Partnerschaft Lidl Stiftung & Co.KG 2024
Im Jahr 2024 haben WWF und Lidl Stiftung & Co.KG eine Sustainable Business Partnership gestartet, die in 31 Ländern aktiv ist. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette von Lidl, um die globalen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen, darunter Klimawandel und Verlust der biologischen Vielfalt, und sicherzustellen, dass mehr Haushalte Zugang zu nachhaltigeren Optionen haben. Die wichtigsten Ziele der Partnerschaft sind, den ökologischen Fussabdruck von Lidl zu verringern, den „nachhaltigen Handabdruck“ von Lidl Stiftung & Co.KG zu vergrössern und uns dafür einzusetzen, innerhalb der Grenzen unseres Planeten zu bleiben.
Klima
Im Jahr 2020 hat sich Lidl als Teil der Unternehmen der Schwarz Gruppe im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, seine Emissionen basierend auf wissenschaftlich fundierten Zielen zu reduzieren.
Lidl setzt Klimaziele gemäss SBTi als Teil der Unternehmen der Schwarz Gruppe
Im Rahmen der Partnerschaft mit WWF liess Lidl seine 1,5°-Ziele im Geschäftsjahr 2024 erneut von der SBTi validieren. Im selben Jahr verpflichtete sich Lidl, drei Jahre früher als vereinbart, ein Netto-Null-Ziel gemäss SBTi festzulegen. Die Validierung der langfristigen Ziele steht derzeit noch aus. Damit legt Lidl die Grundlage für den langfristigen Übergang und strategische Entscheidungen entlang eines Netto-Null-Pfads, einschließlich aller Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.
Lidl entwickelt einen wirkungsorientierten Klima- und Naturfinanzierungsplan
Im Rahmen der Partnerschaft arbeiten Lidl und WWF gemeinsam an der Entwicklung und Pilotierung eines Konzepts für klima- und naturbasierte Finanzierung auf Grundlage der verbleibenden Emissionen von Lidl. Der Finanzierungsansatz zielt darauf ab, den Nutzen für Menschen, Klima und Natur zu maximieren, z. B. durch die Unterstützung ganzheitlicher Landschaftsprojekte.
Wasser
Lidl erarbeitet derzeit die Grundlagen zur Setzung von wissenschaftsbasierten Zielen im Bereich Wasser.
Lidl identifiziert Süsswasser-Hotspots und -Risiken und implementiert anschliessend eine verantwortungsvolle Wasserstrategie
Mit Unterstützung des WWF überprüft Lidl seine bestehende Analyse und Ziele zu Süsswasser-Risiken. Verbesserte Ziele und Indikatoren werden festgelegt und eine umfassende Strategie für die verantwortungsvolle Nutzung von Wasser entwickelt. So können Wasserrisiken entlang der eigenen Wertschöpfungskette des Unternehmens identifiziert und adressiert werden. Dies ist besonders wichtig für Produkte mit hohem Risiko, um beispielsweise Wasserverschmutzung oder Wasserknappheit und deren Auswirkungen auf die Biodiversität zu vermeiden. Konkrete Umsetzungspläne in relevanten Bereichen wie Süsswasserökosystemen, die relevante Akteure einbeziehen und kollektives Handeln definieren, werden entwickelt, um die langfristige Resilienz sensibler Gebiete zu unterstützen.
Biodiversität
Lidl erarbeitet derzeit die Grundlagen zur Setzung von wissenschaftsbasierten Zielen im Bereich Biodiversität.
Lidl identifiziert Biodiversitäts-Hotspots und damit verbundene Risiken und implementiert anschliessend eine verantwortungsvolle Biodiversitätsstrategie
Mit Unterstützung des WWF bewertete und identifizierte Lidl im Jahr 2024 seine Biodiversitäts-Risiken. Als nächste Schritte wird Lidl kontextbezogene Ziele für die risikoreichsten Rohstoffe festlegen und Kennzahlen sowie eine umfassende Strategie zum Schutz der Biodiversität entwickeln. So können Risiken wie Entwaldung oder Artensterben entlang der eigenen Wertschöpfungsketten von Lidl identifiziert und adressiert werden. Der Fokus liegt darauf, besonders risikoreiche Wertschöpfungsketten und Regionen zu identifizieren und Wege zur Erhöhung ihrer Resilienz zu finden. Für diese Bereiche werden spezifische Umsetzungspläne entwickelt, die relevante Akteure einbeziehen und kollektives Handeln definieren.
Advocacy für Biodiversität
Während Lidl im Rahmen der Partnerschaft mit WWF weiterhin für positive Fortschritte im Bereich Biodiversität eintritt, liegt der Hauptfokus künftig auf der Finalisierung der umfassenden Biodiversitätsstrategie, die die Advocacy-Arbeit von Lidl in diesem Bereich vorantreiben wird.
Rohstoffe
Lidl hat sich international zum Ziel gesetzt, eine verantwortungsvolle Beschaffung kritischer Rohstoffe sowie den Auf- und Ausbau rückverfolgbarer, entwaldungs- und umwandlungsfreier Lieferketten sicherzustellen.
Entwaldungs- und umwandlungsfreie Rohstoff-Beschaffung
Lidl hat sich dazu verpflichtet, die folgenden Rohstoffe mit hohem Entwaldungsrisiko aus entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten zu beziehen: Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Holz, Cellulose, Papier. Um dies sicherzustellen, wird Lidl eine Rohstoffstrategie entwickeln, die Entwaldung und Umwandlung für Eigenmarkenprodukte vermeidet und mit der Accountability Framework Initiative (AFi) sowie der EU-Verordnung zur Entwaldung (EUDR) übereinstimmt. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Einhaltung von entwaldungs- und umwandlungsfreien Stichtagen
Lidl stellt sicher, dass sowohl das Unternehmen als auch seine Lieferanten, die von AFi und der EU-Verordnung zur Entwaldung festgelegten Cut-off-Daten einhalten. Dies gilt für die Rohstoffe Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Holz, Cellulose und Papier. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Rückverfolgbarkeit und Lieferanten-Engagement
Bestehende und neue Lieferanten müssen Richtlinien ohne Entwaldung, Umwandlung und Ausbeutung einhalten und die Rückverfolgbarkeit mindestens bis zur Fabrikebene sicherstellen (bei hohem Risiko bis zur Plantage).
Lidl strebt an, bis Ende des Geschäftsjahres 2026 100 % seiner aktuellen und zukünftigen Lieferanten zur Einhaltung entwaldungs- und umwandlungsfreier Lieferketten zu verpflichten. Zusätzlich muss die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Produkten bis zur Fabrikebene gewährleistet sein, bei hohem Risiko bis zur landwirtschaftlichen Ebene. Der Prozentsatz der Lieferantenverträge mit entsprechenden Verpflichtungen wird gemessen. Dies betrifft Lieferanten von Lidl-Eigenmarken (Standard- und Aktionssortiment), die Rindfleisch, Soja, Kakao, Kaffee, Palmöl, Holz, Cellulose und Papier liefern.
Zur Unterstützung dieser Ziele überarbeitet Lidl seine Sustainable Purchasing Policy (SPP), die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Ab 2026 wird die Berichterstattung mit Grafiken in den Partnerschaftsbericht aufgenommen.
Verantwortungsvolle Soja-Lieferketten
Im Rahmen der Partnerschaft setzt sich Lidl zum Ziel, vollständig rückverfolgbare Soja-Lieferketten ohne Entwaldung, Umwandlung und Ausbeutung zu schaffen. Dazu analysiert Lidl den Ursprung des direkt in seinen Lieferketten verwendeten Sojas (für alternative Proteine und Sojaprodukte) sowie im Futter ausgewählter tierischer Produkte wie Huhn, Eier und Schwein. Diese Analyse hilft, Handlungsfelder zu identifizieren.
Darüber hinaus arbeitet Lidl mit der Collaboration for Forests and Agriculture (CFA) zusammen, um Probleme wie Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung in seinen Soja-Lieferketten zu bewerten und anzugehen. Ziel ist es, langfristig vollständig rückverfolgbare und entwaldungsfreie Soja-Lieferketten sicherzustellen. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Verantwortungsvolles Palm(kern)öl
Ab dem Geschäftsjahr 2025 verpflichtet sich Lidl, nur rückverfolgbares Palm- und Palmkernöl zu beziehen, das frei von Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung ist.
