Plastikberg beim Sonnenuntergang

Lastwagenweise Müll in den Meeren

Eine Lastwagenladung pro Minute: So viel Plastikmüll gelangt in unsere Meere. Nicht nur für Tiere ist Plastik eine tödliche Gefahr. Der Müll ist ein globales Problem und bedroht Natur, Tiere sowie Menschen und deren Lebensgrundlage.

Beenden wir gemeinsam die Plastikflut

Neuer Abfall im Meer - pro Minute!

Jede Minute fluten etwa 15'000 Kilogramm Plastikmüll den Ozean!

Die Plastikkrise bedroht unsere Meere, und wir Menschen haben das zu verantworten. Jede Minute fluten rund 15'000 Kilogramm Plastikmüll den Ozean! Dies hat schwerwiegende Folgen für das Leben vieler Menschen und ihre Lebensgrundlagen. Und für die Natur: Wenn sich nichts ändert, dann wird bis zum Jahr 2050 fast jeder Meeresvogel Plastik im Magen haben. Fische, Wale, Delfine, Meeresschildkröten und viele mehr verletzen sich oder sterben qualvoll aufgrund von Plastikmüll.

Die Krise kann beendet werden, wenn die Plastikflut an den Quellen gestoppt wird. Dafür brauchen wir eine globale Lösung. Alle Länder dieser Welt sind in der Verantwortung, jetzt zu handeln.

Abfalltürme bedrohen das Korallendreieck

Insbesondere in Südostasien, im weltbekannten Korallendreieck, gefährdet Plastikmüll eine unglaubliche Artenvielfalt. Auf den Philippinen und in Indonesien kann beispielsweise ein Grossteil der Menschen seinen Abfall nicht vernünftig entsorgen. Das hat zur Folge, dass sich der Müll an Land türmt und massenhaft ins Meer gespült wird. Betroffen sind nicht nur Küstenregionen – vor allem in Südostasien gelangt viel Müll über die Flüsse in die Meere.

Zu den bedeutendsten Ursachen für den Plastikmüll in den Meeren gehören die massenhafte Verbreitung von Einwegplastik und die fehlenden Strukturen zum Sammeln und zur weiteren Verarbeitung von Abfällen.

Zwei Mädchen posieren vor Plastikmüll auf den Phlilippinen
Plastikverschmutzung auf den Philippinen
Plastik gefährdet Fische im Meer

Plastik ist auf den Philippinen überall anzutreffen: am Strand, in den Flüssen und im Meer

Innovative Lösungsansätze gegen Plastikmüll auf den Philippinen

Um die Plastikflut in den Meeren einzudämmen, braucht es Lösungen, welche die Ursachen bekämpfen.

Portrait Alice Eymard-Duvernay

In vielen Ländern Südostasiens ist der WWF tätig, um mit Unternehmen, Regierungen und Bevölkerung gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. So hat zum Beispiel auf den Philippinen beim Golf von Davao ein Modellprojekt gestartet. Um ein Umdenken herbeizuführen, arbeitet der WWF an einem innovativen Lösungsansatz:

Nach einer umfassenden Analyse und Befragung von Einwohnern und Interessengruppen vor Ort ist ein offener Wettbewerb ausgeschrieben worden. Vertreter von Firmen und Universitäten reichen Vorschläge und Ideen für Lösungen ein. Machbare Lösungsansätze werden in einem Pilotversuch umgesetzt und bei Erfolg in weitere Regionen übertragen.

Das Ziel ist, mit den Erfahrungen aus dem Pilotversuch ein Modellprojekt zur Abfallvermeidung und Reduzierung von Abfällen in den Meeren zu etablieren.

Der WWF fordert: Flächendeckende Infrastruktur für Abfallentsorgung

Für den WWF steht im Vordergrund, dass der Plastikmüll gar nicht erst in die Umwelt gelangt. Neben oben beschriebenen Modellprojekten setzt sich der WWF daher auch auf internationaler Ebene dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Abfallsammlung und Recycling in den Verursacherländern verbessert werden. Das heisst konkret:

Was Sie tun können

Helfen Sie uns, den Kampf gegen den Plastik zu gewinnen. Spenden Sie für saubere Meere und gegen die Plastikflut. Gemeinsam haben wir es in der Hand, dass sich die Meere und Flüsse vom Müll erholen.