Standbild von Al Gore aus dem Film Eine immer noch unbequeme Wahrheit
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11. Oktober 2017

Klimawandel - 10 Gründe, wieso Al Gore optimistisch ist

Friedensnobelpreis-Träger Al Gore ist der bekannteste Klimaaktivist der Welt. Zur Premiere seines neuen Films «Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft» war er in der Schweiz. Es sei höchste Zeit zu handeln, lautet die Kernbotschaft des Films. Dem WWF hat Al Gore im Gespräch verraten, weshalb er aber nach wie vor optimistisch ist. Hier sind seine zehn Gründe für Hoffnung.

Von Philip Gehri

«Wir brauchen keine technischen Wunder. Wir haben alles, was wir brauchen.»

1. Technischer Fortschritt

«Wir brauchen keine technischen Wunder – das Wunder ist längst da: Der Preis von Solarmodulen, Elektroautos, Batteriespeichern, LED und vielen anderen Energiespar-Technologien ist exponentiell gesunken. Wir haben alles, was wir brauchen», sagt Al Gore. Solarmodule etwa sind alleine in den letzten fünf Jahren um fast 60 Prozent günstiger geworden. In immer mehr Staaten der Welt ist Solarstrom bereits heute die günstigste Form der Stromproduktion.

2. Die Jungen

«Millionen von Aktivisten an der Basis haben sich aufgemacht, die Klimakrise anzupacken. Junge Leute informieren sich, erheben ihre Stimme und fordern auch von Wirtschaft und Politik Klimaschutz ein», sagt Al Gore und verweist auf zwei Millionen NGO, die weltweit aktiv sind.

3. Das Pariser Klimaabkommen

«Es sendet ein starkes Signal an die Wirtschaft, wohin die Reise geht», sagt Al Gore. Denn mit dem Pariser Abkommen haben sich erstmals praktisch alle Staaten der Welt zu Klimaschutz verpflichtet und auch Ziele festgelegt. Um sie zu erreichen, muss die Welt bis Mitte des Jahrhunderts weg von Kohle, Erdgas und Erdöl.

4. Konservative Querschläger wie Dale Ross

Ross ist konservativer Bürgermeister der texanischen Stadt Georgetown. Er hat dafür gesorgt, dass die Stadt auf 100 Prozent erneuerbare Stromversorgung umstellt. «Weil es billiger ist.» USA-weit boomen die erneuerbaren Energien. Längst gibt es mehr Solar- als Kohlejobs, und ihre Zahl steigt 17 Mal schneller als die aller Jobs zusammen.

5. Die Schweizer Forschung

WSL-Direktor und Klimaforscher Konrad Steffen bringt einen besorgten, aber schönen Schweizer Akzent in Al Gores neuen Film. Gore dazu: «Ich gebe weiter, was tolle Forscher wie Koni Steffen oder Thomas Stocker herausfinden. Wenn ich es verstehe, versteht es auch das Publikum.»

Junge Demonstranten am Klima-Marsch in New York City, 2014
Solaranlage in Gujarat, Indien

Junge Aktivisten in New York, Solaranlagen in Indien: Al Gore kennt viele Gründe für Optimismus im Kampf gegen den Klimawandel.

«Die Dinge brauchen immer viel mehr Zeit, als man denkt. Dann geht es plötzlich viel schneller, als man es für möglich gehalten hätte.»

6. Indien

Lange war Indien ein Bremser der internationalen Klimapolitik. Al Gores neuer Film zeigt, wie das gekehrt haben könnte. Gore: «Alleine in diesem Jahr hat Indien 37 Kohleminen geschlossen, will schon ab 2023 keine Benzin- und Dieselautos mehr zulassen und baut Solarkraftwerke in einem Tempo wie kaum ein anderes Land.»

7. Unsere Charakterstärke

«Selbst wenn wir in der Klimapolitik weiterhin grosse Fortschritte machen, viele Folgen der Klimakrise lassen sich nicht mehr verhindern. Die Menschheit muss Mut und Charakter zeigen. Aber wir können das und werden tun, was zu tun ist. Sehen Sie es als persönliche Chance an, Teil der Lösung zu ein.»

8. Die Dringlichkeit

«Die Dinge brauchen immer viel mehr Zeit, als man denkt. Dann geht es plötzlich viel schneller, als man es für möglich gehalten hätte», zitiert Al Gore einen US-Ökonomen. «Wir sind jetzt an dem Punkt, wo es kippt.»

9. Seine Tochter

Al Gores Tochter wurde verhaftet, als sie gegen eine Erdgas-Pipeline protestierte: «Ich bin unglaublich stolz auf sie. Wie haben sich doch die Zeiten geändert, dass ich stolz sein darf auf die Verhaftung meiner Tochter!»

Und nicht zuletzt: 10. «Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft»

Diesen Punkt haben wir vom WWF auf diese Liste gesetzt. Al Gores neuer Film «Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft» läuft jetzt in den Schweizer Kinos. Der Film zeigt noch viele weitere Beispiele, die in der Klimakrise Hoffnung machen. Darum: hingehen, ansehen!

Und jetzt? Auf wwf.ch/klimatipps erfahren Sie, was Sie gegen die Klimakrise tun können.

Ein ausführlicheres Interview mit Al Gore folgt im WWF-Magazin 4/2017.

Gewinnen Sie Tickets

Wir verlosen 20 x 2 Tickets für den Film «Immer noch eine unbequeme Wahrheit  – Unsere Zeit läuft». Die Tickets können in allen Schweizer Kinos, wo der Film läuft, an einem Datum Ihrer Wahl eingelöst werden.

Teilnahmeschluss ist der 16.10.2017.

Die Verlosung ist beendet. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden informiert.

Trailer zu «Immer noch eine unbequeme Wahrheit»

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