Dazu müssen 100 % des Palm- und Palmkernöls in Lebensmitteln und Non-Food-Produkten den Standards RSPO Segregated oder EU-Bio entsprechen. Zusätzlich müssen 100 % der Derivate mindestens dem RSPO-Mass-Balance-Standard entsprechen. Der Anteil des Gesamtvolumens wird in Tonnen gemessen. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Im Jahr 2024 stammten 90,70 % des Palmöls in Lebensmitteln und Non-Food-Produkten aus nachhaltigen Quellen. Der Berichtszeitraum ist März 2024 bis Februar 2025.
Im Jahr 2024 stammten 96,60 % des Palm(kern)öls in Derivaten in Lebensmitteln und Non-Food-Produkten aus nachhaltigen Quellen. Der Berichtszeitraum ist März 2024 bis Februar 2025.
Advocacy für verantwortungsvolles Palmöl
Um die verantwortungsvolle Beschaffung von Palmöl über die eigenen Lieferketten hinaus zu fördern, möchte Lidl durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Advocacy das Bewusstsein in der Branche und bei der Öffentlichkeit schärfen. Zu diesem Zweck ist Lidl aktiv im Roundtable for Sustainable Palm Oil engagiert sowie beim Forum für Nachhaltiges Palmöl (FONAP).
Verantwortungsvolle Zellulose und Papier
Lidl verpflichtet sich, nur rückverfolgbaren Zellstoff und Papier zu beziehen, die frei von Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung sind.
Um dies zu erreichen, wird Lidl die Qualität und Herkunft von Papier- und Zellstoffprodukten analysieren. Diese Analyse unterstützt die Entwicklung einer umfassenden langfristigen Strategie, um sicherzustellen, dass alle Papier- und Zellstoffprodukte vollständig rückverfolgbar und verantwortungsvoll beschafft werden. Im Jahr 2025 wird die Ausgangsbasis festgelegt und der Zielpfad definiert.
Dies umfasst Zellulose und Papier in allen Lidl-Eigenmarkenprodukten, deren Etiketten und Verpackungen. Akzeptierte Standards sind FSC, FSC-Mix, Recycling und in Ausnahmefällen PEFC.
Verantwortungsvolle Kakao-Beschaffung
Lidl verpflichtet sich, nur rückverfolgbaren Kakao zu beziehen, der frei von Entwaldung, Landumwandlung und Ausbeutung ist.
Ein zentraler Bestandteil dieser Bemühungen ist die Analyse der Herkunft des Kakaos. Diese Analyse dient der Entwicklung einer umfassenden nachhaltigen Kakao-Beschaffungsstrategie in Zusammenarbeit mit WWF. Diese Strategie umfasst: Investitionen in vollständige Rückverfolgbarkeit für Kakaobohnen und -butter, Teilnahme an Naturschutzprojekten in Schlüssel- oder Hochrisikoanbaugebieten und Engagement in Advocacy-Arbeit mit relevanten Akteuren über Kakao-Initiativen für nachhaltige Produktion.
Zertifizierter Kaffee: Kaffeeprodukte
Lidl hat sich verpflichtet, den Anteil nachhaltig zertifizierter Kaffeeprodukte kontinuierlich auf 100 % zu erhöhen. Dies umfasst Zertifizierungen für Kaffeekapseln, Pads, Instantkaffee und Cappuccino. Ziel ist es, ab dem Geschäftsjahr 2028 nur noch Kaffeeprodukte mit Nachhaltigkeitssiegel zu verkaufen. Akzeptierte Mindeststandards sind EU-Bio, Rainforest Alliance und Fairtrade. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern weltweit.
Im Jahr 2024 stammten 98 % der Kaffeeprodukte aus nachhaltigen Quellen. Der Berichtszeitraum ist März 2024 bis Februar 2025.
Zertifizierter Kaffee: Röstkaffee
Lidl hat sich im Rahmen der WWF-Partnerschaft das Ziel gesetzt, den Anteil zertifizierten Röstkaffees kontinuierlich auf 100 % zu erhöhen. Dies gilt für alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Im Jahr 2024 stammten 88,3 % des Röstkaffees aus nachhaltigen Quellen. Der Berichtszeitraum ist März 2024 bis Februar 2025.
