Grauer Hai im Ozean
Haie

Perfekte Jäger der Meere

Haie – Perfekte Jäger der Meere

Millionen Jahre alt und bedroht

Haie haben den Ruf von furchteinflössenden Raubtieren. Dieser Mythos ist jedoch irreführend, denn nur wenige Arten können Menschen überhaupt gefährlich werden. Heute ist leider das Gegenteil der Fall. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hai von Menschen getötet wird, ist um ein Vielfaches höher als umgekehrt.

Bereits 400 Millionen Jahre bewohnen Haie die Weltmeere. Sie waren schon vor den Dinosauriern da und haben diese überlebt. Die Arten sind so vielfältig wie ihr Lebensraum: Von tropischen Küstengewässern bis in die Tiefsee und vereinzelt sogar in Süsswasser sind sie heimisch.

Die meisten Haie sind Raubfische. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn, dem ausgezeichneten Gehör und der scharfen Sehkraft sind sie äusserst effiziente Jäger. Die grössten Haiarten – Walhai, Riesenhai und Reisenmaulhai – sind jedoch harmlose Filtrierer, die sich von Plankton ernähren.

Trotz ihrer herausragenden Qualitäten als Jäger sind Haie nicht vor der grössten Bedrohung gefeit: der menschlichen Gier. Ihre Flossen erzielen auf illegalen Märkten hohe Preise, weil sie noch immer als Delikatesse gelten. 100 Millionen Tiere pro Jahr werden jährlich getötet oder sterben als Beifang. Genau hier setzt der WWF an: Meeresschutz und nachhaltige Fischerei gehören zu unseren Kernthemen. Erst langsam findet ein Umdenken statt, so wächst zum Beispiel in China das Bewusstsein für den Haischutz.

Wissenschaftlicher Name

Selachii

Arten

465 Arten

Gefährdungsstatus (IUCN)

Vom Aussterben bedroht: 11 Arten

Stark gefährdet: 15 Arten

Verletzlich: 48 Arten

Potenziell gefährdet: 69 Arten

Population

Bestandszahlen sind aufgrund mangelnder Datengrundlage für viele Haiarten unbekannt

Verbreitung

Alle Weltmeere

Bedroht durch unseren grossen Fischhunger

Über 70 Haiarten sind heute gefährdet. Dies geht vor allem auf menschliche Aktivitäten zurück. Langleinenfischerei, Jagd, Beifang und Fischzuchten setzen den majestätischen Meeresbewohnern zu. Ihre Populationen sind besonders anfällig für Bestandsdezimierungen, weil sie spät geschlechtsreif werden und wenige Nachkommen produzieren.

Illegale Fischerei und Jagd

Jährlich werden etwa 100 Millionen Haie durch den Menschen getötet. Fleisch, Haut, Knorpel und vor allem die Flossen gelten in vielen Ländern Asiens als Delikatesse und sind heiss begehrt. Durch den wachsenden Wohlstand steigt die Nachfrage nach dem luxuriösen Gut. Es werden mehr Haie gefangen, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen, und so ist der Fortbestand einiger Haiarten bereits gefährdet.

 

Abgeschnittene Hai-Finnen

Beifang

Oft geraten Haie unbeabsichtigt als Beifang in Fischernetze und an Langleinen. Haie und andere Meeresbewohner wie Seevögel, Schlangen, Meeresschildkröten, Wale oder Delfine werden oftmals tot oder verletzt wieder über Bord geworfen. Beifang ist die Hauptursache dafür, dass 89 Prozent der Hammerhaie und 80 Prozent der Weissen Haie im Nordostatlantik verschwunden sind. 

 

Hammerhai der sich in einem Netz verfangen hat und als Beifang endet

Langleinenfischerei

Die Langleinenfischerei trägt einen grossen Teil zur Überfischung der Weltmeere bei. In dieser industriell betriebenen Hochsee-Fischerei-Methode werden an einer  Hauptleine unzählige Nebenleinen mit Köderhaken befestigt. Die Welternährungsorganisation FAO schätzte die Beifangrate bei dieser Technik im Jahr 2005 auf 20 Prozent. Unzählige Meeresbewohner, darunter auch Haie, fallen den Langleinen zum Opfer, weil sie die Köder fressen, ohne eigentlich Ziel der Fischerei zu sein.

Seidenhai wird durch eine Langleine gefischt.

Der WWF erhöht den Druck auf die Fischerei-Industrie

Damit die Haie langfristig geschützt werden können, sind sie auf ein gesundes Ökosystem Meer angewiesen. Deswegen engagiert sich der WWF auf verschiedenen Ebenen.

Um illegale Fischerei, Beifang und die Zerstörung der Meere einzudämmen, arbeitet der WWF mit Regierungen, Industrien, lokalen Gemeinschaften und Investoren zusammen.

Wir setzen uns gegen illegale, unregulierte und unkontrollierte Fischerei ein sowie für Fangquoten, die über der natürlichen Tragfähigkeit liegen. So vermindert sich auch der Beifang, und weniger Haie gehen daran zugrunde. In der Schweiz arbeiten wir mit Unternehmen in der Nahrungsmittelindustrie zusammen, die sich verpflichten, ihre Beschaffung von Fisch und Meeresfrüchten nachhaltig auszurichten. In den Ländern, die Fisch- und Meeresfrüchte exportieren, fördern wir die Zertifizierung von Fischereien und Fischzuchten. Zudem arbeiten wir am Aufbau von Meeresschutzgebieten mit.

Wir besitzen heute das Wissen, wie wir die Gesundheit der Ozeane bewahren und diese wundervollen Lebewesen retten können. Nun müssen wir dem Wissen Taten folgen lassen. 

Einsatz für die Haie

Um die Haie zu schützen, setzen wir uns international in verschiedenen Projekten ein. Unser Ziel ist dabei ein gesundes Ökosystem Meer, in dem Haie langfristig überleben. 

Gelbflossenthunfische

Nachhaltiger Thunfisch-Fang in den Philippinen

Der WWF verändert mit seinem Förderprojekt die Fischerei auf Gelbflossen-Thunfisch in den Philippinen langfristig. Die MSC-Zertifizierung hilft, dass sich der Bestand der Gelbflossen-Thunfische der Philippinen nachhaltig erholt.

Weitere Infos
Stachelrochen vor der Küste von Belize

Was Sie tun können

Die Haie brauchen Ihre Hilfe. Mit einer Spende oder beim Kauf eines Produktes aus unserem Online-Shop unterstützen Sie unsere Arbeit für den Schutz der Meere. Sie können aber auch mit Ihrem Verhalten als Konsument etwas bewirken, indem Sie bewusst und ökologisch verantwortungsvoll Fisch und Meeresfrüchte konsumieren. 

Luftaufnahme Hardy Riff. Teil des Great Barrier Riffs in Australien.

Ich schütze die Meere

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Mit Ihrer Spende schützen wir das Ökosystem der Meere.

Oysters sea food and fish guide

Ratgeber Fische & Meeresfrüchte

Finden Sie heraus, welche Fische und Meeresfrüchte Sie bedenkenlos konsumieren können.

Plüsch-Robbe

Plüsch-Robbe

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