Fiume Calnegia, Fluss im Tessin

Nationale Klima- und Energiearbeit

Der Klimawandel lässt Gletscher schmelzen, Meeresspiegel ansteigen, Meere übersäuern, und er verursacht Hitze- und Dürreperioden. Ökosysteme verändern sich aufgrund der Erderwärmung so stark, dass die Folgen für Tiere, Pflanzen und Menschen nicht absehbar sind. Mit engagiertem und schnellem Handeln können wir Ausmass und Verlauf der Klimastörungen jedoch beeinflussen – das ist ein Hauptfokus der WWF-Arbeit.

Um ein lebenswertes Klima zu erhalten, dürfen wir nicht mehr in Kraftwerke, Fahrzeuge und Heizungen mit fossilen Energien wie Öl, Gas und Kohle investieren. 

Um die Störung des Klimas zu begrenzen, sollte die Temperatur weltweit nicht mehr als 1,5 Grad über das vorindustrielle Niveau ansteigen. Dafür müssen die globalen Treibhausgas-Emissionen noch in diesem Jahrhundert netto auf Null gesenkt werden. Dies gelingt nur, wenn wir unseren Energiebedarf deutlich senken und den Verbrauch zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien abdecken.

Die Aufheizung des Klimas ist ein globales Problem. Es bedarf aber nicht nur weltweiter, sondern auch nationaler und lokaler Lösungen. Dafür braucht es die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Finanzmarkt und Konsumenten. Der WWF bringt diese Akteure zusammen und beeinflusst die Rahmenbedingungen für eine ökologische Zukunft.

 

Unser Vorgehen

Die Emissionen von Treibhausgasen sind der Hauptgrund für den gefährlichen Klimawandel. Deswegen fokussieren wir unsere Arbeit auf den Ersatz von fossilen Energieträgern wie Öl, Erdgas und Kohle durch erneuerbare Energien. Zudem setzen wir uns für einen Stopp der Energieverschwendung und für den Einsatz neuer, sauberer und effizienter Energie-Technologien ein. Dabei verfolgen wir drei Stossrichtungen.

Politiker schütteln sich die Hand

Emissionsarm investieren

Öffentliche und private Finanzströme sollen in eine klimafreundliche Infrastruktur und Wirtschaft gelenkt werden. Das heisst, dass keine Gelder aus der Schweiz mehr in Flughäfen, Kohlekraftwerke und Erdgas-Pipelines in aller Welt fliessen und dass die Schweiz dahingehend auf internationale Investitionsbanken einwirkt. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir unter anderem mit den Schweizer Behörden, Banken und Versicherungen zusammen.

Supermarkt Gestelle

Unternehmen und Konsumenten

Von unseren Unternehmenspartnern fordern wir wissenschaftlich abgesicherte und ambitionierte Klima- und Energieziele ein. Zudem wirken wir darauf hin, dass unsere Partner auch ihre Lieferketten überprüfen und ihre Endkunden zu ressourcen- und klimaschonendem Konsumverhalten animieren. 

Bundeshaus Bern

Klima- und Energiepolitik

Im Rahmen der nationalen Politik setzen wir uns für eine ambitionierte Ausgestaltung der Energie- und CO2-Gesetzgebung ein. Die Schweiz braucht ehrgeizige Klimaziele und griffige Massnahmen, um diese zu erreichen. Auf kantonaler Ebene fokussieren wir auf bessere Rahmenbedingungen für energetische Gebäudesanierung und insbesondere die Vermeidung fossiler Heizungen.

Erfolge für das Klima

Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2030

So stark muss die Schweiz ihre Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 reduzieren, um das Klima-Abkommen von Paris zu erfüllen.

Die kontinuierliche und breit abgestützten Arbeit des WWF auf nationaler, kantonaler und Gemeinde-Ebene hat bereits einige wichtige Erfolge für das Klima erzielt:

  • Die Schweiz ist auch dank dem Engagement des WWF Vertragspartnerin des Klima-Abkommens von Paris. National- und Ständerat haben sich dafür ausgesprochen, das Abkommen zu ratifizieren und den CO2-Ausstoss der Schweiz bis 2030 im In- und Ausland um mindestens 50 Prozent zu senken.
  • Am 21. Mai 2017 hat das Schweizer Volk die Energiestrategie 2050 angenommen, welche die Basis für eine nachhaltige Energiezukunft für die Schweiz legt. Auch dank der Arbeit des WWF wurde die Abstimmung mit einer deutlichen Zustimmung von 58,2 Prozent gewonnen.
  • Die energierechtlichen Mustervorschriften der Kantone im Gebäudebereich enthalten heute einige wirksame Vorschriften, zum Beispiel für erneuerbare Heizungen, zum Austausch von Elektroheizungen und für den Gebäude-Energie-Ausweis. Dies ist auch auf das Mitwirken des WWF zurück zu führen.

Was Sie tun können

In Ihrem Alltag können Sie viel tun, um das Klima zu schonen. Zum Beispiel Ferien in der Schweiz machen, klimafreundlich abstimmen und wählen oder als Hausbesitzer die Ölheizung gegen eine Wärmepumpe austauschen. Erfahren Sie mehr darüber, welchen Effekt Ihr Lebensstil auf das Klima hat, indem Sie unseren Footprint-Rechner nutzen. Und zusätzlich können Sie unsere Arbeit im Bereich Klima unterstützen, indem Sie eine Klima-Urkunde verschenken. Damit finanzieren Sie unsere Klima-Projekte sowohl in der Schweiz als auch im Ausland.

Sonne geht hinter der Erde unter

Footprint-Rechner

Ermitteln Sie Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck und lassen Sie sich von individuellen Tipps inspirieren.

Klima-Urkunde aus dem WWF-Shop

Klima-Urkunde

Mit der Klima-Urkunde können Sie gleichzeitig Freude bereiten und Gutes tun. Setzen Sie ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel.