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Blick von der deutschen Seite auf das Kernkraftwerk Leibstadt auf der schweizer Seite
Nein zu neuen AKW in der Schweiz

Referendum gegen die Änderung des Kernenergiegesetzes

Unterschriftenbogen ausdrucken und unterschreiben👈


Neue Atomkraftwerke lösen keines der dringenden Energieprobleme der Schweiz. Sie benötigen Jahrzehnte bis zur Inbetriebnahme, verschlingen Milliarden und würden dringend benötigte Investitionen in erneuerbare Energien verdrängen. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen zu Kosten, Haftung und Atommüll ungelöst.

Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie mit, dass das Stimmvolk über diesen weitreichenden Entscheid abstimmen kann.

Warum das AKW-Referendum wichtig ist

Fehlende Schutzplanken im Gesetz

Die knappe Mehrheit im Parlament lehnte zahlreiche Sicherungen ab, die Risiken neuer Atomkraftwerke begrenzen sollten. So gibt es unter anderem keine Vorgaben, dass:

  • nur Reaktoren mit nachweislich geringeren Unfall- und Abfallrisiken erlaubt sind,
  • die Entsorgung radioaktiver Abfälle geklärt ist,
  • die Haftung für Unfälle verursachergerecht geregelt wird,
  • beauftragte Auftragnehmer kein Atomwaffenmaterial produzieren,  
  • Umweltstandards beim Uranabbau gelten,
  • der Nutzen für die Versorgungssicherheit belegt ist,
  • erneuerbare Energien nicht ausgebremst werden.

Keine dieser Forderungen fand eine Mehrheit im Parlament.
 

AKW kommen viel zu spät

Bis neue Reaktoren Strom liefern könnten, vergehen mindestens 20 Jahre. Für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz der nächsten Jahre leisten sie keinen Beitrag.

Milliardenrisiko für Steuerzahlende

Neue Atomkraftwerke sind extrem teuer und verursachen häufig Kostenüberschreitungen. Trotzdem hat das Parlament eine vertiefte Debatte zur Finanzierung knapp abgelehnt.

Bremse für die Energiewende

Jeder Franken, der in neue AKW fliesst, fehlt beim Ausbau von Solarenergie, Energiespeichern und anderen erneuerbaren Lösungen. Dadurch wird der Ausstieg aus Öl und Gas verlangsamt.

Mehr Abhängigkeit statt mehr Sicherheit

Neue Atomkraftwerke schaffen für die Schweiz jahrzehntelange Abhängigkeiten, denn das für ihren Betrieb benötigte Uran muss aus dem Ausland importiert werden. Statt die Versorgungssicherheit zu stärken, schaffen sie neue geopolitische Abhängigkeiten.

Das Atommüllproblem bleibt ungelöst

Atomunfälle, Uranabbau und die sichere Lagerung radioaktiver Abfälle bleiben ungelöste Probleme. Bis heute verfügt kein Land über ein betriebsbereites Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Das Volk soll das letzte Wort haben

Die Schweizer Stimmberechtigten haben sich bereits mit der Annahme der Energiestrategie 2050 für den Atomausstieg ausgesprochen. Soll dieses Versprechen nun aufgeweicht werden, muss das Stimmvolk erneut das letzte Wort haben. Mit dem Referendum sorgen wir dafür, dass ein so grundlegender Entscheid nicht ohne Volksabstimmung gefällt wird.

Fragen und Antworten

Bis wann kann ich Unterschriften sammeln?

Das Referendum läuft bis zum 8. Oktober 2026. Bitte senden Sie Ihren unterschriebenen Bogen möglichst früh zurück.

Wer steht hinter dem Referendum?

Das Referendum wird von einem überparteilichen und breiten Bündnis aus Umwelt-, Energie- und weiteren Organisationen getragen. Der WWF ist Teil des Bündnisses.

Wer darf das Referendum unterschreiben?

Unterschreiben dürfen nur Schweizer Stimmberechtigte. Pro Gemeinde muss ein separater Unterschriftenbogen verwendet werden. Jede Person muss ihre Angaben persönlich ausfüllen und die Unterschrift eigenhändig leisten.

Wohin sende ich den unterschriebenen Bogen?

Den ausgefüllten Unterschriftenbogen senden Sie bitte an die auf dem Bogen angegebene Adresse.

Warum braucht es ein Referendum?

Mit der Änderung des Kernenergiegesetzes soll das Neubauverbot für Atomkraftwerke aufgehoben werden. Mit dem Referendum kann das Stimmvolk darüber abstimmen.