Luchs auf leisen Pfoten
Referendum gegen die Änderung des Jagdgesetzes

Im Interesse von Biber, Graureiher, Luchs, Wolf und Co.

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08. Oktober 2019

Artenschutz im Visier

Es ist verheerend: Die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) ist missraten und gefährdet den Artenschutz als Ganzes. Urschweizer wie Luchs, Biber, Graureiher und Wolf könnten auf der Abschussliste landen und künftig abgeschossen werden, ohne dass die Tiere je Schäden angerichtet haben - einfach nur, weil es sie gibt. Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz und Zooschweiz haben deswegen das Referendum ergriffen.  

Es geht ums Ganze

Nein zum missratenen Jagdgesetz:

Im Vordergrund steht im revidierten Gesetz nicht mehr der ausgewogene Kompromiss zwischen Schutz, Regulierung und Jagd, sondern eine einseitige Anpassung auf Kosten gefährdeter Tierarten. Geschützte Arten wie etwa Luchs, Biber und Höckerschwan können jederzeit neben Wolf und Steinbock auf die Liste der regulierbaren Arten gesetzt werden. So können diese Tiere auf Vorrat getötet werden – also ohne, dass sie je einen Schaden verursacht haben. Mit dem neuen Gesetz müssten auch keine präventiven Schutzmassnahmen (wie Herdenschutz in Wolfsgebieten) mehr getroffen werden, bevor Tiere abgeschossen werden dürfen. Viele geschützte Arten können menschliche Nutzungsinteressen tangieren und sind damit potenziell Kandidaten für die Abschussliste

Der Umgang mit solchen Interessenskonflikten zwischen Artenschutz und Nutzungsinteressen ist herausfordernd. Dem wird das neue Gesetz in keiner Weise gerecht. Es ist völlig einseitig: Der Nutzen, den geschützte Arten für das Ökosystem haben, wird im überarbeiteten Gesetz völlig ausgeblendet. Dank Wolf und Luchs verbessert sich zum Beispiel die Gesundheit des Wildbestandes, und es gibt weniger Bissschäden im Jungwald. Zudem bieten diese Tierarten auch neue Chancen für den Tourismus.

Im Kern geht es beim neuen Gesetz um eine gesellschaftliche Grundsatzfrage: Wie viel Raum überlassen wir der Natur? 

Vom Bund zu den Kantonen

Nach dem neuen Gesetzesvorschlag haben statt dem Bund neu die Kantone die Kompetenz, Bestände von geschützten Tierarten zu regulieren. Die Kantone können jedoch schon heute über den Abschuss geschützter Einzeltiere entscheiden. Für die Regulierung von Beständen braucht es heute die Zustimmung des Bundes. Nur so wird eine kantons- und gar länderübergreifende Koordination gewährleistet. Fehlt diese übergeordnete Planung, wird ein nachhaltiger Schutz seltener Arten verunmöglicht. Wildtiere kennen keine politischen Grenzen.

Abschüsse lösen keine Konflikte

Fachleute sind überzeugt, dass die Regulierung von Beständen nicht die effiziensteste Methode ist, um Konflikte zu lösen. Das zeigt sich gerade auch am Beispiel Wolf: Während der Herdenschutz die Schafsrisse nachhaltig reduziert, helfen Abschüsse nur minimal.
«Erfahrungen in anderen Ländern weltweit zeigen klar, dass Abschüsse gar zu mehr Rissen führen können. Für unsere Alpen-Landwirtschaft führt kein Weg am Herdenschutz vorbei», betont Gabor von Bethlenfalvy.

Referendum ergreifen

Die Umweltverbände WWF Schweiz, BirdLife, Pro Natura, die Gruppe Pro Wolf Schweiz und Zooschweiz lehnen die extreme, völlig aus dem Gleichgewicht geratene Revision des Jagd- und Schutzgesetzes ab. Was als moderate Teilrevision gestartet wurde, ist völlig einseitig geworden - zulasten des Artenschutzes. Die Natur, geschützte Säugetiere und Vögel sowie der Tierschutz kommen noch mehr unter Druck. Nur ein Referendum gegen dieses missratene Jagdgesetz bietet die Chance, ein neues Gesetz mit Augenmass und für einen zeitgemässen Schutz der einheimischen Artenvielfalt zu schaffen.

Was Sie tun können

Möchten Sie sich zusammen mit dem WWF für den Artenschutz in der Schweiz einsetzen? Stehen Sie mit uns ein und sammeln Sie mit uns Unterschriften gegen dieses missratene Jagdgesetz! Mit einer Spende für den Luchs oder für die Alpen unterstützen Sie unsere Arbeit in der Schweiz auf gesellschaftlicher, politischer und internationaler Ebene.

Eine Luchsmutter mit Jungtier

Referendum gegen die Änderung des Jagdgesetzes

Seltene Tierarten kommen noch mehr unter Druck. Das Gesetz schwächt den Schutz wildlebender Tiere, statt ihn zu stärken.

Murmeltier im Hohe Tauern Nationalpark, Österreich

Schützen Sie die Artenvielfalt der Alpen

Die Alpen sind ein schillerndes Naturjuwel. Wir schützen sie, damit die Natur durch die menschliche Nutzung nicht verarmt.

Luchs vor einem Baum

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Luchs auf Stein

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