Partnerschaft Coop Genossenschaft 2025
Seit 2006 arbeiten der WWF und Coop in einer strategischen Partnerschaft gemeinsam für umweltfreundlicheren Konsum. Coop hat sich gegenüber dem WWF in den wichtigsten Umweltthemen zu ambitionierten Zielen verpflichtet.
Klima
Im Januar 2022 hat sich Coop im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, ihre Emissionen basierend auf wissenschaftlich fundierten Zielen zu reduzieren. Damit reduziert Coop nicht nur ihren betrieblichen Fussabdruck, sondern darüber hinaus auch indirekte Emissionen, wie zum Beispiel Emissionen gehandelter Produkte. Bereits seit 2007 engagiert sich Coop dafür, bei Warentransporten mit dem Flugzeug, bei coop.ch-Lieferfahrten und Geschäftsreisen die CO2-Emissionen entlang eines verbindlichen Absenkpfades zu vermeiden und zu reduzieren. Mehr zu den freiwilligen Klimaschutzprojekten hier.
Coop verfolgt einen mit der SBTi vereinbarten Absenkpfad für die Scopes 1-2
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die absoluten CO2e-Emissionen im Scope 1 und 2 (marktbasiert) um 42% gegenüber 2022 zu reduzieren. Die Emissionen werden gemäss GHG-Protocol berechnet und die Ziele wurden von SBTi validiert. Gemessen wird in Tonnen CO2eq pro Jahr. Geltungsbereich ist die gesamte Coop-Gruppe.
2025 lag der CO2e-Ausstoss der Coop-Gruppe (Scope 1 und 2 marktbasiert) bei 242'141 Tonnen CO2eq.
Coop verfolgt einen mit der SBTi vereinbarten Absenkpfad für den Scope 3
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die absoluten CO2e-Emissionen im Scope 3 bei den FLAG-Emissionen (Emissionen aus der land- und forstwirtschaftlichen Lieferkette) um 30.3%, bei den Non-FLAG um 25% und beim Verkauf Brennstoffe um 42% gegenüber 2022 zu reduzieren. Die Emissionen werden gemäss GHG Protocol berechnet und die Ziele wurden von SBTi validiert.
Damit die Entwicklung der Emissionen verfolgt werden kann, müssen die zugrunde liegenden Daten und Berechnungsmethoden über die Zeit hinweg vergleichbar sein. Coop hat die Berechnung der Scope-3-Emissionen in den letzten Jahren weiterentwickelt. Dabei wurden sowohl die Datenerhebung verbessert als auch die Berechnungsmethodik aktualisiert (Umstellung von IPCC AR5 auf IPCC AR6). Zudem wird seit 2025 ein neues Berechnungstool verwendet, um den Scope 3 Fussabdruck zu erheben. Aufgrund der methodischen Änderungen ist die Vergleichbarkeit zwischen dem Basisjahr 2022 und dem Berichtsjahr 2025 derzeit nicht gegeben. Entsprechend kann aktuell keine belastbare Aussage zur Emissionsentwicklung vorgenommen werden.
Aus diesem Grund werden die Zahlen des Basisjahr 2022 im Verlauf des Jahres 2026 mit einem neuen Modell und qualitativ verbesserten Daten neu berechnet («Rebaselining»).
Reduktion absoluter CO2e-Emissionen durch Flugware
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 die absoluten CO2e-Emissionen durch Flugware von 84'605 Tonnen CO2e im Basisjahr 2014 auf 55’871 Tonnen CO2e zu reduzieren. Gemessen wird in Tonnen eingeflogener Waren multipliziert mit km und CO2e/km. Der Reportingzeitraum war Juli 2024 bis Juni 2025. Geltungsbereich ist Flugware exkl. Blumen für Supermärkte, Pronto, Jumbo und Warenhäuser.
Bis Mitte 2025 haben die absoluten CO2e-Emissionen durch Flugware 66’833 Tonnen CO2e betragen.
Anmerkung: Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf höhere Mengen eingeflogener Fleischprodukte und exotischer Früchte zurückzuführen. Gründe dafür waren unter anderem krankheits- und seuchenbedingte Einschränkungen in näher gelegenen Herkunftsländern, wodurch Coop teilweise auf weiter entfernte Bezugsquellen ausweichen musste. Gleichzeitig spielten auch Qualitätsanforderungen und die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit eine Rolle.
Coop arbeitet weiterhin daran, Flugtransporte wo möglich zu reduzieren – etwa durch den Ausbau von Schiffstransporten, die Beschaffung aus näher gelegenen Regionen sowie Massnahmen zur Verlängerung der Haltbarkeit von Produkten.
Wasser
Coop erarbeitet zurzeit die Grundlagen zur Setzung von wissenschaftsbasierten Zielen im Bereich Wasser.
