Geissen auf der Griesalp im Berner Oberland, Schweiz

Verbandsbeschwerderecht

Der WWF und andere Umweltorganisationen fungieren als Anwalt der Natur. Bei Verstössen gegen die Umwelt- und Naturschutz-Gesetzgebung ergreifen wir Rechtmittel und sorgen dafür, dass die Artenvielfalt dieser unberührten Landschaften nicht zerstört wird.

Anwalt der Natur

Dank dem Verbandsbeschwerderecht können wir die Anliegen der Natur rechtlich vertreten und durchsetzen.

Katja Schmidlin, Stv. Leiterin Rechtsdienst, WWF Schweiz

Ein neues Skigebiet inmitten unberührter Naturlandschaften im Unterwallis oder das Kies- und Betonwerk in der Bolle di Magadino. Das sind zwei Umweltsünden, die nur dank dem Verbandsbeschwerderecht verhindert wurden. Der WWF wehrt sich gemeinsam mit anderen Umwelt- und Heimatschutz-Organisationen gegen solche unzulässigen Projekte.

Bei der Verbandsbeschwerde übernehmen Organisationen die Rolle des Anwalts für die Natur und stellen so den korrekten Vollzug der Umweltschutzgesetze sicher. Der WWF macht gezielt und mit hoher Erfolgsquote davon Gebrauch. Dieses rechtliche Instrument ist ein effizientes Mittel, wenn die Natur durch unzulässige Projekte gefährdet wird und geltende Gesetze missachtet werden.

Massvoll, aber erfolgreich

Erfolgreiche Verbandsbeschwerden

Im Jahr 2016 wurde in durchschnittlich 80 Prozent der Fälle eine Verbesserung für Natur und Umwelt erreicht.

Der WWF nutzt das Verbandsbeschwerderecht massvoll und äusserst erfolgreich. Es wird nur von diesem Recht Gebrauch gemacht, wenn der Eingriff schwer wiegt und die Erfolgsaussichten hoch sind.

Ein Beispiel aus dem Unterwallis zeigt, wie das Verbandsbeschwerderecht der Natur nützt: Unberührte Landschaften mit zahlreichen bedrohten Arten, die auf der Roten Liste stehen, sollte umgenutzt werden. Neben Skianlagen waren auch Schneekanonen geplant. Die einmalige Flora und Fauna wäre durch die Realisierung des Skigebietes enorm beschädigt worden. Das Kantonsgericht Wallis hiess die Beschwerde des WWF und anderer Organisationen vollumfänglich gut, somit konnte der Bau des Skigebiets verhindert werden und die unberührte Natur erhalten bleiben.

Das können Sie tun

Unterstützen Sie uns als WWF-Mitglied, damit wir die einmalige Flora und Fauna weiterhin schützen können. Oder engagieren Sie sich bei einem Freiwilligen-Einsatz aktiv für die Umwelt.

WWF-Mitglied

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Freiwillige der Sektion WWF St. Gallen helfen am Brändliberg, St. Gallen, Schweiz

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