Kirschbaum an einem Weg bei Lützelflüh im Emmental

Mehr Hochstämmer braucht das Land

Der WWF pflanzt Hochstammobstbäume in Graubünden, fördert so die Biodiversität und belebt die Kulturlandschaft.

Vögel sind auf Hochstämmer angewiesen

Starker Rückgang innerhalb 70 Jahren

Millionen Hochstämmer in der Schweiz

Das Unterengadin weist als inneralpines Trockental spezielle Klimabedingungen auf. Hier ist nicht nur der Reichtum an Pflanzen und Tieren sehr hoch, es gedeihen auch Kulturpflanzen wie Hochstammobstbäume. Davon wiederum profitieren viele Brutvogelarten. So sind der Steinkauz, der Wiedehopf und der Gartenrotschwanz als Höhlenbrüter auf Nistmöglichkeiten in den alten Hochstämmern angewiesen. Sie können häufig nicht auf andere Lebensräume ausweichen.

Doch viele Brutvogelarten sind stark bedroht, was auch mit dem Rückgang der Hochstammobstbäume zusammenhängt – und zwar nicht nur im Unterengadin sondern landesweit: Gab es in den 1950er-Jahren rund 15 Millionen Hochstammobstbäume, sind es heute nur noch 2,3 Millionen. Gleichzeitig schwindet der Sortenreichtum. Von den meisten Obstarten sind nur noch wenige Sorten in Verwendung.

Alte Sorten erhalten

Seit 2012 werden zusammen mit Landwirten in verschiedenen Regionen Graubündens wieder Hochstammobstbäume gepflanzt sowie alte Bestände gepflegt und erhalten. Schwergewichtig wird dabei auf alte Sorten gesetzt, die an die klimatischen Bedingungen optimal angepasst sind. Im Unterengadin gibt es seitdem wieder 20 Prozent mehr Hochstammobstbäume.

Eine spezielle Vogelart, der Wendehals, ist nun wieder häufiger in den siedlungsnahen Obstgärten anzutreffen, seit die alten Gärten erhalten und mit neuen Pflanzungen ergänzt werden. Insgesamt rund 40 Brutvogelarten und viele weitere Tiere, Pflanzen, Flechten und Moose profitieren von diesen revitalisierten und neuen Lebensräumen. Es bildet sich zudem eine artenreiche Insektenfauna, die wiederum den Vögeln als Nahrung dient.

Wiedehopf auf einem Ast
Steinkauz (Athene noctua) auf einem Baum
Wendehals auf einem Ast

Hochstämmer sorgen für Artenreichtum: Wiedehopf, Steinkauz und Wendehals

Was Sie tun können

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