Biodiversität
Coop erarbeitet zurzeit die Grundlagen zur Setzung von wissenschaftsbasierten Zielen im Bereich Biodiversität.
Transparenz pro Rohstoff
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 für 100% der Forest Risk Commodities (Rindfleisch, Kakao, Kaffee, Palmöl (Food und Non-Food) und Holz & Papier) die Herkunft bekannt ist. Gemessen wird der Anteil an Forest Risk Commodities in Coop Eigenmarken – im Bereich Holz und Papier auch bei Markenprodukten. Geltungsbereich ist der Detailhandel.
2025 war für rund 98% der Forest Risk Commodities die Herkunft bekannt.
Zulieferer-Engagement
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 jene Lieferanten, die zusammen 90% des relevanten Einkaufsvolumens ausmachen, über ein Commitment zu entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten verfügen.
Gemessen wird der volumenbasierte Anteil direkter Geschäftspartner mit einem entsprechenden Commitment. Berücksichtigt werden Lieferanten von Coop-Eigenmarken in den Bereichen Fleisch, Kakao, Kaffee, Palmöl sowie Coop Eigenmarken und Marken bei Holz & Papier im Detailhandel.
2025 verfügten Lieferanten, die 78,6 % des relevanten Einkaufsvolumens abdecken, über ein Commitment zu entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten.
Zertifizierung
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 100% der Forest Risk Commodities (Rindfleisch, Kakao, Kaffee, Palmöl, Soja, Holz & Papier) einem Mindeststandard entsprechen.
Gemessen wird der Anteil an Forest Risk Commodities in Coop Eigenmarken. Bei Holz und Papier ebenfalls bei Marken. Geltungsbereich ist der Detailhandel.
2025 lag der Anteil Forest Risk Commodities mit Mindeststandard bei 90%.
Anmerkung: Der Anteil konnte gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht werden. Eine vollständige Zielerreichung ist derzeit insbesondere im Bereich Soja herausfordernd, da das Sojanetzwerk Schweiz aktuell kein Commitment zu 100 % zertifiziertem Soja vorsieht, sondern einen Zielwert von 95 %. Zudem verlangt auch der ASC-Futtermittelstandard derzeit nicht vollständig zertifiziertes Soja.
Folgende Mindeststandards werden akzeptiert:
Rindfleisch:
Bio Suisse, Herkünfte ohne Entwaldungs- und Umwandlungsrisiko gemäss WWF Report
Cacao:
Fairtrade Max Havelaar, Bio Suisse, Rainforest Alliance
Kaffee:
Fairtrade Max Havelaar, Bio Suisse, Rainforest Alliance
Palmöl Food:
RSPO Identity Preserved (IP), RSPO Segregated (SG), Bio Suisse
Palmöl Non-Food:
RSPO Identity Preserved (IP), RSPO Segregated (SG), RSPO Mass Balance (MB), Bio Suisse
Soja:
Standards mit Sojafütterungsverbot, Bio Suisse, Pro Terra, Donau Soja, Europa Soja, RTRS Non GM, Herkunft Schweiz, Weitere Herkünfte ohne Entwaldungs- und Umwandlungsrisiko gemäss WWF Report, Mutterkuh, Naturabeef, Naturaveal, IP-Suisse (Weidebeef)
Holz und Papier:
FSC oder Recycling oder mit verifizierter Herkunft, PEFC oder Herkunft ohne Entwaldungs- und Umwandlungsrisiko gemäss Risikoländerliste von Prefered by Nature.
Rückverfolgbarkeit pro Rohstoff
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil mit segregiertem Mindeststandard für die Rohstoffe Kakao, Kaffee und Palmöl bis 2026 auf 85% zu erhöhen. Geltungsbereich ist der Detailhandel.
2025 verfügten rund 86% des beschafften Kakaos, Kaffees und Palmöls über einen segregierten Mindeststandard.
Anmerkung: Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren insbesondere Verbesserungen im Bereich Kakao sowie der bereits hohe Anteil segregierter Lieferketten bei Kaffee. Zusätzliche Impulse ergaben sich durch die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR).
Fische und Meeresfrüchte
Als Mitglieder der WWF Seafood Group haben sich Coop und Bell verpflichtet, keine vom Aussterben bedrohten Arten anzubieten, nicht empfehlenswerte Herkünfte schrittweise auszulisten und den Anteil an empfehlenswerten Labels laufend auszubauen.
Coop: Anteil empfehlenswerte oder akzeptable Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, dass 100% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus gemäss WWF empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Menge (in kg) am Gesamt-Seafood-Sortiment. Geltungsbereich sind Coop Supermärkte, Pronto, Coop to go, Coop.ch, Warenhaus, Restaurants, FOOBY.
