Verschiende Gemüse

Foodwaste

Zu krumm, zu klein, zu hässlich: Die Gründe für das Wegwerfen von Lebensmitteln sind unzählig, sinnvoll sind sie oft nicht. Beispielsweise werden von 100 geernteten Kartoffeln nur 34 tatsächlich gegessen. 66 Kartoffeln werden aussortiert, obwohl sie geniessbar wären. Foodwaste ist eine unnötige Verschwendung von Ressourcen, Energie und Geld.

Was ist Foodwaste?

Foodwaste steht für das Wegwerfen von Lebensmittel, die eigentlich zum Verzehr vorgesehen waren. Passieren kann Foodwaste auf jeder Stufe der Lebensmittelproduktion und des Konsums: beim Anbau, bei der Verarbeitung, beim Verkauf oder auch beim Endkonsumenten. Generell wird zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Lebensmittelverlusten unterschieden. Zur vermeidbaren Verschwendung zählt alles, was essbar ist, aber nicht den Weg auf unsere Teller findet. Gründe dafür können beispielsweise Verderb oder Qualitätsmängel sein. Unvermeidbarer Foodwaste hingegen sind zum Beispiel Rüstabfälle, Knochen oder Lebensmittel, die trotz korrekter Lagerung von Krankheitserregern befallen werden. Foodwaste ist nicht nur moralisch bedenklich, sondern auch eine Verschwendung von wichtigen Ressourcen wie Ackerland, Wasser und Energie. Und auch finanziell ist Foodwaste eine Verschwendung: Im Schnitt wirft jeder Schweizer Haushalt pro Jahr Lebensmittel im Wert von 500 bis 1000 Franken einfach weg.

Foodwaste-Verursacher

Landwirtschaft13%
Verarbeitung30%
Detailhandel5%
Grosshandel2%
Endkonsument45%
Gastronomie5%

Pro Person werden in der Schweiz im Schnitt täglich 320 Gramm Lebensmittel weggeworfen. Dies entspricht etwa einer ganzen Mahlzeit. Im Jahr ergibt das 117 Kilogramm Foodwaste pro Kopf.

 

Foodwaste vermeiden

Foodwaste muss nicht sein. Wenn alle Beteiligten es schaffen, mindestens einen Drittel der heutigen Lebensmittelverluste zu verhindern, könnten wir beispielsweise die Menge an CO2 einsparen, die 500'000 Autos verursachen.

Zwar hat sich die Schweiz im Rahmen der «UN Sustainable Development Goals» zum Ziel bekannt, bis 2030 weltweit die Verluste von Lebensmitteln zu halbieren. Nur: An verbindlichen Zielvorgaben und konkreten Umsetzungsmassnahmen fehlt es weiterhin. Die WWF-Foodwaste-Petition von 2014, die genau dies für Industrie und Handel forderte, wurde von National- und Ständerat abgelehnt.

Der Hauptverursacher von Foodwaste ist der Endkonsument. Und auch Sie können die Verschwendung eindämmen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt:

Was Sie ausserdem tun können

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