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Partnerschaft SV (Schweiz) AG 2025

Bereits seit 2013 engagiert sich SV Schweiz gemeinsam mit dem WWF für mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsgastronomie. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass wir bis 2050 in einer Gesellschaft leben, in der Ernährung gesund ist für Mensch & Planet - und uns durch genussvolle Erlebnisse verbindet und begeistert.

Industrie
Gastronomie
Art der Partnerschaft
Sustainable Business Partnerships
Finanzieller Beitrag
250'000 – 500’000 CHF
Partner seit
2013
SV Group
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Installierte Solaranlage auf Dach

Klima und Energie

Emissions-Reduktion

SV Schweiz hat sich der Science Bases Targets Initiative (SBTi) angeschlossen und sich wissenschaftsbasierte Reduktionsziele gesetzt, um ihren Beitrag dafür zu leisten, die globale Erwärmung bis 2050 auf 1.5°C zu begrenzen.

Die Ziele beziehen sich gemäss den Vorgaben von SBTi auf Emissionen, die alle Scopes 1-3 umfassen. Emissionen, die durch Agrarbewirtschaftung und Landnutzungsänderung entstehen (sog. FLAG-Emissionen, FLAG = Forest, Land and Agriculture), unterliegen gemäss Vorgaben einem separaten Ziel.

Drei Emissions-Reduktions-Ziele bis 2030, gegenüber dem Basisjahr 2022:

1. Ziel: Reduktion der Scope 1 und 2-Emissionen um 42%

Im Jahr 2025 steigerte SV im Vergleich zu 2022 diese Emissionen um 25.7%.
 

Ist-Wert
Zielwert

Anmerkung: Das Basisjahr 2022 war noch durch COVID-19-bedingt reduzierte Geschäftstätigkeit geprägt, wodurch die Emissionen deutlich niedriger lagen als in einem normalen Betriebsjahr. Der Anstieg der Scope-2-Emissionen 2025 ist auf die Erweiterung des Hotelportfolios in Deutschland zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden sechs Hotels unterjährig übernommen sowie ein weiteres eröffnet, wodurch sich der Stromverbrauch erhöhte. Für die deutschen Hotelstandorte ist ab 2026 die vollständige Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen vorgesehen. Weitere geplante Massnahmen (Scope 1 und 2) sind die laufende Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge bis 2030 sowie die ab 2026 geplante Erarbeitung von Massnahmen zur Optimierung der Heiz- und Kühlsysteme. Aufgrund der strukturellen Veränderungen im Hotelbereich wird eine Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen gemäss SBTi-Vorgaben erfolgen.

2. Ziel: Reduktion der Scope 3-Emissionen um 51.6 % pro Gast

Im Jahr 2025 konnte SV im Vergleich zu 2022 diese Emissionen um 3.0% senken. 

Ist-Wert
Zielwert

Anmerklung: Die Emissionsintensität der Scope-3-Emissionen pro Gast ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Haupttreiber sind höhere Emissionen aus energie- und brennstoffbezogenen Aktivitäten (Scope 3.3) sowie aus Abfall (Scope 3.5), insbesondere getrieben durch das neue Hotelportfolio, siehe oben. Die Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) sind aufgrund von einer geringeren Gästezahl gegenüber Vorjahr gesunken.

3. Ziel: Reduktion der Scope 3-FLAG-Emissionen um 30.3%

Im Jahr 2025 steigerte SV im Vergleich zu 2022 diese Emissionen um 12.8%.

Scope 3-FLAG-Emissionen

Ist-Wert
Zielwert

SV-Klimastrategie

Bis Ende 2025 entwickeln WWF und SV Schweiz gemeinsam eine Strategie (within und beyond value chain, siehe Anmerkungen) und einen Massnahmenplan zur Erreichung der Klimaziele von SV Schweiz. Hierbei sollen folgende Themenschwerpunkte berücksichtigt werden: Inventar & Reporting, Massnahmen & Umsetzung, SBTi Konformität, Klimafinanzierung, Klima-Advocacy, Klima-Kommunikation.

Im Jahr 2025 wurde der Meilenstein aufgrund personeller Veränderungen im Nachhaltigkeitsteam verzögert. Eine erste Klimastrategie wurde bis Ende 2025 erarbeitet. Erste Massnahmen, unter anderem zur Umstellung der Fahrzeugflotte, zum Bezug von erneuerbarem Strom (Hotel DE) sowie der flächendeckenden Einführung des ECO-SCORE, sind bereits in Umsetzung. Mit dem Start der neuen Head of Sustainability im März 2026 werden die Arbeiten weitergeführt und konkretisiert.

Anmerkung: Es handelt sich dabei um eine Strategie, welche das Klima-Engagement innerhalb der eigenen Wertschöpfungsketten, also die eigene Dekarbonisierung, sowie darüber hinausgehendes Engagement ausserhalb der eigenen Wertschöpfungsketten beinhaltet.
 

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Blick von oben auf den Atlantikwald im Iguaçu Nationalpark, Brasilien

Deforestation & Conversion

SV Schweiz analysiert ihre Lieferketten und erarbeitet bis Ende 2024 für ihre identifizierten relevanten Risikorohstoffe, wie Soja, Palmöl, Kakao, Holz, Zellstoff und Papier, Kaffee, Fleisch, eine mit der Accountability Framework Initiative konformes Commitment und Zielsetzung zu abholzungs- und umwandlungsfreien Lieferketten, welche alle 12 Core Principles umfasst.  

Die geplante DCfree-Analyse konnte aufgrund personeller Veränderungen im SV Nachhaltigkeitsteam nicht wie vorgesehen im Jahr 2025 abgeschlossen werden und soll 2026 durchgeführt werden. Auf dieser Grundlage sollen weitere Massnahmen und Zielsetzungen für die Lieferkette definiert werden.
 

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Frisches veganes Gericht auf Holztisch

Sustainable Diets

SV Schweiz misst bis Ende 2024 ihren Proteinsplit nach einer mit dem WWF erarbeitenden Methode für die Gastronomie und setzt gemeinsam mit dem WWF ein ambitioniertes Ziel.

Die erste Auswertung des Proteinsplits wurde durchgeführt. Auf dieser Grundlage sollen im Jahr 2026 Zielwerte definiert werden. 

Anmerkung: Dieses Ziel wurde auf 2026 erstreckt, da die zugrunde liegende Methodologie des WWF aufgrund von mangelndem Funding verzögert zur Verfügung gestellt wurde. 

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Fische und Meeresfrüchte auf einem Markt in Japan

Fische und Meeresfrüchte

Zur Förderung der Biodiversität hat sich SV Schweiz seit 2019 dazu verpflichtet, laufend den Anteil Fisch aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen gemäss WWF zu steigern.

Hierzu setzt sich SV Schweiz bis Ende 2026 drei Ziele in diesem Bereich:

1. Vermeidung von Arten auf der WWF-No-Go-Liste und WWF Score 4-5 (rote Kategorie in WWF Fisch- und Meeresfrüchte Ratgeber)

2025 stieg der Anteil des Gesamtsortiments von Fisch und Meeresfrüchten aus empfehlenswerten und akzeptablen Quellen von 99.0% (in 2024) auf 99.5%. 

Ist-Werte
Zielwerte

Anmerkungen:  
WWF-No-Go-Liste:

  • Ausgeschlossen sind Arten, die in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in den Kategorien «vom Aussterben bedroht» (CR, «critically endangered») und «gefährdet» (EN, «endangered») aufgeführt sind. 
  • Haie aller Arten und Produkte von Haien, 
  • Meeresschildkröten aller Arten und Produkte von Meeresschildkröten, 
  • Meeressäugetiere aller Arten und Erzeugnisse von Meeressäugetieren, 
  • Wild gefangene Störe aller Arten und Erzeugnisse von wild gefangenen Stören, 
  • Rochen und Sägefische aller Arten und Erzeugnisse von Rochen und Sägefischen, 
  • Ausschluss aller Produkte aus illegaler Fischerei. 
     