Advocacy für verantwortungsvolle Kaffee-Wertschöpfungsketten
Lidl plant, sich im Rahmen der WWF-Partnerschaft glaubwürdigen nationalen Initiativen für nachhaltigen Kaffee anzuschliessen. Ziel ist es, nachhaltigere Beschaffungspraktiken zu fördern und Aktivitäten innerhalb der Branche für mehr Nachhaltigkeit zu koordinieren.
Zertifizierte Tee Lieferketten
Ein weiteres Ziel von Lidl im Rahmen der WWF-Partnerschaft ist die Sicherstellung einer 100% Zertifizierung von Teeprodukten. Dies umfasst alle Schwarztees, Grüntees und Rooibos-Tees sowie Produkte, bei denen der Teeanteil mindestens 5 % beträgt. Akzeptierte Zertifizierungen sind EU-Bio, Rainforest Alliance und Fairtrade. Der Anwendungsbereich umfasst alle Eigenmarkenprodukte (Standard- und Aktionssortiment) in allen Lidl-Ländern.
Im Jahr 2024 stammten 94,3 % der Teeprodukte aus nachhaltigen Quellen. Der Berichtszeitraum ist März 2024 bis Februar 2025.
Fische und Meeresfrüchte
Lidl verfolgt ein ehrgeiziges Ziel zur Verbesserung der Nachhaltigkeit bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Fisch und Meeresfrüchten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Lidl auf mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit sowie die Nutzung bekannter Labels und Zertifizierungen.
Transparente und rückverfolgbare Fisch- und Meeresfrüchte-Lieferketten
Lidl verpflichtet sich, die Rückverfolgbarkeit und Transparenz des gesamten Fisch- und Meeresfrüchtesortiments sicherzustellen. Bis Ende 2025 sollen alle Produkte entsprechend gekennzeichnet sein und Angaben wie Herkunftsland, Art und Fang- oder Aquakulturmethode enthalten.
Lidl arbeitet zudem daran, die vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferketten für Fisch und Meeresfrüchte nachzuweisen. Bei Aquakultur umfasst dies die Rückverfolgbarkeit der gezüchteten Arten und des verwendeten Futters. Bei Wildfängen soll die Rückverfolgbarkeit durch die Prüfung des Fangschiffs und des spezifischen Fangereignisses sichergestellt werden.
Der Anwendungsbereich umfasst das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment in allen Lidl-Ländern weltweit: Eigenmarken und Fremdmarken, Standard- und Aktionssortiment.
Anteil Fisch und Meeresfrüchte aus akzeptablen und empfehlenswerten Quellen gemäss WWF am Gesamtsortiment
Lidl hat sich das Ziel gesetzt, sicherzustellen, dass 100 % des gesamten Fisch- und Meeresfrüchtesortiments aus Quellen stammen, die gemäss WWF-Kriterien als empfehlenswert oder akzeptabel eingestuft sind.
WWF klassifiziert folgende Quellen als empfehlenswert oder akzeptabel:
- WWF-Score 1–3
- Zertifizierungen MSC, ASC, Bio, BAP4 Star, Global G.A.P
- Von WWF unterstützte Fishery Improvement Projects (FIPs) und Aquaculture Improvement Projects (AIPs)
Der Anwendungsbereich umfasst das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment in allen Lidl-Ländern weltweit: Eigenmarken und Fremdmarken, Standard- und Aktionssortiment. Lidl arbeitet derzeit an der Definition der Baseline und des Verbesserungspfads.
Anteil von Fisch und Meeresfrüchten aus empfohlenen Quellen gemäss WWF im Gesamtsortiment
Lidl hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil der vom WWF empfohlenen Quellen im gesamten Fisch- und Meeresfrüchtesortiment zu erhöhen. Der Prozentsatz des Gesamtvolumens des Fisch- und Meeresfrüchtesortiments wird gemessen. Als empfehlenswerte Quellen gelten Score 1-2 des WWF Fischratgebers.
Der Anwendungsbereich umfasst das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment in allen Lidl-Ländern weltweit: Eigenmarken und Fremdmarken, Standard- und Aktionssortiment.
Lidl arbeitet derzeit an der Definition der Baseline und des Verbesserungspfads.
