©
©
Geissen auf der Griesalp im Berner Oberland, Schweiz

Verbandsbeschwerderecht

Der WWF verleiht der Natur eine Stimme: Als Fürsprecher der Natur verteidigen wir ihre Schutzinteressen. Bei Verstössen gegen die Umwelt- und Naturschutz-Gesetzgebung ergreifen wir Rechtmittel und setzen uns für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Fürsprecher der Natur

Dank dem Verbandsbeschwerderecht können wir die Anliegen der Natur rechtlich vertreten und durchsetzen.

©
MLaw Andrea von May

Das Natur- und Heimatschutzgesetz gesteht gewissen Umweltorganisationen seit 1966 das Verbandsbeschwerderecht zur Wahrnehmung allgemeiner Interessen des Natur -und Heimatschutzes zu. Das 1983 erlassene Umweltschutzgesetz enthält eine analoge Bestimmung. Die Natur erhält so durch die Umweltschutzorganisationen eine direkte Stimme in Rechtsverfahren.

Als Fürsprecher der Natur kann der WWF somit bestimmte Projekte auf ihre Gesetzeskonformität überprüfen lassen. Damit stellt er u.a. den korrekten Vollzug des Umweltrechts sicher.

Massvoll, aber erfolgreich

Erfolgreiche Verbandsbeschwerden

Im Jahr 2020 wurde in ca. 82 Prozent der Fälle eine Verbesserung für Natur und Umwelt erreicht.

Der WWF macht massvoll und zum Wohle der Umwelt vom Verbandsbeschwerderecht Gebrauch. Dies zeigt die Beschwerdestatistik fürs 2020: Bei 28 abgeschlossenen Beschwerdefällen hat die Umweltorganisation in 82 Prozent eine Verbesserung für die Natur erreicht. Dabei wurden Beschwerden entweder gutgeheissen, oder sie führten zu Projektveränderungen und einvernehmlichen Lösungen.

In dieser Statistik nicht ausgewiesen sind zahlreiche weitere Fälle, in denen der WWF für die Natur eingestanden ist und sich mit Gesprächen, Stellungnahmen oder Einsprachen für die Natur eingesetzt hat.

Im Jahr 2020 abgeschlossene Rechtsfälle

Dank unserem Einsatz konnte die Natur in verschiedenen Bereichen geschützt werden. So wurden zum Beispiel Störungen im Lebensraum des bereits stark gefährdeten Flussuferläufers abgewendet (Bundesgerichtsentscheid) und die Situation von Flüssen allgemein verbessert. Zusätzlich haben wir erreicht, dass eine Bewilligung für den Abschuss eines Wolfes gerichtlich überprüft wurde (Entscheid Kantonsgericht Wallis).

©
Entlen

Bessere Situation für Flüsse dank unserem Einsatz

Bei den Pflanzenschutzmitteln unterstützte der WWF den Entscheid des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), die Zulassung der Pestizide Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl mit sofortiger Wirkung zu widerrufen. Diese Wirkstoffe werden in der Landwirtschaft eingesetzt und sind für Insekten, Vögel, Säugetiere, Amphibien und andere Wassertiere hochtoxisch. Der WWF teilte die Einschätzung des BLW, dass sämtliche Pestizide dieser Art nicht mehr in die Umwelt ausgebracht und deshalb unverzüglich vom Markt genommen werden müssen. Gegen diesen Entscheid haben die betroffenen Produzentenfirmen Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht erhoben. Sie forderten, dass sie ihre Produkte nicht unverzüglich vom Markt nehmen müssen. Bei allen sechs Beschwerden konnte eine Vereinbarung mit den betroffenen Firmen erzielt werden, sodass langjährige Rechtsstreitigkeiten verhindert und Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl enthaltende Pestizide seit dem 1. Juli 2020 in der Schweiz verboten sind.

Das können Sie tun

Unterstützen Sie uns als WWF-Mitglied, damit wir die einmalige Flora und Fauna weiterhin schützen können. Oder engagieren Sie sich bei einem Freiwilligen-Einsatz aktiv für die Umwelt.

©
Bonobo-Mutter küsst ihr Baby

Mitglied werden

Als WWF-Mitglied sind Sie Teil unseres grossen Netzwerks: Über 5 Millionen Menschen rund um den Globus unterstützen unsere Projekte.

©
Freiwillige der Sektion WWF St. Gallen helfen am Brändliberg, St. Gallen, Schweiz

Freiwilligenarbeit

Setzen Sie sich aktiv für unsere Natur und Umwelt ein und wählen Sie aus verschiedenen Freiwilligen-Einsätzen aus.