Rispenhirse

Steckbrief

Lateinischer NamePanicum miliaceum
KulturgruppeGetreide
Kalorien pro 100 g360 kcal
Nährwerte pro 100 gFett: 3,9 g
Ballaststoffe: 3,8 g
Eiweiss: 10,6 g
Kohlenhydrate: 72,6 g
Saisonalitätganzjährig

So kommt’s auf den Teller

Rispenhirse ist geschält als Goldhirse ganzjährig erhältlich und vielseitig einsetzbar. Gekocht ersetzt sie Reis oder Couscous, roh lässt sie sich zu Flocken oder Mehl verarbeiten. Die Körner sind glutenfrei, leicht verdaulich, mild im Geschmack und in 15 bis 20 Minuten gar. 
Rezeptidee: Hirse-Bowl mit Kichererbsen

Schon gewusst?

Schon bei den Pfahlbauern beliebt, wird Rispenhirse heute wieder vermehrt auf Schweizer Feldern gesät. Sie wächst schnell, ist anspruchslos und ideal für Trockenlagen. Im Bio-Anbau wird sie oft als Kurzkultur zwischen zwei Hauptsaaten angebaut und ergänzt sich gut mit anderen Nutzpflanzen wie Hülsenfrüchten.

Entdecke weitere Future Foods

Weshalb braucht es eine abwechslungsreichere Ernährung?

Auf Schweizer Tellern herrscht Langeweile. Monotonie schadet unserer Gesundheit, macht uns anfälliger auf die Klimakrise und gefährdet die Artenvielfalt. Was wir essen, zerstört die Umwelt mehr als die Art, wie wir uns fortbewegen oder wie wir wohnen.

Doch feines Essen kann gesund, spannend und nachhaltig sein: Der WWF Schweiz hat in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) dreissig Schweizer Lebensmittel für die Zukunft – Future Foods – identifiziert.

 

Was sind die Future Foods Schweiz?

Die Future Foods sind ressourcenschonend im Anbau, fördern die Vielfalt auf Schweizer Äckern und helfen Bäuerinnen und Bauern in der Klimakrise. Sie sind reich an Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen sowie Mineralstoffen. 

Um der Bedeutung einer abwechslungsreichen Ernährung für die körperliche Gesundheit gerecht zu werden, wurden Future Foods aus unterschiedlichen Kulturengruppen ausgewählt: Ölsaaten, Getreide, Pseudogetreide, Hülsenfrüchte, Knollengewächse, Gemüse, Nüsse und Zuchtpilze.
 

Nach welchen Kriterien wurden die Future Foods identifiziert?

Im Rahmen einer umfassenden Recherche wurden zunächst über 100 potenzielle Future Foods identifiziert. Diese Liste wurde anschliessend anhand der folgenden Ausschlusskriterien auf 50 Kulturen reduziert:

  • Kulturen mit einem limitierten oder unsicheren Anbaupotenzial in der Schweiz
  • Hauptkulturen der Schweizer Landwirtschaft, die bereits einen Grossteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmachen
  • Starke Nischenkulturen ohne nennenswertes Skalierungspotenzial
  • Früchte, Beeren, Gewürze, Kräuter, Heil- und Futterpflanzen wurden ausgeschlossen.

Die potenziellen Future Foods wurden von Expertinnen und Experten in einer qualitativen Umfrage anhand des Anbau-, ökologischen, Ernährungs- und Marktpotenzials bewertet. Die Expertengruppe repräsentierte Produktion, Beratungsunternehmen, Branchenorganisationen, Forschung, Saatguthandel sowie den Gross- und Detailhandel.

Aufgrund dieser Einschätzungen wurden 30 Future Foods für die quantitative Beurteilung ausgewählt. Untersucht wurde das Treibhausgaspotential, Umweltbelastungspunkte und ernährungsphysiologische Eigenschaften.
 

Wo finde ich weitere Informationen über die Future Foods?

Der vollständige Guide steht zum Download bereit. Darin finden sich weitere Informationen rund um unser Ernährungssystem und die 30 Future Foods.