WWF lehnt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab
Der WWF lehnt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab, weil sie von den tatsächlichen Ursachen der Umweltbelastung ablenkt und damit echten Lösungen im Weg steht. Die Initiantinnen und Initianten bezeichnen ihr Volksbegehren als «Nachhaltigkeitsinitiative» und argumentieren vordergründig mit Umweltthemen, obwohl es sich um eine Einwanderungsvorlage handelt.
Richtige Nachhaltigkeit
Für den Schutz von Klima und Artenvielfalt ist nicht die Bevölkerungszahl entscheidend. Wirksamer Natur- und Klimaschutz erfordert vielmehr veränderte Konsummuster, Produktionsweisen und politische Rahmenbedingungen, insbesondere auch den Ausstieg aus fossilen Energien. Natur und Lebensgrundlagen schützen wir, indem wir den Ressourcenverbrauch senken, die Zersiedelung stoppen, den Verlust der Artenvielfalt aufhalten, die Klimaerwärmung eindämmen und unsere Ernährung nachhaltiger gestalten.
Fazit
Keine dieser zentralen Herausforderungen geht die Initiative an. Trotz ihres Namens wird sie daher ihren ökologischen Ansprüchen nicht gerecht, sondern ist eine Scheinlösung, die von echten Lösungen ablenkt.