Anteil Fisch und Meeresfrüchte aus empfehlenswerten Labels gemäss WWF am Gesamtsortiment
Lidl hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil der WWF-empfohlenen Labels im gesamten Fisch- und Meeresfrüchtesortiment zu erhöhen. Der Prozentsatz des Gesamtvolumens des Fisch- und Meeresfrüchtesortiments wird gemessen. Empfohlene Labels sind die Zertifizierungen MSC, ASC, Bio, BAP4 Star und GlobalGAP.
Der Anwendungsbereich umfasst das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment in allen Lidl-Ländern weltweit: Eigenmarken und Fremdmarken, Standard- und Aktionssortiment.
Lidl arbeitet derzeit an der Definition der Baseline und des Verbesserungspfads.
Nachhaltige Ernährung
Im Rahmen der Partnerschaft wird Lidl nachhaltige und gesunde Ernährung fördern.
Erhöhung des Anteils pflanzlicher Produkte
Lidl verpflichtet sich zu einer Ernährungsstrategie, die den Konsum pflanzlicher Produkte erhöht und den Konsum tierischer Produkte reduziert. Im Jahr 2024 überprüfte und überarbeitete Lidl seine Strategie für nachhaltige Ernährung, ermittelte das Verhältnis von Produkten mit tierischen und pflanzlichen Proteinen nach WWF-Methodik und setzte das Ziel, den Anteil pflanzlicher Produkte bis 2030 um 20 % gegenüber 2023 zu steigern.
Innerhalb dieses Gesamtziels setzen alle Lidl-Länder* nationale Ziele für:
(a) Erhöhung des Vollkornanteils im gesamten Getreidesortiment
(b) Angebot mindestens einer Vollkornalternative in allen relevanten Produktgruppen
(c) Erhöhung des Anteils pflanzlicher Proteinquellen im Vergleich zu tierischen Proteinquellen
Um dieses Gesamtziel zu erreichen, wird Lidl zunehmend nachhaltige und gesunde pflanzliche Proteinprodukte in sein Sortiment aufnehmen und den Verkauf tierischer Proteinquellen reduzieren. Der Anwendungsbereich umfasst das gesamte Produktsortiment in allen Lidl-Ländern weltweit: Eigenmarken und Fremdmarken, Standard- und Aktionssortiment.
*Ausser USA
Kreislaufwirtschaft & Reduzierung von Lebensmittelverschwendung
Zur Sicherstellung einer langfristigen Ressourcenschonung konzentriert sich Lidl im Rahmen der Partnerschaft auf die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Materialien und die Minimierung von Lebensmittelverschwendung.
Lebensmittelverschwendung in den eigenen Betrieben
Lidl hat sich das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung in eigenen Filialen und Verteilzentren weiter zu reduzieren. Dazu entwickelt Lidl eine global anwendbare Strategie mit klaren Zielen. Der Fokus liegt auf der Minimierung von Abfällen und der optimalen Nutzung nicht verkaufter Lebensmittel, einschliesslich Spenden, wo möglich. Zusätzlich verpflichtet sich Lidl zu regelmässiger Berichterstattung über Lebensmittelverschwendung auf nationaler und internationaler Ebene.
Lebensmittelverluste in der Wertschöpfungskette
Die Lebensmittelproduktion führt oft zu Verlusten, z. B. durch die Entstehung von Nebenprodukten. Einige davon könnten zu anderen Produkten verarbeitet werden und so die Lebensmittelverschwendung erheblich reduzieren. Lidl verpflichtet sich, Lebensmittelverluste in den eigenen Produktionsprozessen zu identifizieren. Bis 2026 wird die Ausgangsbasis definiert und anschliessend eine Strategie entwickelt und umgesetzt, die Lebensmittelverschwendung vermeidet und Nebenprodukte wieder der menschlichen Ernährung zuführt.
Kreislauffähigkeit von Verpackungen und Non-Food-Produkten
Lidl hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 eine Kreislaufstrategie für Verpackungen und Non-Food-Produkte zu entwickeln und umzusetzen – mit Unterstützung des WWF. Der Anwendungsbereich umfasst Verpackungen für Eigenmarkenprodukte und Non-Food-Eigenmarkenprodukte.