    Empfehlenswerte Quellen = Nach dem WWF-Fisch & Meeresfrüchte-Ratgeber als "grün" eingestuft (WWF Score 1-2) und von vertrauenswürdigen Umweltlabels (Bio, ASC, MSC) stammen.  

2. Weiterer Ausbau des Anteils empfehlenswerter Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment, der bis Ende 2026 auf 90% ansteigen soll.

Im Vergleich zu 2024 (82.0%) stieg 2025 dieser Anteil leicht auf 82.9%, was gemäss einer linearen Reduktion unter dem Jahresziel liegt und für die kommenden Jahre eine effektivere Umsetzung zur Zielerreichung erfordert.

Ist-Werte
Zielwerte

3. Über die Zertifizierung hinaus, Umgang mit risikoreichen MSC-Quellen

Um die mit der Beschaffung von Meeresfrüchten verbundenen Umweltrisiken weiter zu reduzieren, erweitert SV seine Bemühungen über die Zertifizierung hinaus, indem es einen selektiveren Beschaffungsansatz für sein MSC-Sortiment verfolgt. SV und WWF werden gemeinsam die Umweltrisiken innerhalb des SV-Sortiments an MSC-zertifizierten Quellen bewerten und mit den SV-Lieferanten zusammenarbeiten, um Möglichkeiten für eine selektivere Beschaffung (MSC+ ) zu identifizieren. Die Fortschritte bei MSC+ werden gemeinsam kommuniziert, um die Branche zu sensibilisieren und das Engagement in der Lieferkette zu verbessern.    

Im Jahr 2024 wurde das SV-Sortiment an MSC-Quellen bewertet, um Produkte mit hohem Umweltrisiko zu identifizieren. Zu den Bedenken gehören die Auswirkungen der Grundschleppnetz- und Baggerfischerei, wie z. B. die Beschädigung des Meeresbodens und der Beifang von gefährdeten oder bedrohten Arten. Im Jahr 2025 konzentrierten sich die Bemühungen auf vorrangige Artengruppen, die anhand des Einkaufsvolumens und/oder des Risikos identifiziert wurden und darauf abzielen, auf Quellen mit geringeren Auswirkungen umzusteigen. Gespräche mit dem Lieferanten Bianchi laufen, um im bestehenden Beschaffungsrahmen geeignete Möglichkeiten für eine Umstellung zu prüfen.

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Frau mit Einkaufszettel kauft Gemüse

Biodiversität

SV Schweiz fördert die Biodiversität durch den gesteigerten Anteil an Labelprodukten bei ihren verwendeten Lebensmitteln.

Biodiversitätsförderung durch Labels

Hierzu setzt sich SV bis Ende 2026 das Ziel, den Anteil von mindestens empfehlenswerten Labelprodukten (gemäss labelinfo.ch) am Gesamtsortiment auf 20% auszuweiten. Der Fisch- und Meeresfrüchteeinkauf wird hierbei nicht berücksichtigt, da für Seafood separate Ziele vereinbart sind.

Im Jahr 2025 erreichte SV einen Labelanteil von 16.4% und reduzierte den Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 6.8%. Grund für den gesunkenen Labelanteil war vor allem Lieferknappheit bei IP-SUISSE Produkten, wie Hafermilch und Backwaren.  

Ist-Wert
Zielwert

SV Schweiz Projekte

Meals for Kids

Unterstützt durch den WWF engagiert sich SV Schweiz mit dem Konzept «Meals for Kids» für eine gesunde und klimafreundliche Verpflegung an Mittagstischen, in Kitas und Horten.