Kuh auf der Alp Firten in Bern, Schweiz

Fleisch und Milchprodukte

Lebensmittel konsumieren wir täglich. Und damit können wir täglich etwas für die Umwelt tun. Denn die Entscheidung zwischen tierischen oder pflanzlichen Lebensmitteln hat Auswirkungen auf unsere Umwelt. Und die grössten Umweltsünder unter unseren Nahrungsmitteln sind tierischen Ursprungs.

Wie beeinflusst unser Speiseplan die Umwelt?

Ein Drittel der konsumbedingten Umweltbelastungen in Europa geht auf das Konto unseres Essens. Die Produktion hat hier den Hauptanteil: Verpackung, Transport, Lagerung, Zubereitung und Entsorgung fallen in der Regel deutlich weniger ins Gewicht. Besonders umweltbelastend ist die Tierhaltung: Sie ist sehr ressourcenintensiv und verursacht deutlich mehr Treibhausgas-Emissionen als der Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Konkrete Zahlen

Für ein Kilo Rindfleisch müssen 5 bis 20 Kilo Futtermittel produziert und verfüttert werden. Vergleicht man die Emissionen der Produktion von einem Kilo Rindfleisch mit den Emissionen von beispielsweise einem Kilo Linsen mit ähnlichem Proteingehalt zeigen sich enorme Unterschiede:

Für die Produktion eines Kilos Rindfleisch wird 15,4 Kilo CO2 emittiert, bei Linsen hingegen schlanke 0,7 Kilo CO2 – genau genommen sind es CO2-Äquivalente, also der Wert von verschiedenen Treibhausgasen umgerechnet auf CO2. Wegen dieser grossen Unterschiede ist leicht verständlich, dass ein pflanzenbetonter Ernährungsstil die Umwelt und das Klima stark entlastet. Wie stark, zeigt die Grafik unten. Dort wird auch ersichtlich, dass der Transport der fertigen Nahrungsmittel eine eher nebensächliche Rolle spielt – solange sie nicht per Flugzeug transportiert wurden. Wichtiger ist, wie die Produkte hergestellt wurden.

So reduziert sich der Fussabdrucks der Ernährung eines durchschnittlichen Schweizers beispielsweise um 24 Prozent, wenn er auf vegetarische Ernährung umstellt. Ernährt er sich vegan, sind es sogar 40 Prozent. Regionale Produkte verbessern den Fussabdruck in diesem Bereich nur um etwa 4 Prozent. Mit der Umstellung von tierischer auf pflanzliche Ernährung lässt sich also der Ernährungsfussabdruck zehnmal wirksamer senken als mit der Umstellung von ausländischen auf Schweizer Produkte.

Ernährungsstile und ihre Auswirkungen auf die Umwelt

Getreideprodukte
Pflanzliche Eiweisse
Fette & Öle
Getränke
Transport & Verpackung
Gemüse & Früchte
Fleisch & Fisch
Tierische Produkte

Les chiffres indiquent les équivalents de kilos de CO2 émis par différents modes d'alimentation par année et par personne

 

Die Lösung

«Wer seinen Speiseplan mit vegetarischen Gerichten anreichert und Fleisch- und Milchprodukte als etwas Besonderes geniesst, tut der Umwelt viel Gutes.»

Christoph Meili

Tierische Proteine sind im Schnitt für die Hälfte der ernährungsbedingten Umweltbelastungen verantwortlich. Je weniger von ihnen, desto besser für das Klima, für unsere Umwelt und damit für unsere Lebensgrundlagen. Ein vegetarisches Gericht belastet das Klima im Durchschnitt dreimal weniger als ein Gericht mit Fleisch. Vegane Gerichte sind noch besser. Soll trotzdem mal etwas Tierisches auf den Tisch, so sind biologisch produzierte Produkte vorzuziehen – welche Labels besonders empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserem Label-Ratgeber.

Was Sie tun können

In unserer App finden Sie weit über 100 Rezepte – vegetarisch, saisongerecht und raffiniert. Dazu Saisontabellen und weitere Helfer für den umweltbewussten Einkauf. Mit dem Footprint-Rechner können Sie Ihren persönlichen Fussabdruck berechnen.

 

WWF-Ratgeber-App

In der Ratgeber-App erhalten Sie praktische Umwelt-Tipps für ein bewusstes Leben wie Informationen zum Einkauf, saisonale Rezepte und vieles mehr.

Footprint-Rechner

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Quellen: