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Eine Gruppe von Wanderern in den Bergen

10 Möglichkeiten unsere Umwelt wirksam zu schützen

Ist eine vegane Ernährung wichtig für den Klimaschutz? Oder die Zugreise? Wissen Sie, welche Entscheidungen unser Klima am effektivsten schützen? Wir haben die 10 wirksamsten Klimatipps aufgelistet. Fangen Sie mit etwas einfachem an und entdecken Sie gemeinsam mit anderen Lösungen für die grösseren Herausforderungen. Viel Freude beim Auskundschaften! 

1. Stimmen Sie für unsere Zukunft

Geben Sie Ihre Stimme bei Wahlen und Abstimmungen der Umwelt. Auf ecorating.ch finden Sie heraus, welche Politikerinnen und Politiker sich für die Umwelt einsetzen. Und auch auf der lokalen Ebene ist Ihr Einsatz wichtig: Denn in kleineren Gemeinden reichen oft schon wenige Stimmen, um etwas zu bewirken. Also auf zur nächsten Gemeindeversammlung! So können Sie mithelfen, gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur, (wie etwa Verkehrsnetz, Schul-, Sport- und andere Anlagen) oder auch Dienstleistungen (wie beispielsweise Bevölkerungsschutz, Nahrungsmittel- und Energieversorgung und Entsorgungswesen), nicht nur für sich, sondern für alle umweltfreundlicher zu gestalten. 
Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

2. Gemeinsam sind wir stark

Zusammen mit Ihrer Familie, Ihren Nachbarn und Ihren Freunden und Bekanntenkreis erreichen Sie viel mehr für unsere Umwelt, als wenn dies jeder für sich allein versucht. Begeistern Sie Ihr Umfeld für die Schönheit unseres Planeten und motivieren Sie diese Menschen gemeinsam mit Ihnen etwas für unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu tun. 
Schauen Sie beispielsweise gemeinsam Dokumentarfilme (zum Beispiel: Our Planet) an, diskutieren Sie vor Abstimmungen und Wahlen, organisieren Sie private Kleidertausch-Zirkel. Ihren Ideen zum Austausch sind keine Grenzen gesetzt.

3. Matterhorn statt Machu Pichu

Geniessen Sie Ferien in der Schweiz oder im nahen Ausland. Ihr CO2-Konto wird dadurch stark geschont. Denn ein Flug in der Business-Class nach Neuseeland und zurück verursacht beispielsweise eine etwa gleich hohe Klimabelastung wie der durchschnittliche Alltagskonsum einer Schweizerin im Jahr 2015 – und das inklusive Wohnen, Ernährung, Reisen, etc. Ebenfalls eindrücklich ist der Vergleich von Flug- und Zugkilometern. Ein Kilometer im Flugzeug belastet das Klima, im Vergleich zum Zug etwa 4- (Diesellok) bis 45-mal (Elektroloks in der Schweiz) mehr. Schön, können viele Feriendestinationen wunderbar mit dem Zug erreicht werden.
Mehr Informationen finden Sie hier:

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Matterhorn oberhalb von Zermatt
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Bundeshaus Bern
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Jugendliche vor einem Plakat zum OVershoot Day

4. Werden Sie Trittbrettfahrerin

Seien Sie clever: Nutzen Sie den ÖV! Wenn Sie beispielsweise 20km Arbeitsweg im Zug anstatt im Benzinauto zurücklegen, würden jährlich 1.7 Tonnen CO2 weniger ausgestossen. Dies entspräche etwa einem Achtel dessen, was wir in der Schweiz pro Kopf und Jahr, möglichst rasch, reduzieren müssen, um die internationalen Klimaziele zu erreichen. Der öffentliche Verkehr in der Schweiz zählt zu den besten der Welt: Er ist schnell, zuverlässig, bequem und klimafreundlich. Nutzen Sie das gute Angebot für Ihren Arbeitsweg und für die Freizeit. Ein weiteres Plus: Öffentliche Verkehrsmittel verursachen im Vergleich zum Privatverkehr nur einen Bruchteil an treibhauswirksamen Abgasen, Russpartikeln und Lärm.
Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

5. Und täglich grüsst – der Einkaufskorb

Mit unserem Essen können wir bezüglich CO2-Auststoss etwas schlanker werden: Wer etwa seinen Fleischkonsum von 2 Kilogramm auf 300 Gramm pro Woche reduziert, spart dadurch jährlich 1 Tonne CO2 ein. Die noch bessere Bilanz haben natürlich Vegetarierinnen und Veganer. Stellt eine Schweizerin oder ein Schweizer mit durchschnittlichem Fleischkonsum auf vegetarische Ernährung um, reduziert sich der Fussabdruck der Ernährung um etwa 25 Prozent, bei Umstellung auf eine vegane Ernährung sogar um 35 bis 40 Prozent. Probieren Sie es doch einmal aus und finden Sie ihr neues veganes Lieblingsgericht. En Guete!

  • Erfahren Sie hier mehr zu Fleisch- und Milchprodukten.
  • Und hier werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Ernährung und Nachhaltigkeit beantwortet.

6. Weniger ist besser

Schauen Sie sich mal um: Mit welchem «Ding» haben Sie schon eine lange Beziehung? Nutzen Sie Gebrauchsgegenstände und Kleider so lange wie möglich. Von 2000 bis 2014 hat sich der weltweite Verbrauch von Kleidung verdoppelt. Die Herstellung von Kleidern und Waren, aber auch die Bereitstellung von Dienstleistungen benötigen meist viel Energie und Rohstoffe. Lenken Sie deshalb Ihren Konsum in nachhaltige Bahnen und kaufen Sie nur, was Sie wirklich glücklich macht.

Nehmen Sie Gegenstände, die Sie kaufen möchten, erst mal in Ruhe in die Hand und überlegen Sie sich dabei: Macht mich dieses Ding wirklich glücklich, und wenn ja, wie lange? Kann ich das Ding auch einfach ausleihen, oder brauche ich es gar nicht? Kann ich kaputte Gegenstände selbst reparieren oder reparieren lassen? Es gibt mittlerweile über 160 Repair Cafes in der Schweiz - bestimmt auch eines in ihrer Umgebung.

Falls Sie ein neues Haushalts- oder Elektrogerät benötigen, finden Sie auf topten.ch ökologisch empfehlenswerte Geräte. Die etablierte Schweizer Plattform Topten präsentiert Produkte, die den tiefsten Stromverbrauch und eine geringe Umweltbelastung aufweisen.

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Frau mit Einkaufszettel kauft Gemüse
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Frau reist im Zug
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Kleiderständer

7. Stopp Foodwaste

Lassen Sie nichts mehr verfaulen und verschimmeln! Wenn Sie nur so viele Lebensmittel kaufen, wie sie tatsächlich essen wollen, anstatt wie in der Schweiz üblich einen Drittel wegzuwerfen, sparen Sie 600 Kilogram CO2 pro Jahr ein. Wie das gehen kann? Kaufen Sie bewusst ein und überlegen Sie sich im Voraus, welche Lebensmittel Sie tatsächlich benötigen. Auch Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (nicht aber beim «Verbrauchen bis»-Datum) bereits abgelaufen ist, können oft noch bedenkenlos konsumiert werden.
Erfahren Sie hier mehr zu Foodwaste.

8. Bio ist besser

Achten Sie bei Ihrem Einkauf auf Produkte mit Bioqualität und fragen Sie nach, falls sie kein Bioprodukt finden. Biologisch bewirtschaftete Flächen werden nicht mit Pestiziden belastet, und es wird auf Kunstdünger verzichtet. Deshalb entsteht durch diese Anbaumethode eine deutlich geringere Gewässer- und Bodenbelastung. So bleiben die Böden auch langfristig fruchtbar und reich an Tier- und Pflanzenarten.
Mehr Informationen:

9. Das Klima weniger aufheizen

Setzen Sie beim Heizen auf Wärmepumpen mit dem Label «Wärmepumpen-System-Modul», auf Sonnenkollektoren oder Photovoltaikanlagen und auf Ökostrom «naturmade star». Moderne Holzheizungen sind aus Klimasicht ebenfalls eine gute Alternative – vor allem für Mehrfamilienhäuser.

Öl-, Gas- und Elektroheizungen sollten Sie möglichst rasch durch ein oben erwähntes Heizsystem ersetzen. Im Vergleich zu Wärmepumpen- oder Sonnenkollektoren (z.B. in Kombination mit Holzheizungen) verursachen Ölheizungen einen etwa 10-12-mal höheren Treibhausgasausstoss. Elektroheizungen verschwenden im Vergleich zu Wärmepumpen etwa sechs-mal so viel Strom.

Die besten Wärmepumpen finden Sie auf topten.ch (inkl. Ratgeber mit Checkliste). Ausserdem zeigt topten.ch die effizientesten Pelletsheizungen, Wärmepumpenboiler, Heizungspumpen, Fenster und eine Übersicht zu den Ökostrom Anbietern der Schweiz. Und hier bekommen Sie Informationen zu Solarenergie.

10. Geld ökologisch nachhaltig anlegen und investieren

Mit Ihrem Geld lassen sich Ziele verwirklichen, die über den reinen finanziellen Zweck hinausgehen und bewusst zum Wohle der Natur, Umwelt und Gesellschaft wirken. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, wie Sie Ihre Geldanlagen, Vorsorgegelder und Kredite nachhaltig anlegen können.

  • Einen ausführlicheren Tipp zu diesem Thema erhalten Sie hier.
  • Erfahren Sie hier mehr zum Thema Sustainable Finance.

Sämtliche Inhalte in diesem Umwelt-Tipp dienen ausschliesslich Informationszwecken und stellen weder Werbung oder Angebote noch Finanz-, Anlage- oder sonstige Beratungsdienstleistung dar. Die hier abgebildeten Informationen stellen weder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Derivaten oder anderen Finanzinstrumenten dar. Der WWF übernimmt keinerlei Gewähr, weder implizit noch explizit, für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der hier bereitgestellten Informationen oder Ansichten. In keinem Fall haftet der WWF für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, eingeschlossen Vermögensschäden.

Das können Sie ausserdem tun

Unser Footprint-Rechner zeigt Ihnen, wie es um Ihren persönlichen Fussabdruck steht und bietet individuelle Tipps an. In der WWF-Ratgeber-App finden Sie verschiedene Helfer für nachhaltigen Konsum. Weitere Tipps und Antworten finden Sie unter «Mein Fussabdruck»

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Sonne geht hinter der Erde unter

Footprint-Rechner

Ermitteln Sie Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck und lassen Sie sich von individuellen Tipps inspirieren.

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Person hält Smartphone mit dem geöffneten WWF Ratgeber-App

WWF-Ratgeber-App

In der Ratgeber-App erhalten Sie praktische Umwelt-Tipps für ein bewusstes Leben und vieles mehr.

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Fünf Planeten Erde nebeneinander

Mein Fussabdruck

Tipps und häufig gestellte Fragen zu Ernährung, Konsum, Mobilität und Wohnen & Energie