2025 stammten erneut 100% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen.
Anmerkung: Die Zielsetzung und Messung der Zielerreichung werden seit diesem Jahr auf Basis der Menge (in kg) statt des Umsatzes (in CHF) gemessen.
Coop: Anteil empfehlenswerte Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 86.4% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen gemäss WWF stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Menge (in kg) am Gesamt‑Seafood‑Sortiment. Geltungsbereich sind Coop HC14/18/31 exkl. Coop Restaurant & Marché.
2025 stammten 82.5% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen.
Anmerkung: Der Anteil empfehlenswerte Quellen wurde gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht, liegt aber weiterhin unter dem Zielpfad. Dazu führten insbesondere die verzögerte Umstellung von Dorsch aus Aquakultur auf ASC sowie die nur langsam wieder anziehende Nachfrage nach Bio-Lachs.
Die Zielsetzung und Messung der Zielerreichung werden seit diesem Jahr auf Basis der Menge (in kg) statt des Umsatzes (in CHF) gemessen
Bell: Anteil empfehlenswerte oder akzeptable Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment
Bell hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 99.0% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen gemäss WWF stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Menge (in kg) am Gesamt‑Seafood‑Sortiment. Geltungsbereich ist Bell Seafood.
2025 stammten 99.1% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen. Bell hat damit das Ziel übertroffen, was hauptsächlich auf Score-Verbesserungen im Süsswasserfisch-Bereich zurückzuführen ist.
Anmerkung: Die Zielsetzung und Messung der Zielerreichung werden seit diesem Jahr auf Basis der Menge (in kg) statt des Umsatzes (in CHF) gemessen.
Bell: Anteil empfehlenswerte Quellen gemäss WWF am Gesamtsortiment
Bell hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 75.0% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen gemäss WWF stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Menge (in kg) am Gesamt‑Seafood‑Sortiment. Geltungsbereich ist Bell Seafood.
2025 stammten 73.2% des Gesamt-Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen. Bell liegt damit auf dem Zielpfad, vor allem aufgrund von weiteren Sortiments-Umstellungen im Lachs-Bereich auf ASC-zertifizierte Produkte.
Anmerkung: Die Zielsetzung und Messung der Zielerreichung werden seit diesem Jahr auf Basis der Menge (in kg) statt des Umsatzes (in CHF) gemessen.
Two Spice: Anteil empfehlenswerter oder akzeptabler Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment
Two Spice hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 100 % des Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen gemäss WWF stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Gesamtmenge (in kg) des Seafood-Sortiments. Geltungsbereich ist die Two Spice AG (Formate: Yooji’s, Rice Up!, Nooba, Yalda, Cheyenne, Boilerroom und Zenbu).
2025 stammten 99,99 % des Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten oder akzeptablen Quellen. Two Spice ist damit auf Zielpfad.
Two Spice: Anteil empfehlenswerter Quellen gemäss WWF am Gesamt-Seafood-Sortiment
Two Spice hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2026 87 % des Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen gemäss WWF stammen. Gemessen wird der prozentuale Anteil an der Gesamtmenge (in kg) des Seafood-Sortiments. Geltungsbereich ist die Two Spice AG (Formate: Yooji’s, Rice Up!, Nooba, Yalda, Cheyenne, Boilerroom und Zenbu).
2025 stammten 82 % des Seafood-Sortiments aus empfehlenswerten Quellen gemäss WWF. Two Spice ist damit auf Zielpfad.
Sortiment
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz mit Bio-Produkten zu erhöhen und das Angebot an veganen und vegetarischen Alternativprodukten zu vergrössern.
Erhöhung der Anzahl veganer und vegetarischer Alternativprodukte
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 das Angebot an veganen und vegetarischen Alternativprodukten auf 2000 Artikel auszubauen.
Gemessen wird die Anzahl neuer Artikel, die jährlich hinzukommen. Dazu zählen Fleisch-, Fisch-, Ei- und Dairy-Ersatzprodukte sowie Produkte von bewusst für den veganen/vegetarischen Verzehr ausgelegten und vermarkteten Linien (z.B. Karma).
2025 waren 2100 Artikel an veganen und vegetarischen Alternativprodukten gelistet. Coop hat damit den gesetzten Zielpfad übertroffen.
Umsatz mit Biolabeln
Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 den Umsatz mit Bioprodukten auf 2100 Mio. CHF zu steigern. Gemessen wird der Umsatz in Mio. CHF. Als akzeptierte Standards gelten Demeter, Bio Suisse, Schweizer Bio, EU-Bio. Geltungsbereich ist der Coop Detailhandel, Eigenmarken und Fremdmarken.
2025 lag der Umsatz mit Bioprodukten bei 1’944.00 Mio. CHF. .