Behörden.

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Um die weltweite Waldzerstörung zu stoppen, brauchen wir Ihre Hilfe. Achten Sie beim Einkauf darauf, Holz- und Papierprodukte mit FSC-Label zu kaufen, und unterstützen Sie den WWF mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende für die Wälder.

Aufnahme Regenwald mit Blick nach oben zu den Blättern

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